Scharff, Familie.
Auch: Scharffe, Schärff, Scherff.
Die in Ffm. und Remscheid ansässige Familie soll aus Böhmen stammen und zur Zeit der Hussitenkriege ausgewandert sein. Im Jahr 1700 wurde der Küchen- und Speisemeister Johannes Sch. (1673-1732), Sohn des Berghauptmanns Johann Sch. in Oelsnitz (auch: Oelsen) bei Gottleuba, Ffter Bürger und begründete damit den hiesigen Zweig der Familie. Johannes Sch.s Söhne Johann Philipp und Jacob Christian (1723-1759) übernahmen die väterliche Wirtschaft mit Saal und Tanzlokal im Stammhaus am Liebfrauenberg, während ihre Brüder Gottfried (1718-1764) und Josua (1720-1748) 1740 die Eisenhandelsfirma „Gebrüder Sch.” in Remscheid begründeten. Gottfried Sch. kam 1749 nach Ffm. zurück und etablierte nun hier die auch in Remscheid (u. a. als Fabrikationsort für Werkzeuge) fortbestehende Eisen- und Stahlwarenhandlung, die in Ffm. ihren Sitz seit 1754 im Haus zum Bunten Roß in der Fahrgasse 98, dann seit 1763 zumeist im Haus zum Segen Jacobs in der Fahrgasse 20 und schließlich seit 1818 im Haus zum Großen Falkenstein in der Fahrgasse 18 hatte.
Im 19. Jahrhundert gehörten die Mitglieder der angesehenen Kaufmannsfamilie auch zu der politischen Führungsspitze der Stadt. Die traditionsbewusste Familie, die durch standesgemäße Heiraten mit zahlreichen bedeutenden Ffter Familien (wie Andreae, Bansa, Cornill, Gontard, von Harnier, Keßler, Lutteroth, Majer, Manskopf, de Neufville, Osterrieth, Vömel, Willemer u. a.) verbunden war und bis heute im Zweig der Schmidt-Sch. in Ffm. fortlebt, pflegte ihr Ansehen auch durch den Aufbau eines ursprünglich von Friedrich Adolf Sch. begründeten Familienarchivs zur Erforschung der eigenen Geschichte, die Herausgabe genealogischer Schriften (u. a. „Stammtafeln der Nachkommen von Johannes Sch.”, 1907, sowie „Nachrichtenblatt der Familie Sch.”, 1939-62) und die Veranstaltung von Familientagen.
Durch Gottfried Sch. (1718-1764) und seine aus Worms stammende Ehefrau Catharina Sibylle, geb. Allmacher (1713-1765), bekam die Familie das Wappen des Pelikans; ein früheres Familienwappen zeigte drei Pfeile.
Die in Ffm. und Remscheid ansässige Familie soll aus Böhmen stammen und zur Zeit der Hussitenkriege ausgewandert sein. Im Jahr 1700 wurde der Küchen- und Speisemeister Johannes Sch. (1673-1732), Sohn des Berghauptmanns Johann Sch. in Oelsnitz (auch: Oelsen) bei Gottleuba, Ffter Bürger und begründete damit den hiesigen Zweig der Familie. Johannes Sch.s Söhne Johann Philipp und Jacob Christian (1723-1759) übernahmen die väterliche Wirtschaft mit Saal und Tanzlokal im Stammhaus am Liebfrauenberg, während ihre Brüder Gottfried (1718-1764) und Josua (1720-1748) 1740 die Eisenhandelsfirma „Gebrüder Sch.” in Remscheid begründeten. Gottfried Sch. kam 1749 nach Ffm. zurück und etablierte nun hier die auch in Remscheid (u. a. als Fabrikationsort für Werkzeuge) fortbestehende Eisen- und Stahlwarenhandlung, die in Ffm. ihren Sitz seit 1754 im Haus zum Bunten Roß in der Fahrgasse 98, dann seit 1763 zumeist im Haus zum Segen Jacobs in der Fahrgasse 20 und schließlich seit 1818 im Haus zum Großen Falkenstein in der Fahrgasse 18 hatte.
Im 19. Jahrhundert gehörten die Mitglieder der angesehenen Kaufmannsfamilie auch zu der politischen Führungsspitze der Stadt. Die traditionsbewusste Familie, die durch standesgemäße Heiraten mit zahlreichen bedeutenden Ffter Familien (wie Andreae, Bansa, Cornill, Gontard, von Harnier, Keßler, Lutteroth, Majer, Manskopf, de Neufville, Osterrieth, Vömel, Willemer u. a.) verbunden war und bis heute im Zweig der Schmidt-Sch. in Ffm. fortlebt, pflegte ihr Ansehen auch durch den Aufbau eines ursprünglich von Friedrich Adolf Sch. begründeten Familienarchivs zur Erforschung der eigenen Geschichte, die Herausgabe genealogischer Schriften (u. a. „Stammtafeln der Nachkommen von Johannes Sch.”, 1907, sowie „Nachrichtenblatt der Familie Sch.”, 1939-62) und die Veranstaltung von Familientagen.
Durch Gottfried Sch. (1718-1764) und seine aus Worms stammende Ehefrau Catharina Sibylle, geb. Allmacher (1713-1765), bekam die Familie das Wappen des Pelikans; ein früheres Familienwappen zeigte drei Pfeile.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 258f., verfasst von: Sabine Hock.
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Lexika:
Über Alexander Scharff (1892-1950), Ägyptologe, in: Kürschner: Gel. 1954, Sp. 2726 (Nekr.).
Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender. Hg. v. Joseph Kürschner u. a. Bio-bibliographisches Verzeichnis deutschsprachiger Wissenschaftler der Gegenwart. München 1927-2003.
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Richel, S. 504.
Richel, Arthur: Katalog der Abteilung Fft. [der Ffter Stadtbibliothek]. Bd. 2: Literatur zur Familien- und Personengeschichte. Ffm. 1929.
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Einträge, u. a. zum Schärfengäßchen und Schärfensaal, in: Schrotzenberger, S. 214.
Schrotzenberger, Robert: Francofurtensia. Aufzeichnungen zur Geschichte von Ffm. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Ffm. 1884.
Literatur:
Zu Röschen Scharff (1806-1841), Tochter des Bankiers Friedrich Scharff (1776-1858) und dessen Ehefrau Meline, geb. Willemer (1788-1872): Andreae (Hg.): Stammbuch der Marianne v. Willemer 2006, Bl. 22, S. 72f.; Bl. 42, S. 128-131.
Das Stammbuch der Marianne von Willemer. Hg. v. Kurt Andreae unter Mitarb. v. Marianne Küffner. Kunsthistorische Bearbeitung: Gerhard Kölsch. Ffm./Leipzig 2006.
Battonn: Oertliche Beschreibung 2 (1863), S. 264 („Scharfesaal“).
Battonn, Johann Georg: Oertliche Beschreibung der Stadt Ffm. Hg. v. Verein für Geschichte und Alterthumskunde zu Ffm. durch L[udwig] H[einrich] Euler. 7 Hefte (in 3 Bden.). Ffm. 1861-75.
Bund: Stadtarchiv 1986, S. 191, 200, 222.
Bund, Konrad: 1436 – 1986. 550 Jahre Stadtarchiv Ffm. Eine Kurzübersicht über seine Bestände. Ffm. 1986. (Mitteilungen aus dem Ffter Stadtarchiv 3).
Dietz: Handelsgesch. IV.1, S. 268f.
Dietz, Alexander: Ffter Handelsgeschichte. 4 Bde. Ffm. 1910-25, Neudr. 1970-74.
Stammbaum der Familie Scharff. In: Ffter Bll. f. Familiengesch. 3 (1910), H. 9, S. 134-137.
Ffter Blätter für Familiengeschichte. Hg. v. Karl Kiefer. 7 Jahrgänge. Ffm. 1908-14.
Stammtafeln Scharff 1907.
Stammtafeln der Nachkommen von Johannes Scharff. Ffm. 1907.
Quellen:
ISG, S2/10.989.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Nachlass von Hermann Schmidt-Scharff: ISG, S1/259; dazu Rep. 605 (Findbuch von Maria Jocher, 1985).
ISG, Bestand Nachlässe (S1).
10 herausragende Vertreter der Familie in Ffm.
Scharff, Alexander
Scharff, Constantin Alexander. Geheimer Kommerzienrat. Handelsmann. Stadtpolitiker.
* 30.3.1816 Ffm., † 18.2.1900 Ffm.
Sohn von Gottfried Sch. und dessen Ehefrau Maria Victoria Auguste (Doris), geb. Wagner (1788-1819). Bruder von Friedrich Adolf Sch.
Schüler der Musterschule und des Ffter Gymnasiums. Kaufmännische Lehre bei „Bernus & Co.” in Ffm. Erste kaufmännische Tätigkeit in Paris und Leeds. Seit 1839 Teilhaber der Seidenwarenfirma „Alexander Gontard & Sohn” am Roßmarkt (später in der Schillerstraße 4) in Ffm. 1892 Ausscheiden aus dem Geschäft und Ruhestand. Im selben Jahr musste die Firma „Alexander Gontard & Sohn” nach dem Tod des letzten Namensträgers Gontard aufgrund ihres Gesellschaftsvertrags den Namen löschen und liquidieren, und Sch.s Söhne Gottfried Friedrich (1845-1918) und Bernhard Julius gründeten eine neue Firma („Gebrüder Sch.”) in der Schillerstraße, der der Vater noch als stiller Teilhaber und Prokurist angehörte.
1848 als „Weißfederbusch” zum Wachdienst verpflichtet. 1850, 1852, 1857 und von 1860 bis 1866 Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung. Von 1862 bis 1866 Mitglied der Ständigen Bürgerrepräsentation. 1866/67 war Sch. als Deputierter der Gesetzgebenden Versammlung an den Regressverhandlungen mit Preußen in Berlin beteiligt und starken Anfeindungen ausgesetzt, weil die Verhandlungen nicht die erhoffte Wiedererlangung der Unabhängigkeit für Ffm. mit sich brachten. Nach 1866 Mitglied und Wahlkandidat (1878) der Nationalliberalen Partei.
Von 1846 bis 1848 Vorstandsmitglied, 1851 Vorstandsvorsitzender der Ffter Sparkasse (Polytechnische Gesellschaft). Seit 1854 Mitglied im Höheren Bankausschuss der im selben Jahr gegründeten Ffter Bank, seit 1875 als deren Vizepräsident und schließlich von 1872 bis 1889 als deren Präsident. Von 1854 bis 1861 Mitglied der Handelskammer, seit 1857 als deren Subsenior, dann seit 1858 als deren Senior. Seit 1858 Mitglied, von 1874 bis 1895 Vorsitzender des Aufsichtsrats zunächst der „Ffter Actien-Gesellschaft für landwirthschaftlich-chemische Fabrikate“ in Griesheim/Main, dann der 1863 daraus hervorgegangenen Chemischen Fabrik Griesheim (später: Chemische Fabrik Griesheim-Elektron). 1859 Mitglied des Komitees für den in Ffm. tagenden „2. Kongress deutscher Volkswirte”. 1861 und 1864 Mitglied der Gewerbekommission. Vorsitzender des 1869 gegründeten „Comités zur Herstellung der Vogelsberger Quellwasserleitung”, dann der daraus entstandenen „Ffter Quellwasserleitungs-Gesellschaft”, die 1873 ihre erste Trinkwasserleitung nach Ffm. eröffnen konnte und 1878 in städtische Hand überging. Preußischer Handelsrichter (1879-85). Stellvertretender Vorsitzender, dann von 1888 bis 1896 Vorsitzender, schließlich bis 1897 wieder stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat der Ffter Gasgesellschaft. Seit 1883 Gewerke (Anteilseigner) und zeitweise (1883-87) Vorsitzender im Grubenvorstand der zusammen mit Ludwig Baist u. a. errichteten Gewerkschaft „Vereinigte Stockheimer Steinkohlenwerke“ in Stockheim/Oberfranken.
Kronenorden IV. Klasse.
Vater von Victoire Marie Auguste Sch. (1842-1926), die durch ihre Heirat mit dem Kaufmann Carl Adolf Schmidt (1833-1889) den Zweig der Familie Schmidt-Sch. begründete (Namensführung genehmigt durch Dekret der Königlichen Regierung vom 16.10.1886).
„Constantin Alexander Sch. (...). Ein Lebensbild zur Gedächtnisfeier seines 100jährigen Geburtstages” (1916), verfasst von seinem Enkel Friedrich Wolfgang Schmidt(-Sch.).
In Anerkennung der Verdienste Sch.s um die Vogelsberger Quellwasserleitung erhielt eine Quelle im Spessart, die südlichste, den Namen „Quelle Alexander Sch.”.
Schüler der Musterschule und des Ffter Gymnasiums. Kaufmännische Lehre bei „Bernus & Co.” in Ffm. Erste kaufmännische Tätigkeit in Paris und Leeds. Seit 1839 Teilhaber der Seidenwarenfirma „Alexander Gontard & Sohn” am Roßmarkt (später in der Schillerstraße 4) in Ffm. 1892 Ausscheiden aus dem Geschäft und Ruhestand. Im selben Jahr musste die Firma „Alexander Gontard & Sohn” nach dem Tod des letzten Namensträgers Gontard aufgrund ihres Gesellschaftsvertrags den Namen löschen und liquidieren, und Sch.s Söhne Gottfried Friedrich (1845-1918) und Bernhard Julius gründeten eine neue Firma („Gebrüder Sch.”) in der Schillerstraße, der der Vater noch als stiller Teilhaber und Prokurist angehörte.
1848 als „Weißfederbusch” zum Wachdienst verpflichtet. 1850, 1852, 1857 und von 1860 bis 1866 Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung. Von 1862 bis 1866 Mitglied der Ständigen Bürgerrepräsentation. 1866/67 war Sch. als Deputierter der Gesetzgebenden Versammlung an den Regressverhandlungen mit Preußen in Berlin beteiligt und starken Anfeindungen ausgesetzt, weil die Verhandlungen nicht die erhoffte Wiedererlangung der Unabhängigkeit für Ffm. mit sich brachten. Nach 1866 Mitglied und Wahlkandidat (1878) der Nationalliberalen Partei.
Von 1846 bis 1848 Vorstandsmitglied, 1851 Vorstandsvorsitzender der Ffter Sparkasse (Polytechnische Gesellschaft). Seit 1854 Mitglied im Höheren Bankausschuss der im selben Jahr gegründeten Ffter Bank, seit 1875 als deren Vizepräsident und schließlich von 1872 bis 1889 als deren Präsident. Von 1854 bis 1861 Mitglied der Handelskammer, seit 1857 als deren Subsenior, dann seit 1858 als deren Senior. Seit 1858 Mitglied, von 1874 bis 1895 Vorsitzender des Aufsichtsrats zunächst der „Ffter Actien-Gesellschaft für landwirthschaftlich-chemische Fabrikate“ in Griesheim/Main, dann der 1863 daraus hervorgegangenen Chemischen Fabrik Griesheim (später: Chemische Fabrik Griesheim-Elektron). 1859 Mitglied des Komitees für den in Ffm. tagenden „2. Kongress deutscher Volkswirte”. 1861 und 1864 Mitglied der Gewerbekommission. Vorsitzender des 1869 gegründeten „Comités zur Herstellung der Vogelsberger Quellwasserleitung”, dann der daraus entstandenen „Ffter Quellwasserleitungs-Gesellschaft”, die 1873 ihre erste Trinkwasserleitung nach Ffm. eröffnen konnte und 1878 in städtische Hand überging. Preußischer Handelsrichter (1879-85). Stellvertretender Vorsitzender, dann von 1888 bis 1896 Vorsitzender, schließlich bis 1897 wieder stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat der Ffter Gasgesellschaft. Seit 1883 Gewerke (Anteilseigner) und zeitweise (1883-87) Vorsitzender im Grubenvorstand der zusammen mit Ludwig Baist u. a. errichteten Gewerkschaft „Vereinigte Stockheimer Steinkohlenwerke“ in Stockheim/Oberfranken.
Kronenorden IV. Klasse.
Vater von Victoire Marie Auguste Sch. (1842-1926), die durch ihre Heirat mit dem Kaufmann Carl Adolf Schmidt (1833-1889) den Zweig der Familie Schmidt-Sch. begründete (Namensführung genehmigt durch Dekret der Königlichen Regierung vom 16.10.1886).
„Constantin Alexander Sch. (...). Ein Lebensbild zur Gedächtnisfeier seines 100jährigen Geburtstages” (1916), verfasst von seinem Enkel Friedrich Wolfgang Schmidt(-Sch.).
In Anerkennung der Verdienste Sch.s um die Vogelsberger Quellwasserleitung erhielt eine Quelle im Spessart, die südlichste, den Namen „Quelle Alexander Sch.”.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 259, verfasst von: Sabine Hock.
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Literatur:
Über den Sohn Gottfried Friedrich Scharff (1845-1918): Schmidt-Scharff, Wolfgang: Die Philipp Heinrich Fleck’sche Stiftung. In: AFGK IV, 2 (1929), S. 147-181, hier S. 178f.
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Gesch. d. Handelskammer 1908, S. 1074.
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Über den Sohn Gottfried Friedrich Scharff (1845-1918): Gesch. d. Handelskammer 1908, S. 1067.
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Schmidt-Scharff: Constantin Alexander Scharff 1916.
Quellen:
Mitteilungen von Berthold Schwämmlein, Stockheim, aufgrund von Recherchen im Staatsarchiv Bamberg, 11. 12. 2019.
GND: 1199585947 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Scharff, Alexander. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1012.
Stand des Artikels: 22.2.1995
Scharff, August
Scharff, Julius August. Appellationsgerichtsrat. Dr. jur. Advokat. Stadtpolitiker.
* 2.7.1812 Ffm., † 31.5.1876 Ffm.
Sohn von Johann Martin Sch. und dessen Ehefrau Antonetta Luise (auch: Louisa), geb. Sch. (1783-1827).
Studium in Bonn und Heidelberg (1830-35). Seit 1859 Appellationsgerichtsrat.
Von 1844 bis 1859 Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung, und zwar von 1850 bis 1851 als Mitglied in deren Sekretariat sowie 1857 als deren Vizepräsident. Mitglied der Verfassunggebenden Versammlung von 1849.
Studium in Bonn und Heidelberg (1830-35). Seit 1859 Appellationsgerichtsrat.
Von 1844 bis 1859 Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung, und zwar von 1850 bis 1851 als Mitglied in deren Sekretariat sowie 1857 als deren Vizepräsident. Mitglied der Verfassunggebenden Versammlung von 1849.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 259f., verfasst von: Sabine Hock.
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Literatur:
Schmidt-Scharff, Wolfgang: Die Philipp Heinrich Fleck’sche Stiftung. In: AFGK IV, 2 (1929), S. 147-181, hier S. 176f.
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Scharff, August. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1013.
Stand des Artikels: 22.2.1995
Scharff, Friedrich
Scharff, Friedrich Adolf, gen. Fritz. Dr. jur. Advokat. Schriftsteller. Lokalhistoriker. Mineraloge.
* 8.11.1812 Ffm., † 19.11.1881 Ffm.
Sohn von Gottfried Sch. und dessen Ehefrau Maria Victoria Auguste (Doris), geb. Wagner (1788-1819). Bruder von Constantin Alexander Sch.
Studium in Bonn und Heidelberg (1830-35).
Sch. machte 1866 Vorschläge zur Gründung eines Historischen Museums in Ffm., wie sie von Cornill, Donner-von Richter und Passavant seit 1869 verwirklicht wurden.
Verfasser lokalhistorischer Schriften, teilweise als Beiträge für das „Archiv für Fft.s Geschichte und Kunst”, u. a. „Die Niederländische und die Französische Gemeinde in Ffm.” (1862), „Die Straßen der Frankenfurt” (1865), „Das Recht in der hohen Mark (...)” (1865), „Die deutsche Schrift im Mittelalter (...)” (1866), „Gränzen und Eintheilung des Ffter Stadtwaldes” (1868), „Das Recht in der Dreieich (...)” (1868) und „Die Grafschaft Bornheimerberg” (1872).
Begründer des Sch.’schen Familienarchivs.
Studium in Bonn und Heidelberg (1830-35).
Sch. machte 1866 Vorschläge zur Gründung eines Historischen Museums in Ffm., wie sie von Cornill, Donner-von Richter und Passavant seit 1869 verwirklicht wurden.
Verfasser lokalhistorischer Schriften, teilweise als Beiträge für das „Archiv für Fft.s Geschichte und Kunst”, u. a. „Die Niederländische und die Französische Gemeinde in Ffm.” (1862), „Die Straßen der Frankenfurt” (1865), „Das Recht in der hohen Mark (...)” (1865), „Die deutsche Schrift im Mittelalter (...)” (1866), „Gränzen und Eintheilung des Ffter Stadtwaldes” (1868), „Das Recht in der Dreieich (...)” (1868) und „Die Grafschaft Bornheimerberg” (1872).
Begründer des Sch.’schen Familienarchivs.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 260, verfasst von: Sabine Hock.
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Lexika:
Schrotzenberger, S. 214.
Literatur:
Bericht d. SNG 1881/82, S. 263.
GND: 117117595 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Scharff, Friedrich. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1014.
Stand des Artikels: 22.2.1995
Scharff, Gottfried
Scharff, Gottfried. Kaufmann. Stadtpolitiker.
* 5.6.1782 Ffm., † 20.4.1855 Ffm.
Sohn des Handelsmanns Johann Valentin Gottfried Sch. (1752-1800) und dessen Ehefrau Anna Maria, gen. Ami, geb. Stein (1759-1826). Bruder von Johann Martin Sch. und Johann Philipp Sch.(-Böcking). Vater von Friedrich Adolf und Constantin Alexander Sch.
Erste Schuljahre in Ffm. Besuch der Lateinschule in Wertheim. Eintritt als Lehrling in die väterliche Eisenwarenhandlung. Nach dem frühen Tod des Vaters wurde der 17-jährige Sch. auf Antrag der Mutter für mündig erklärt und war zunächst vor allem als Handlungsreisender für die Firma tätig.
Unter Dalberg Municipalrat. Deputierter bei den Lazaretten auf der Pfingstweide (1812-14). 1815 Deputierter der Ffter Bürgerschaft auf dem Wiener Kongress, wo er Anteil daran hatte, dass Ffm. seine Selbstständigkeit als Freie Stadt zurückerhielt. Seit 1816 Senator, seit 1831 Schöffe (bis 1855). Von 1817 bis 1827 Mitglied des Engeren Rats. Von 1817 bis 1818, 1821, 1825, von 1828 bis 1829, von 1832 bis 1839 sowie 1848 Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung. 1817 Senatsdeputierter zu Getreideeinkäufen in Bremen und den Niederlanden. 1818 Senatsdeputierter auf dem Kongress in Aachen. 1822, 1826 und 1830 Jüngerer Bürgermeister. 1835 Senatsdeputierter bei den Zollvereinsverhandlungen in Berlin. 1840, 1842, 1844 und 1846 Älterer Bürgermeister. Im Senat vornehmlich mit dem Forstwesen, dem Stiftungswesen und der Stadtkämmerei befasst. Kriegszeugherr des Senats. Als Befürworter des Eisenbahnbaus machte sich Sch. um die Errichtung der Main-Neckar- und der Main-Weser-Bahn verdient. 1844/45 Senatsdeputierter bei den Verhandlungen über die Main-Weser-Eisenbahn in Kassel, wo er auch Jacob und Wilhelm Grimm kennenlernte. Bekanntschaft mit Ernst Moritz Arndt, der bei seinen Ffter Aufenthalten in Sch.s Haus verkehrte.
Gedenkschrift „Über das Leben und Wirken von Gottfried Sch. (...), zur Gedächtnisfeier seines hundertjährigen Geburtstags” (1882), verfasst von seinen Söhnen Johann Eduard (1814-1892) und Constantin Alexander Sch.
Erste Schuljahre in Ffm. Besuch der Lateinschule in Wertheim. Eintritt als Lehrling in die väterliche Eisenwarenhandlung. Nach dem frühen Tod des Vaters wurde der 17-jährige Sch. auf Antrag der Mutter für mündig erklärt und war zunächst vor allem als Handlungsreisender für die Firma tätig.
Unter Dalberg Municipalrat. Deputierter bei den Lazaretten auf der Pfingstweide (1812-14). 1815 Deputierter der Ffter Bürgerschaft auf dem Wiener Kongress, wo er Anteil daran hatte, dass Ffm. seine Selbstständigkeit als Freie Stadt zurückerhielt. Seit 1816 Senator, seit 1831 Schöffe (bis 1855). Von 1817 bis 1827 Mitglied des Engeren Rats. Von 1817 bis 1818, 1821, 1825, von 1828 bis 1829, von 1832 bis 1839 sowie 1848 Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung. 1817 Senatsdeputierter zu Getreideeinkäufen in Bremen und den Niederlanden. 1818 Senatsdeputierter auf dem Kongress in Aachen. 1822, 1826 und 1830 Jüngerer Bürgermeister. 1835 Senatsdeputierter bei den Zollvereinsverhandlungen in Berlin. 1840, 1842, 1844 und 1846 Älterer Bürgermeister. Im Senat vornehmlich mit dem Forstwesen, dem Stiftungswesen und der Stadtkämmerei befasst. Kriegszeugherr des Senats. Als Befürworter des Eisenbahnbaus machte sich Sch. um die Errichtung der Main-Neckar- und der Main-Weser-Bahn verdient. 1844/45 Senatsdeputierter bei den Verhandlungen über die Main-Weser-Eisenbahn in Kassel, wo er auch Jacob und Wilhelm Grimm kennenlernte. Bekanntschaft mit Ernst Moritz Arndt, der bei seinen Ffter Aufenthalten in Sch.s Haus verkehrte.
Gedenkschrift „Über das Leben und Wirken von Gottfried Sch. (...), zur Gedächtnisfeier seines hundertjährigen Geburtstags” (1882), verfasst von seinen Söhnen Johann Eduard (1814-1892) und Constantin Alexander Sch.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 260, verfasst von: Sabine Hock.
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Literatur:
Scharff: Über das Leben u. Wirken von Gottfried Scharff 1882.
GND: 119962537X ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Scharff, Gottfried. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1015.
Stand des Artikels: 22.2.1995
Scharff, Julius
Scharff, Bernhard Julius, gen. Jule. Kaufmann.
* 3.1.1859 Ffm., † 17.6.1936 Pforzheim.
Sohn von Constantin Alexander Sch. und dessen Ehefrau Mariane (auch: Marianne) Amalie, gen. Victoire, geb. Majer(-Gontard) (1817-1864).
Schulzeit in Ffm. Kaufmännische Ausbildung. Eintritt in die Chemische Fabrik Griesheim, dort seit 1883 Prokurist. Seit 1888 Vorstandsmitglied der Chemischen Fabrik Griesheim. In der Nachfolge der bis dahin von seinem Vater mitgeführten und nun liquidierten Seidenwarenhandlung „Alexander Gontard & Sohn” gründete (1892) und leitete Sch. dann zusammen mit seinem Bruder Gottfried Friedrich (1845-1918) die Firma „Gebrüder Sch.” in der Schillerstraße. Seit 1893 Mitglied im Aufsichtsrat der Chemischen Fabrik Griesheim-Elektron, später als dessen stellvertretender Vorsitzender. Von 1926 bis 1936 Mitglied im Aufsichtsrat der IG Farbenindustrie AG.
Verheiratet (seit 1884) mit Caroline Constantia (auch: Constanze) Victoria (auch: Victorie), gen. Line, Sch., geb. Fellner (1860-1946), einer Tochter von Carl Fellner, dem letzten Bürgermeister der Freien Stadt Ffm. Vater des in Berlin und Halle, seit 1932 in München tätigen Ägyptologen Prof. Dr. phil. Constantin Alexander, gen. Lexel, Sch. (1892-1950).
Schulzeit in Ffm. Kaufmännische Ausbildung. Eintritt in die Chemische Fabrik Griesheim, dort seit 1883 Prokurist. Seit 1888 Vorstandsmitglied der Chemischen Fabrik Griesheim. In der Nachfolge der bis dahin von seinem Vater mitgeführten und nun liquidierten Seidenwarenhandlung „Alexander Gontard & Sohn” gründete (1892) und leitete Sch. dann zusammen mit seinem Bruder Gottfried Friedrich (1845-1918) die Firma „Gebrüder Sch.” in der Schillerstraße. Seit 1893 Mitglied im Aufsichtsrat der Chemischen Fabrik Griesheim-Elektron, später als dessen stellvertretender Vorsitzender. Von 1926 bis 1936 Mitglied im Aufsichtsrat der IG Farbenindustrie AG.
Verheiratet (seit 1884) mit Caroline Constantia (auch: Constanze) Victoria (auch: Victorie), gen. Line, Sch., geb. Fellner (1860-1946), einer Tochter von Carl Fellner, dem letzten Bürgermeister der Freien Stadt Ffm. Vater des in Berlin und Halle, seit 1932 in München tätigen Ägyptologen Prof. Dr. phil. Constantin Alexander, gen. Lexel, Sch. (1892-1950).
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 260f., verfasst von: Sabine Hock.
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Lexika:
Heine: IG Farben, S. 236f.
Literatur:
Über den Bruder Gottfried Friedrich Scharff (1845-1918): Schmidt-Scharff, Wolfgang: Die Philipp Heinrich Fleck’sche Stiftung. In: AFGK IV, 2 (1929), S. 147-181, hier S. 178f.
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Über den Bruder Gottfried Friedrich Scharff (1845-1918): Gesch. d. Handelskammer 1908, S. 1074.
Quellen:
Eintrag der Heirat mit Caroline Constantia Victoria Fellner, 24. 6. 1884: ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbuch, Bestand STA 11/110: Standesamt Ffm. I, Heiratsurkunde 1884/I/650 (Bd. 2, Bl. 300).
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ISG, S2/4. 788.
GND: 1237424283 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Scharff, Julius. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1016.
Stand des Artikels: 22.2.1995
Scharff, Martin
Scharff, Johann Martin. Handelsmann. Stadtpolitiker.
* 13.1.1784 Ffm., † 7.5.1860 Ffm.
Sohn des Handelsmanns Johann Valentin Gottfried Sch. (1752-1800) und dessen Ehefrau Anna Maria, gen. Ami, geb. Stein (1759-1826). Bruder von Gottfried Sch. und Johann Philipp Sch.(-Böcking). Vater von Julius August Sch.
Von 1819 bis 1858 Mitglied der Ständigen Bürgerrepräsentation, seit 1852 als deren Senior. 1821 und von 1824 bis 1851 Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung, und zwar von 1841 bis 1842, von 1844 bis 1848 sowie 1851 als deren Vizepräsident.
Seit 1809 Mitglied im Pflegamt des Waisenhauses, von 1812 bis 1852 als dessen Senior.
Wegen seiner besonderen Verdienste um den Neubau des Waisenhauses zierte sein (mit einer Abbildung des neuen Waisenhauses im Hintergrund versehenes) Porträt das dortige Sitzungszimmer.
Von 1819 bis 1858 Mitglied der Ständigen Bürgerrepräsentation, seit 1852 als deren Senior. 1821 und von 1824 bis 1851 Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung, und zwar von 1841 bis 1842, von 1844 bis 1848 sowie 1851 als deren Vizepräsident.
Seit 1809 Mitglied im Pflegamt des Waisenhauses, von 1812 bis 1852 als dessen Senior.
Wegen seiner besonderen Verdienste um den Neubau des Waisenhauses zierte sein (mit einer Abbildung des neuen Waisenhauses im Hintergrund versehenes) Porträt das dortige Sitzungszimmer.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 261, verfasst von: Sabine Hock.
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Lexika:
Schrotzenberger, S. 287.
Quellen:
ISG, S2/10. 414.
GND: 1199120391 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Scharff, Martin. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1017.
Stand des Artikels: 22.2.1995
Scharff, Philipp
Scharff, Johann Philipp. Gastwirt und Weinhändler.
* 20.8.1716 Ffm., † 8.3.1771 Ffm.
Sohn des Küchenmeisters und Speisewirts Johannes Sch. (1673-1732) und dessen zweiter Ehefrau Susanna Magdalena, geb. Lemmé (1692-1754).
An das von seinem Vater 1707 erworbene Haus Spangenberg am Liebfrauenberg baute Sch. den „Sch.ensaal” (auch: Scherffensaal) an, der im ausgehenden 18. Jahrhundert einer der bedeutendsten Ffter Konzert- und Veranstaltungsorte wurde und in dem 1763 der siebenjährige Mozart musizierte.
An den „Sch.ensaal” erinnert bis heute das an seiner Stelle gelegene „Schärfengäßchen”.
An das von seinem Vater 1707 erworbene Haus Spangenberg am Liebfrauenberg baute Sch. den „Sch.ensaal” (auch: Scherffensaal) an, der im ausgehenden 18. Jahrhundert einer der bedeutendsten Ffter Konzert- und Veranstaltungsorte wurde und in dem 1763 der siebenjährige Mozart musizierte.
An den „Sch.ensaal” erinnert bis heute das an seiner Stelle gelegene „Schärfengäßchen”.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 261, verfasst von: Sabine Hock.
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Lexika:
Über Schärfengäßchen und Schärfensaal: Schrotzenberger, S. 214.
Literatur:
Battonn: Oertliche Beschreibung 2 (1863), S. 264 („Scharfesaal“).
GND: 1237423759 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Scharff, Philipp. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1018.
Stand des Artikels: 22.2.1995
Scharff(-Böcking), Philipp
Scharff(-Böcking), Johann Philipp. Handelsmann. Stadtpolitiker.
* 30.1.1790 Ffm., † 16.1.1861 Ffm.
Sohn von Johann Valentin Gottfried Sch. (1752-1800) und dessen Ehefrau Anna Maria, gen. Ami, geb. Stein (1759-1826). Bruder von Gottfried und Johann Martin Sch.
1847 Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung.
Galt als uneigennütziger Bürger. So machte er sich u. a. um Heizung und Beleuchtung der lutherischen Kirchen verdient.
1847 Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung.
Galt als uneigennütziger Bürger. So machte er sich u. a. um Heizung und Beleuchtung der lutherischen Kirchen verdient.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 261, verfasst von: Sabine Hock.
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Lexika:
Schrotzenberger, S. 214.
GND: 1199584924 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Scharff(-Böcking), Philipp. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1019.
Stand des Artikels: 22.2.1995
Schmidt-Scharff, Hermann
Schmidt-Scharff, Friedrich Eugen Hermann. Architekt.
* 14.10.1904 Ffm., † 1.11.1984.
Sohn von Friedrich Wolfgang Schmidt(-Sch.) und dessen Ehefrau Helene Luise Amalie Henriette, geb. Manskopf (1880-1960), einer Schwester des Musikaliensammlers Friedrich Nicolas Manskopf.
Schüler des Goethe-Gymnasiums. Studium an Kunstgewerbeschule und Kunstakademie. Banklehre. Architekturstudium an der Technischen Hochschule Darmstadt. Tätigkeit als Architekt, unterbrochen durch Kriegsdienst, Verwundung und Gefangenschaft im Zweiten Weltkrieg.
Familienforscher und Verwalter des (Schmidt-)Sch.’schen und Manskopf’schen Familienarchivs.
Aus seinem Nachlass kam dieses Familienarchiv 1985 als Depositum in das Ffter Stadtarchiv, das jetzige ISG.
Schüler des Goethe-Gymnasiums. Studium an Kunstgewerbeschule und Kunstakademie. Banklehre. Architekturstudium an der Technischen Hochschule Darmstadt. Tätigkeit als Architekt, unterbrochen durch Kriegsdienst, Verwundung und Gefangenschaft im Zweiten Weltkrieg.
Familienforscher und Verwalter des (Schmidt-)Sch.’schen und Manskopf’schen Familienarchivs.
Aus seinem Nachlass kam dieses Familienarchiv 1985 als Depositum in das Ffter Stadtarchiv, das jetzige ISG.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 261, verfasst von: Sabine Hock.
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Quellen:
Nachlass: ISG, S1/259; dazu Rep. 605 (Findbuch von Maria Jocher, 1985).
GND: 139625542 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Schmidt-Scharff, Hermann. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1020.
Stand des Artikels: 22.2.1995
Schmidt(-Scharff), Wolfgang
Schmidt(-Scharff), Friedrich Wolfgang. Justizrat. Dr. jur. Rechtsanwalt. Lokalhistoriker.
* 17.10.1869 Ffm., † 18.1.1954 Ffm.
Sohn des Kaufmanns Carl Adolf Schmidt (1833-1889) und dessen Ehefrau Victoire Marie Auguste, geb. Scharff (1842-1926), einer Tochter von Constantin Alexander Scharff, die seit 1886 den Namen Schmidt-Scharff führten. Vater von Friedrich Eugen Hermann Schmidt-Scharff.
Schüler des Ffter Gymnasiums. Schulkamerad von Rudolf Presber. Studium in Bonn, Berlin und Göttingen. Weitere juristische Ausbildung in Rüdesheim, Ffm. und Altona. Seit 1895 Rechtsanwalt in Ffm. Seit 1914 Justizrat. Reserveoffizier. Kriegsdienst (1914-17), zuletzt als Major der Reserve, ausgezeichnet u. a. mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse.
Nach Ausbombung (1944; vgl. sein Manuskript „Unser Haus Hochstraße 10 in Ffm. Geschichte seines 109jährigen Bestehens”) und Evakuierung bei seiner Tochter Irene, verh. Müller-Schönau (* 1916), auf dem Rittergut Camitz bei Torgau kehrte Sch.-Sch. nach Ffm. zurück und arbeitete hier wieder als Rechtsanwalt und Notar.
Vorstandsmitglied des Nationalliberalen Vereins. 1900 Kandidat der Nationalliberalen bei der Stadtverordnetenwahl. Die nationalliberale Reichstagskandidatur für Ffm. 1903 zog Sch.-Sch. aus gesundheitlichen Gründen zurück. Nach 1919 Vorstandsmitglied der Deutschen Volkspartei.
Armenpfleger (seit 1902). Konsulent des Ffter Frauenvereins und des Versorgungshauses. Rechtsgelehrter Administrator der Fleck’schen Stiftung. Seit der Ila 1909 engagierte sich Sch.-Sch. zunehmend für die Luftfahrt, u. a. als Vorstandsmitglied des Ffter Luftschiffahrtsvereins und als Rechtsberater der Rhön-Rossitten-Gesellschaft.
Vorsitzender des Vereins für das Historische Museum. Vorstandsmitglied der Ffter Sparkasse von 1822 sowie des Ffter Vereins für Geschichte und Landeskunde. Mitglied im Verwaltungsausschuss des Freien Deutschen Hochstifts.
Gründer (1924) der „Wolfgang und Henriette Schmidt-Scharff’schen Familienstiftung” zur Unterstützung notleidender Familienmitglieder.
Verfasser zahlreicher Abhandlungen zur Ffter Geschichte sowie zur eigenen Familiengeschichte, u. a. „Die Wallservitut in Ffm.” (1894), „Geschichte des Ffter Frauenvereins 1813-1913” (1913), „Das Versorgungshaus in Ffm. 1816-1924” (1924), „Die Philipp Heinrich Fleck’sche Stiftung” (1929), „Johann Georg Leerse. Ein Ffter Kaufmann im 18. Jahrhundert” (1931) und „Eine Verteidigung vor dem französischen Kriegsgericht in Ffm. im Jahre 1920” (1942).
Autobiographische Schriften, u. a. „Erinnerungen aus Fft.s Vergangenheit 1866-1945” (Manuskript, 1945).
Schüler des Ffter Gymnasiums. Schulkamerad von Rudolf Presber. Studium in Bonn, Berlin und Göttingen. Weitere juristische Ausbildung in Rüdesheim, Ffm. und Altona. Seit 1895 Rechtsanwalt in Ffm. Seit 1914 Justizrat. Reserveoffizier. Kriegsdienst (1914-17), zuletzt als Major der Reserve, ausgezeichnet u. a. mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse.
Nach Ausbombung (1944; vgl. sein Manuskript „Unser Haus Hochstraße 10 in Ffm. Geschichte seines 109jährigen Bestehens”) und Evakuierung bei seiner Tochter Irene, verh. Müller-Schönau (* 1916), auf dem Rittergut Camitz bei Torgau kehrte Sch.-Sch. nach Ffm. zurück und arbeitete hier wieder als Rechtsanwalt und Notar.
Vorstandsmitglied des Nationalliberalen Vereins. 1900 Kandidat der Nationalliberalen bei der Stadtverordnetenwahl. Die nationalliberale Reichstagskandidatur für Ffm. 1903 zog Sch.-Sch. aus gesundheitlichen Gründen zurück. Nach 1919 Vorstandsmitglied der Deutschen Volkspartei.
Armenpfleger (seit 1902). Konsulent des Ffter Frauenvereins und des Versorgungshauses. Rechtsgelehrter Administrator der Fleck’schen Stiftung. Seit der Ila 1909 engagierte sich Sch.-Sch. zunehmend für die Luftfahrt, u. a. als Vorstandsmitglied des Ffter Luftschiffahrtsvereins und als Rechtsberater der Rhön-Rossitten-Gesellschaft.
Vorsitzender des Vereins für das Historische Museum. Vorstandsmitglied der Ffter Sparkasse von 1822 sowie des Ffter Vereins für Geschichte und Landeskunde. Mitglied im Verwaltungsausschuss des Freien Deutschen Hochstifts.
Gründer (1924) der „Wolfgang und Henriette Schmidt-Scharff’schen Familienstiftung” zur Unterstützung notleidender Familienmitglieder.
Verfasser zahlreicher Abhandlungen zur Ffter Geschichte sowie zur eigenen Familiengeschichte, u. a. „Die Wallservitut in Ffm.” (1894), „Geschichte des Ffter Frauenvereins 1813-1913” (1913), „Das Versorgungshaus in Ffm. 1816-1924” (1924), „Die Philipp Heinrich Fleck’sche Stiftung” (1929), „Johann Georg Leerse. Ein Ffter Kaufmann im 18. Jahrhundert” (1931) und „Eine Verteidigung vor dem französischen Kriegsgericht in Ffm. im Jahre 1920” (1942).
Autobiographische Schriften, u. a. „Erinnerungen aus Fft.s Vergangenheit 1866-1945” (Manuskript, 1945).
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 261f., verfasst von: Sabine Hock.
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Literatur:
Schmidt-Scharff, Wolfgang: Die Philipp Heinrich Fleck’sche Stiftung. In: AFGK IV, 2 (1929), S. 147-181, hier S. 179.
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Schmidt-Scharff: Oberprima B 1919, S. 24-28.
GND: 117511242 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Schmidt(-Scharff), Wolfgang. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1021.
Stand des Artikels: 22.2.1995
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Scharff, Familie. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1011.
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Stand des Artikels: 22.2.1995