Arndt, Ernst Moritz. Prof. Dichter und Historiker.
* 26.12.1769 (Garz-)Groß Schoritz/Rügen, † 29.1.1860 Bonn.
A. kam im Januar 1814 im Gefolge des Freiherrn vom Stein nach Ffm., wo er sich fast ein Jahr lang aufhielt. Er wohnte zunächst bei der Familie Gontard, später beim Buchhändler Eichenberg. Während seines Ffter Aufenthalts war A. als Schriftsteller tätig und verfasste Flugschriften und Artikel für die Presse, u. a. für das „Neue Bürgerblatt“. Außerdem arbeitete er auf Veranlassung des Freiherrn vom Stein einen Entwurf für die Verfassung der Freien Stadt Ffm. aus. 1818 ließ A. in Ffm. erstmals eine Sammlung seiner Gedichte erscheinen.
Im April 1844 war A. erneut vorübergehend in Ffm. ansässig; er wohnte damals im Haus der Witwe von Günderrode an der Großen Gallusgasse Lit. E 13.
1848 kam A. als Mitglied der Deutschen Nationalversammlung in der Paulskirche nach Ffm. Er war als Vertreter der Stadt Solingen gewählt worden und schloss sich der Partei Gagerns an. In einer Rede am 19.5.1848, also kurz nach Eröffnung der Nationalversammlung, prägte A. den Ausspruch, dass er sich wie „ein gutes altes deutsches Gewissen“ fühle. Auf diese Rede hin sprach ihm die Versammlung für seine Bemühungen um die Schaffung der deutschen Einheit den Dank der Nation aus. Nach dem endgültigen Scheitern der „kleindeutschen Lösung“ schied A. am 30.5.1849 gemeinsam mit Gagern aus der Nationalversammlung aus.
A. äußert sich in seiner Selbstdarstellung „Erinnerungen aus dem äußeren Leben“ (1840) und in „Meine Wanderungen und Wandelungen mit dem Reichsfreiherrn vom Stein“ (1858) über seine Aufenthalte in Ffm. 1849 gab A. unter dem Titel „Blätter der Erinnerung meistens um und aus der Paulskirche“ eine Sammlung von Erinnerungsblättern, Albumversen u. ä., um die er 1848/49 in Ffm. gebeten worden war, heraus.
A.straße im Westend. Von 1914 bis 1995 A.schule, zuletzt eine Grund- und Hauptschule, in Rödelheim.
Im April 1844 war A. erneut vorübergehend in Ffm. ansässig; er wohnte damals im Haus der Witwe von Günderrode an der Großen Gallusgasse Lit. E 13.
1848 kam A. als Mitglied der Deutschen Nationalversammlung in der Paulskirche nach Ffm. Er war als Vertreter der Stadt Solingen gewählt worden und schloss sich der Partei Gagerns an. In einer Rede am 19.5.1848, also kurz nach Eröffnung der Nationalversammlung, prägte A. den Ausspruch, dass er sich wie „ein gutes altes deutsches Gewissen“ fühle. Auf diese Rede hin sprach ihm die Versammlung für seine Bemühungen um die Schaffung der deutschen Einheit den Dank der Nation aus. Nach dem endgültigen Scheitern der „kleindeutschen Lösung“ schied A. am 30.5.1849 gemeinsam mit Gagern aus der Nationalversammlung aus.
A. äußert sich in seiner Selbstdarstellung „Erinnerungen aus dem äußeren Leben“ (1840) und in „Meine Wanderungen und Wandelungen mit dem Reichsfreiherrn vom Stein“ (1858) über seine Aufenthalte in Ffm. 1849 gab A. unter dem Titel „Blätter der Erinnerung meistens um und aus der Paulskirche“ eine Sammlung von Erinnerungsblättern, Albumversen u. ä., um die er 1848/49 in Ffm. gebeten worden war, heraus.
A.straße im Westend. Von 1914 bis 1995 A.schule, zuletzt eine Grund- und Hauptschule, in Rödelheim.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 28, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Berliner Biogr. Lex., S. 17.
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Hellmuth Rößler in: NDB 1 (1953), S. 358-360.
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Schrotzenberger, S. 9.
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Wahlig: Straßennamen, S. 21.
Literatur:
Horne: Denkmäler 1904, S. 10f.
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Maier, Gregor: Der Feldberg als Erinnerungsort. In: Mitt. d. Vereins f. Geschichte u. Landeskunde Bad Homburg 63 (2014), S. 49-67, hier S. 57f., 61.
Quellen:
ISG, S2/9.
GND: 118504118 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Arndt, Ernst Moritz. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/657.
Stand des Artikels: 17.7.1986