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Fleischbein (von Kleeberg), Familie

Ffter Patrizierfamilie.

Fleischbein (von Kleeberg), Familie.
Seit 25.3.1639 geadelt: von Fleischbein. Seit 23.11.1665: Fleischbein von Kleeberg.
1588 kam Philipp Ludwig F. als erster Angehöriger der in Babenhausen ansässigen Beamtenfamilie nach Ffm. Er wurde durch Heirat in die Gesellschaft Frauenstein aufgenommen, der dann alle seine Nachfahren angehörten, und begründete das Ffter Handelshaus der Familie F., das Tuch-, Spezereien- und Materialwarenhandel sowie Geschäfte in Wechseln, Kommission und Spedition betrieb. Unter seinen Söhnen wurde das Geschäft in engem Zusammenhang mit Venedig fortgeführt. Während der Bürgerunruhen zu Beginn des 17. Jahrhunderts gewann die Familie F. an politischem Einfluss und konnte mit Philipp Ludwig F. 1612 ins Stadtregiment einziehen. Den Angehörigen der wohlhabenderen, jedoch ursprünglich nicht adeligen Gesellschaft Frauenstein gelang es, durch Tatkraft und geschickte Wirtschaftspolitik dem bisher vorherrschenden Patriziat der Alten-Limpurger erfolgreich Widerpart zu leisten. Allein die Familie F. (v. K.) stellte in den folgenden vier Generationen (1616-1738) 19 Personen, die Ratsherren, Schöffen bzw. Bürgermeister in Ffm. waren, und hielt damit die politische Macht in der Stadt fest in der Hand. Dadurch zog sie aber auch Hass und Neid der aristokratisch-konservativen Alten-Limpurger auf sich, die sich nunmehr von den Frauensteinern und insbesondere von den F. (v. K.) abzusetzen versuchten. Obwohl den F. (v. K.) seit der Verheiratung von Johann Philipp F. (v. K.) mit der Tochter eines Alten-Limpurgers die Aufnahme in die Gesellschaft zustand und dessen Sohn, seit 1672 ebenfalls mit einer Alten-Limpurgerin verheiratet, gar einen Prozess um die Rezeption führte (ab 1679), glückte die Aufnahme erst 1755, als diese Gesellschaft schon erheblich an Bedeutung verloren hatte; der rezipierte Johann Daniel F. v. K. (1721-1774) sollte allerdings auch der einzige Alten-Limpurger aus der Familie bleiben. Im 18. Jahrhundert waren die F. v. K. noch immer sehr angesehen und vermögend, doch war auch ihre politische Bedeutung geschwunden. 1824 starb die Familie mit Johann Maximilian F. v. K. (1769-1824) aus. Sie war verschwägert mit den bedeutenden Ffter Familien Barckhaus, Baur von Eysseneck, Bender von Bienenthal, von den Birghden, Glauburg, Günderrode, Holzhausen, Hynsperg, Lersner, Seiffart (von Klettenberg), Stalburg, Steffan von Cronstetten u. a.
F.’sche Stiftung für Studierende, gegründet am 2.11.1634 durch Johann Ludwig F. (1594-1634).
Kupferstichporträts der meisten männlichen Familienmitglieder sind erhalten.
Gräber der Familie in der St. Katharinenkirche.
Kleebergstraße im Nordend.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 208, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika:
Schrotzenberger, S. 69.
Schrotzenberger, Robert: Francofurtensia. Aufzeichnungen zur Geschichte von Ffm. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Ffm. 1884.
Literatur:
Dietz: Handelsgesch. IV.1, S. 33-37.
Dietz, Alexander: Ffter Handelsgeschichte. 4 Bde. Ffm. 1910-25, Neudr. 1970-74.
Friederichs, Heinz F.: Die Sippe und Amt in der Reichsstadt Fft. 1. Die Frauenstein-Sippe Fleischbein. In: Familie u. Volk 5 (1956), H. 3, S. 99-103; H. 4, S. 146-150; H. 5, S. 180-183.
Familie und Volk. Zeitschrift für Genealogie und Bevölkerungskunde. Organ der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Genealogischer Verbände u. der Abteilung Genealogie und Heraldik im Gesamtverein der Deutschen Geschichts- und Altertumsvereine. Jahrgänge 1/2 bis 9/10 (= Bde. 1-5). Neustadt/Aisch u. a. 1952/53-1960/61.
Kiefer, Karl: Stammbaum der Familie Fleischbein (Fleischbein von Kleeberg). In: Ffter Bll. f. Familiengesch. 2 (1909), H. 1, S. [8f.], 13.
Ffter Blätter für Familiengeschichte. Hg. v. Karl Kiefer. 7 Jahrgänge. Ffm. 1908-14.
Quellen: ISG, S2/3.467 (Familie Fleischbein von Kleeberg).
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Sterbeeintrag von Johann Maximilian Fleischbein von Kleeberg, gest. am 24.2.1824 in Ffm.: ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Toten-/Sterbebuch 54 (1824), S. 105, Nr. 195.
ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Toten-/Sterbebücher (Beerdigungs- bzw. Sterbebücher), Ffm., 1565-1850 bzw. 1851-1989.

8 herausragende Vertreter der Familie in Ffm.

Fleischbein, Caspar Philipp (von)

Fleischbein, Caspar Philipp (seit 1639: von). Handelsmann. Stadtpolitiker. ~ 9.1.1592 Ffm., ▭ 2.6.1647 Ffm.
Sohn von Philipp Ludwig F. und dessen Ehefrau Catharina, geb. Kirchner (1568-1635). Bruder von Johann Philipp F. (von Kleeberg). Verheiratet mit Anna Maria (von) F., geb. Helmuth (auch: Hellmuth; 1597-1675). Vater von Philipp Nikolaus (von) F.
Seit 1609 Studium in Gießen und Jena. F. übernahm nach dem Tod des Vaters 1618 dessen Handelsunternehmen, mit dem er in den ersten Jahren des Dreißigjährigen Kriegs sehr erfolgreich war. Zusammen mit seinen Brüdern in Nürnberg und Venedig baute er eine große Handelsgesellschaft auf, die sich durch Kriegslieferungen aller Art und diplomatische Geschäfte hervortat.
1628 auf Frauenstein rezipiert. Mit Unterstützung der Patriziergesellschaft, vor allem seines Schwagers Johann Martin Baur von Eysseneck, gelangte F. 1628 in den Rat der Stadt. 1634 Jüngerer Bürgermeister. Seit 1636 Schöffe. 1643 Älterer Bürgermeister. Auch nach seiner Erhebung in den Adelsstand 1639 betrachteten ihn die Alten-Limpurger als Emporkömmling und brachten ihm nur Missgunst entgegen.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 208, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Literatur: Lenz: Leichenpredigten in Bibliotheken u. Archiven d. Vogelsbergregion 1987, S. 65.
Lenz, Rudolf u. a.: Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trauerschriften in Bibliotheken und Archiven der Vogelsbergregion. Marburg 1987. (Marburger Personalschriften-Forschungen, Bd. 9).
Quellen: ISG, S2/1. 341; darin: Wappen.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Internet: Ffter Patriziat, 22.3.2023.
Das Ffter Patriziat, Internetseiten mit Informationen (u. a. einer genealogischen Datenbank) zum Ffter Patriziat, bearb. v. Andreas Hansert, Projektträger: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Ffm.
https://frankfurter-patriziat.de/node/86157

GND: 129457523 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Fleischbein, Caspar Philipp (von). In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2598.


Stand des Artikels: 11.5.1988

Fleischbein, Philipp Ludwig

Fleischbein, Philipp Ludwig. Handelsmann. Stadtpolitiker. * 1564 Babenhausen, † 25.10.1618 Ffm.
Sohn von Philipp F. († 1593), Gräflichem Rentmeister von Babenhausen, und dessen Ehefrau Martha, geb. Flad(t) von Obernburg († 1570). Verheiratet mit Catharina F., geb. Kirchner (1568-1635), der Tochter des Frauensteiners Hans Kirchner († 1567/68). Vater von Caspar Philipp (von) F. und Johann Philipp F. (von Kleeberg). Schwiegervater von Johann Martin Baur von Eysseneck, der seit 1616 mit F.s Tochter Catharina, verw. Fischer (1590-1666), verheiratet war.
Studium in Altdorf. Zweijähriger Aufenthalt in Italien. F. kam 1588 als erster Angehöriger der in Babenhausen lebenden Beamtenfamilie nach Ffm. Seit 8.1.1589 Ffter Bürger. 1589 auf Frauenstein rezipiert. Betrieb eine Handlung in Spezereien und wurde sehr angesehen und vermögend.
Während des Fettmilch-Aufstands wurde F. in den revolutionären Bürgerausschuss der 18er gewählt. Dann seit 1612 Ratsherr und Schöffe. F. setzte sich mit seinen gemäßigten Ansichten gegen radikale Strömungen durch und bot auch den überheblichen Patriziern der Ersten Bank die Stirn, so dass er 1616 als erster Nicht-Alten-Limpurger das Amt des Älteren Bürgermeisters erhielt.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 208f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Lersner 2. 2, S. 144.
Lersner, Achilles August von: Chronica. 2 Bde. Ffm. 1706/34.
Internet: Ffter Patriziat, 23.3.2023.
Das Ffter Patriziat, Internetseiten mit Informationen (u. a. einer genealogischen Datenbank) zum Ffter Patriziat, bearb. v. Andreas Hansert, Projektträger: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Ffm.
https://frankfurter-patriziat.de/node/86151
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Fleischbein, Philipp Ludwig. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2599.


Stand des Artikels: 11.5.1988

Fleischbein, Philipp Nikolaus (von)

Fleischbein, Philipp Nikolaus (auch: Nicolaus; seit 1639: von). Dr. jur. Jurist. Stadtpolitiker. * 6.3.1637 Ffm., † 24.3.1698 Ffm.
Jüngster Sohn von Caspar Philipp (von) F. und dessen Ehefrau Anna Maria, geb. Helmuth (auch: Hellmuth; 1597-1675). Verheiratet mit Anna Catharina, geb. Weissel († 1697). Neun Kinder.
Seit 1664 Advokat in Ffm. 1670 Oberamtmann der Grafen zu Solms-Lich.
Seit 1683 Ratsherr. 1690 Jüngerer Bürgermeister. Seit 1693 Schöffe.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 209, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Quellen: ISG, S2/3. 979; darin: Leichenpredigt.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Internet: Ffter Patriziat, 23.3.2023.
Das Ffter Patriziat, Internetseiten mit Informationen (u. a. einer genealogischen Datenbank) zum Ffter Patriziat, bearb. v. Andreas Hansert, Projektträger: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Ffm.
https://frankfurter-patriziat.de/node/86180

GND: 129002062 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Fleischbein, Philipp Nikolaus (von). In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2600.


Stand des Artikels: 11.5.1988

Fleischbein von Kleeberg, Johann Daniel (1666-1728)

Fleischbein von Kleeberg, Johann Daniel. Jurist. Stadtpolitiker. * 29.6.1666 Ffm., † 1.9.1728 Ffm.
Ältester Sohn von Philipp Wilhelm F. (v. K.) und dessen Ehefrau Marie (auch: Maria) Salome, geb. Weitz (1647-1693). Verheiratet (seit 1692) mit Rebecca F. v. K., geb. Barckhausen (1661-1731). Ein Sohn: Philipp Wilhelm F. v. K. (1693-1766).
Seit 1684 Studium der Rechte in Altdorf. Seit 1691 Ffter Bürger und Mitglied der Gesellschaft Frauenstein.
Von 1698 bis 1701 Pfleger des Kastenamts. Seit 1706 Ratsherr. 1716 Jüngerer Bürgermeister. Seit 1721 Schöffe. 1728 Älterer Bürgermeister. F. v. K. starb im Amt des Älteren Bürgermeisters.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 209, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Literatur: Atzert, Walter: Grabplattenfunde in der St. Katharinenkirche zu Ffm. im Jahre 1966. In: AFGK 55 (1976), S. 81-100, hier S. 97-99.
Archiv für Fft.s Geschichte und Kunst. Bisher 78 Bde. Ffm. 1839-2019.
Quellen: ISG, S2/5. 422.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Internet: Ffter Patriziat, 23.3.2023.
Das Ffter Patriziat, Internetseiten mit Informationen (u. a. einer genealogischen Datenbank) zum Ffter Patriziat, bearb. v. Andreas Hansert, Projektträger: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Ffm.
https://frankfurter-patriziat.de/node/86237

GND: 1033814415 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Fleischbein von Kleeberg, Johann Daniel (1666-1728). In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2601.


Stand des Artikels: 11.5.1988

Fleischbein von Kleeberg, Johann Daniel (1715-1787)

Fleischbein von Kleeberg, Johann Daniel, gen. d. J. Wirklicher Kaiserlicher Rat. Handelsmann. Stadtpolitiker. ~ 21.10.1715 Ffm., ▭ 2.9.1787 Ffm.
Sohn von Philipp Wilhelm F. v. K. (1671-1745) und dessen Ehefrau Maria Christina, geb. von Lersner (1685-1729). Verheiratet in erster Ehe (seit 1744) mit Susanne Catharina F. v. K., geb. F. v. K. (1710-1766), in zweiter Ehe (seit 1768) mit Maria Eleonora F. v. K., geb. Baur von Eysseneck (1736-1806). Drei Kinder aus erster Ehe, zwei Söhne aus zweiter Ehe.
Mitglied der Patriziergesellschaft Frauenstein.
Seit 1770 Ratsherr und Schöffe. 1780 Älterer Bürgermeister. Letzter Namensträger der Familie im Amt des Bürgermeisters.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 209, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Internet: Ffter Patriziat, 22.3.2023.
Das Ffter Patriziat, Internetseiten mit Informationen (u. a. einer genealogischen Datenbank) zum Ffter Patriziat, bearb. v. Andreas Hansert, Projektträger: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Ffm.
https://frankfurter-patriziat.de/node/86260
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Fleischbein von Kleeberg, Johann Daniel (1715-1787). In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2602.


Stand des Artikels: 11.5.1988

Fleischbein (von Kleeberg), Johann Philipp (1601-1671)

Fleischbein (von Kleeberg), Johann Philipp, gen. d. Ä. Seit 1639: von F.; seit 1665: F. v. K. Kaufmann. Stadtpolitiker. ~ 27.10.1601 Ffm., ▭ 24.5.1671 Ffm.
Sohn von Philipp Ludwig F. und dessen Ehefrau Catharina, geb. Kirchner (1568-1635). Bruder von Caspar Philipp (von) F. Vater von Johann Philipp F. (v. K.) d. J. und Philipp Wilhelm F. (v. K.).
Kaufmännische Ausbildung in Genf und Lyon. Seit 1619 als Angestellter der Seidenhandlung „Gebrüder Otti“ in Venedig. 1622 gründete F. dort in engem Zusammenhang mit seinen Brüdern in Ffm. und Nürnberg eine Handelsgesellschaft in Tuchen, Spezereien und Wechseln. Er vertrat in Venedig die Interessen aller deutschen Kaufleute und wurde daraufhin 1630 zum deutschen Konsul und von der Republik Venedig zum Providitore ernannt. 1636 Rückkehr nach Ffm. und Aufnahme in die Patriziergesellschaft Frauenstein; er führte jedoch seine Geschäfte in Venedig mit Hilfe von Angestellten und später von seinen Söhnen fort. Am 15.8.1636 Heirat mit Anna Maria Margarethe Orth (1620-1679), der Tochter des an der Pest verstorbenen Bürgermeisters und Alten-Limpurgers Jeremias Orth (1577-1635). Dennoch Missgunst der Alten-Limpurger, so dass F. nicht in diese Patriziergesellschaft aufgenommen wurde.
Nach dem Tod seines Bruders Caspar Philipp (von) F. wurde F. 1649 in den Rat der Stadt gewählt und gewann dort bald so großen Einfluss, dass er 1652 Vorsitzender einer fünfköpfigen Kommission zur Beratung einer neuen Kaufmannsordnung wurde. Als einziger Kaufmann und Frauensteiner in diesem Gremium wusste er sich trotzdem zu behaupten. Er empfahl als Vorbild die Marktordnung von Bozen, die er selbst studiert hatte, und holte Gutachten weiterer Handelsstädte ein. 1666 konnte nach 14-jähriger Beratung die „Neue Ordnung in Wechsel- und Kaufmannsgeschäften“ vorgelegt werden, die fortan das wichtigste zivilrechtliche Gesetz der Stadt war. 1659 Jüngerer Bürgermeister. Seit 1663 Schöffe. 1670 Älterer Bürgermeister.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 209, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Literatur: Atzert, Walter: Grabplattenfunde in der St. Katharinenkirche zu Ffm. im Jahre 1966. In: AFGK 55 (1976), S. 81-100, hier S. 97.
Archiv für Fft.s Geschichte und Kunst. Bisher 78 Bde. Ffm. 1839-2019.
Internet: Ffter Patriziat, 23.3.2023.
Das Ffter Patriziat, Internetseiten mit Informationen (u. a. einer genealogischen Datenbank) zum Ffter Patriziat, bearb. v. Andreas Hansert, Projektträger: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Ffm.
https://frankfurter-patriziat.de/node/86162

GND: 121781240 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Fleischbein (von Kleeberg), Johann Philipp (1601-1671). In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2603.


Stand des Artikels: 11.5.1988

Fleischbein (von Kleeberg), Johann Philipp (1637-1691)

Fleischbein (von Kleeberg), Johann Philipp, gen. d. J. Seit 1639: von F.; seit 1665: F. v. K. Handelsmann. Stadtpolitiker. * 18.8.1637 Ffm., † 8.4.1691 Ffm.
Sohn von Johann Philipp F. (v. K.) d. Ä. und dessen Ehefrau Anna Maria Margarethe, geb. Orth (1620-1679). Bruder von Philipp Wilhelm F. (v. K.).
Von 1649 bis 1670 führte F. die Handelsniederlassung (Tuche, Spezereien, Wechselgeschäfte) in Venedig im Sinne seines Vaters fort. Nach dessen Tod 1671 Rückkehr nach Ffm. Seit 1672 Frauensteiner und Ratsherr. Im selben Jahr Heirat mit Susanna Catharina von Stalburg (1656-1730), der Tochter des Alten-Limpurgers Daniel von Stalburg (1617-1688). F. v. K.s 1679 gestellter Antrag auf Aufnahme in Alten-Limpurg wurde dennoch abgelehnt. Er führte daraufhin einen langjährigen, letztlich erfolglosen Prozess um die Rezeption. 1682 wollte eine kaiserliche Kommission, offenbar auf Betreiben Alten-Limpurgs, gegen F. v. K.s Handelsgesellschaft wegen angeblicher Devisenschiebung vorgehen. Die Gesellschaft Frauenstein und die gesamte Ffter Kaufmannschaft unterstützten F. v. K. jedoch so stark, dass die Kommission ihre Untersuchung nach zwei Jahren ergebnislos abbrechen musste.
1680 Jüngerer Bürgermeister. Seit 1680 Schöffe.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 209f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Quellen: ISG, S2/3. 980; darin: Leichenpredigt von Johann Daniel Arcularius (in Auszügen).
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Internet: Ffter Patriziat, 23.3.2023.
Das Ffter Patriziat, Internetseiten mit Informationen (u. a. einer genealogischen Datenbank) zum Ffter Patriziat, bearb. v. Andreas Hansert, Projektträger: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Ffm.
https://frankfurter-patriziat.de/node/86228

GND: 120752034 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Fleischbein (von Kleeberg), Johann Philipp (1637-1691). In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2604.


Stand des Artikels: 11.5.1988

Fleischbein (von Kleeberg), Philipp Wilhelm

Fleischbein (von Kleeberg), Philipp Wilhelm. Ursprüngl.: von F.; seit 1665: F. v. K. Handelsmann. Stadtpolitiker. Mäzen. * 19.7.1643 Ffm., † 19.6.1705 Ffm.
Sohn von Johann Philipp F. (v. K.) d. Ä. und dessen Ehefrau Anna Maria Margarethe, geb. Orth (1620-1679). Bruder von Johann Philipp F. (v. K.) d. J. Vater von Johann Daniel F. v. K. d. Ä.
Seit 1660 Studium der Rechte in Altdorf. Seit 1662 Reisen durch Holland, England und Italien. 1664 Rückkehr nach Ffm. 1665 Heirat mit Marie (auch: Maria) Salome Weitz (1647-1693), der Tochter des Frauensteiners Johann Daniel Weitz (1609-1678), Gasthalter „Zum Viehhof“, und Aufnahme in die Patriziergesellschaft Frauenstein. Erbauer des F.’schen Hauses in der Großen Eschenheimer Gasse Lit. D 163 (später: Große Eschenheimer Straße 43; 1679).
Nach dem Tod des Bruders (1691) Aufnahme in den Rat. 1697 Jüngerer Bürgermeister. Seit 1698 Schöffe.
Freund und Förderer aller Musen. Mitglied des älteren Musikalischen Collegs.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 210, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Literatur: Atzert, Walter: Grabplattenfunde in der St. Katharinenkirche zu Ffm. im Jahre 1966. In: AFGK 55 (1976), S. 81-100, hier S. 96f.
Archiv für Fft.s Geschichte und Kunst. Bisher 78 Bde. Ffm. 1839-2019.
| Valentin: Musik 1906, S. 202-204.
Valentin, Caroline: Geschichte der Musik in Ffm. vom Anfange des XIV. bis zum Anfange des XVIII. Jahrhunderts. Ffm. 1906.
Quellen: ISG, S2/13. 030.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Internet: Ffter Patriziat, 23.3.2023.
Das Ffter Patriziat, Internetseiten mit Informationen (u. a. einer genealogischen Datenbank) zum Ffter Patriziat, bearb. v. Andreas Hansert, Projektträger: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Ffm.
https://frankfurter-patriziat.de/node/86229

GND: 142641154 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Fleischbein (von Kleeberg), Philipp Wilhelm. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2605.


Stand des Artikels: 11.5.1988


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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Fleischbein (von Kleeberg), Familie. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2606.

Die Autorenangabe bezieht sich auf den Artikel über die Familie. Die Angaben zu Autoren der hier ebenfalls dargestellten Personenartikel finden Sie, indem Sie auf die Namen der einzelnen Personen klicken.


Stand des Artikels: 11.5.1988

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Projektleitung: Sabine Hock
Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
Datenbankprogrammierung: Andreas Bombel
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Bildnachweis für die Kopfleiste (v. l. n. r.): Hamman von Holzhausen (Hans Happ nach Conrad Faber von Creuznach/UB Ffm.), Arthur Schopenhauer (ISG), Friedrich Stoltze (ISG), Johann Wolfgang Goethe (Johann Heinrich Lips/FDH-FGM), Max Beckmann (ISG), Bertha Pappenheim (ISG), Eduard Rüppell (Pompeo Marchesi/Archiv der SGN als Dauerleihgabe im HMF/Foto: Sven Tränkner), Paul Ehrlich (ISG), Christian Egenolff (Johann Friedrich Schmidt nach dem Monogrammisten „M“/ISG), Karl der Große (Andreas Artur Hoferick nach Karl Eduard Wendelstadt/Foto: Wolfgang Faust), Franz Adickes (ISG), Liesel Christ (hr-Archiv/Foto: Kurt Bethke), Ernst May (ISG), Georg Philipp Telemann (Valentin Daniel Preisler nach Ludwig Michael Schneider/ISG).

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