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Hynsperg, Familie von

Ffter Patrizierfamilie.

Wappen der Familie von Hynsperg

Wappen der Familie von Hynsperg
Aus dem Wappenbuch der Ganerbschaft Alten-Limpurg von 1622.
Foto: Frank Plate.

© Adelige Ganerbschaft des Hauses Alten-Limpurg / Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Ffm.

Hynsperg, Familie von.
Ursprüngl. Name: Hindesperg, Hensperg. Auch: Hinsperg, Hinsberg, Hynsberg, Hintzberg.
1458 kam Carl von H. (auch: Hensperg; † 1472) aus Kaiserslautern nach Ffm., wo er durch seine Heirat mit Guda von Heringen († 1500) in die Patriziergesellschaft Alten-Limpurg aufgenommen (1459) und Bürger wurde (13.1.1460). Die Familie von H. gehörte fortan zum städtischen Patriziat und stellte bis ins 18. Jahrhundert hinein Ratsherren und Schöffen. Im Mannesstamm erlosch die Familie in Ffm. mit Johann Hector von H. (1708-1770), der – wie zahlreiche seiner Vorfahren – an einer Geisteskrankheit litt, weshalb er im Armenhaus starb.
Eine gemalte Tafel vom Epitaph des Ehepaars Carl von H. und Guda von Heringen mit einer Darstellung der 14 Nothelfer sowie der beiden Stifterwappen (von Nikolaus Schit, um 1495/1500) aus der Dominikanerkirche ist im HMF überliefert.
Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, errichtet von Justina Catharina Steffan von Cronstetten durch ihr Testament von 1753 zum Andenken an ihre Familie, insbesondere an ihre Eltern Johann Adolph Steffan von Cronstetten und Maria Catharina Steffan von Cronstetten, geb. von H. (1648-1736).
H.straße im Nordend.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 365f., verfasst von: Sabine Hock (redigierte Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon).

Lexika:
Körner/Hansert: Ffter Patrizier 2003, S. 229-237.
Körner, Hans: Ffter Patrizier. Historisch-Genealogisches Handbuch der Adeligen Ganerbschaft des Hauses Alten-Limpurg zu Ffm. Neubearb. u. fortgesetzt durch Andreas Hansert. Neustadt/Aisch 2003.
| Müller: Stiftungen 1958, S. 38.
Müller, Bruno: Stiftungen für Ffm. Ffm. 1958.
| Richel, S. 275.
Richel, Arthur: Katalog der Abteilung Fft. [der Ffter Stadtbibliothek]. Bd. 2: Literatur zur Familien- und Personengeschichte. Ffm. 1929.
| Schrotzenberger, S. 117.
Schrotzenberger, Robert: Francofurtensia. Aufzeichnungen zur Geschichte von Ffm. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Ffm. 1884.
| Wahlig: Straßennamen, S. 77.
Wahlig, Kurt: Das Ffter Straßennamen-Büchlein. Ffm. 1963, 2. Aufl. 1981.
Literatur:
Brinkmann, Bodo: Nikolaus Schit. Die Vierzehn Nothelfer. Epitaph des Karl von Hynsperg und der Guda von Heringen. In: Brinkmann/Kemperdick: Dt. Gemälde im Städel 1500-50, S. 449-456 (m. Farbabb. 384 auf S. 451).
Brinkmann, Bodo/Kemperdick, Stephan: Deutsche Gemälde im Städel 1500-1550. Mainz 2005. (Kataloge der Gemälde im Städelschen Kunstinstitut Ffm. 5).
Kriegk, G. L.: Die Patrizier-Familien Steffan von Cronstetten und von Hynsperg. In: Ffter Bll. f. Familiengesch. 4 (1911), H. 6, S. 81-85.
Ffter Blätter für Familiengeschichte. Hg. v. Karl Kiefer. 7 Jahrgänge. Ffm. 1908-14.
Stammtafel in: Froning: Ffter Chroniken des Mittelalters 1884, S. 423.
Ffter Chroniken und annalistische Aufzeichnungen des Mittelalters. Bearb. v. Richard Froning. Ffm. 1884. (Quellen zur Ffter Geschichte 1).
Hansert: Justina Catharina Steffan von Cronstetten 2016.
Hansert, Andreas: Justina Catharina Steffan von Cronstetten (1677-1766). Patrizierin – Pietistin – Stifterin. Ffm. [Copyright 2016]. („Mäzene, Stifter, Stadtkultur“, Schriften der Ffter Bürgerstiftung, hg. v. Clemens Greve, Bd. 13).
Lerner: Alten-Limpurg 1952, S. 157.
Lerner, Franz: Die Ffter Patriziergesellschaft Alten-Limpurg und ihre Stiftungen. Ffm. 1952.
Prinz: Gemälde d. HMF 1957, S. 38f.
Gemälde des Historischen Museums Ffm. Hg. zum Jahrestag des hundertjährigen Bestehens der Städtischen Gemäldesammlung im Historischen Museum. Bearb. v. Wolfram Prinz. Ffm. 1957.
Schedl: Tafelmalerei d. Spätgotik am südl. Mittelrhein 2016, S. 281-284; S. 519-521, Kat. 58, Farbabb. 109.
Schedl, Michaela: Tafelmalerei der Spätgotik am südlichen Mittelrhein. Mainz 2016. (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte 135).
Quellen: ISG, S2/5.566 (Achilles von Hynsperg).
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Internet:
Ffter Patriziat, 10.9.2016.
Das Ffter Patriziat, Internetseiten mit Informationen (u. a. einer genealogischen Datenbank) zum Ffter Patriziat, bearb. v. Andreas Hansert, Projektträger: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Ffm.
| Mittelalterl. Retabel in Hessen, 21.2.2018.
Mittelalterliche Retabel in Hessen, Objektdokumentation zum Forschungsprojekt der Philipps-Universität Marburg, der Goethe-Universität Ffm. und der Universität Osnabrück, gefördert von der DFG, 2011-15.
GND: 1189711451 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

1 herausragende Vertreter der Familie in Ffm.

Hynsperg, Wigand von

Wigand von Hynsperg

Wigand von Hynsperg
Reliefbildnis auf seiner Grabplatte (um 1512) in der Kirche von Kloster Eberbach.

© Stiftung Kloster Eberbach, Eltville im Rheingau.

Hynsperg (auch: Hensperg, Hengszberger, Heinsberg), Wigand von. ▭ † 5.9.1511 Mainz, begraben in Kloster Eberbach/Rheingau.
Sohn von Carl von H. (auch: Hensperg; † 1472) und dessen Ehefrau Guda, geb. von Heringen († 1500).
Wigand von H. neigte zur Leichtlebigkeit und Kriminalität. 1495 beklagte sich seine Mutter Guda, dass er ihr Geld gestohlen habe. Als ein Schlosser daraufhin Wigands Lade aufbrechen sollte, um das genommene Geld herauszuholen, habe Wigand diesen massiv bedroht. Guda von H. bat daher, den Sohn in Haft zu nehmen. Wegen seines unsteten Lebenswandels bedachte die Mutter ihn in ihrem Testament nur mit dem Nießbrauch einer bestimmten Summe aus ihrem Vermögen. 1499, noch vor Gudas Tod, verließ Wigand die Stadt Ffm. und lebte später (1508) als Bürger in Mainz. 1502 heiratete er, nachdem er sich früher eine Konkubine gehalten hatte, ein Mädchen niederen Standes. Aus der Ffter Patriziergesellschaft Alten-Limpurg wurde er wegen Nichtzahlung des Stubenzinses 1503 ausgeschlossen.
Wigand wurde vor dem Allerheiligenaltar in der Kirche von Kloster Eberbach/Rheingau bestattet. Sein sandsteinernes Grabmal (um 1512), das ihn als einen gottesfürchtigen Menschen zeigt, befindet sich heute in der Margarethenkapelle, einer der Südkapellen der Klosterkirche. Die (verlorene) Inschrift wies Wigand als Wohltäter der Abtei aus, der er und seine Frau eine hohe Geldstiftung für seine Jahrgedächtnisfeier überlassen hatten. Das Epitaph galt lange als bedeutendes und weitgehend eigenhändiges Werk von Hans Backoffen; diese Zuschreibung ist mittlerweile umstritten. In der früheren Literatur wurde es fälschlich als „Eselweckgrabmal“ bezeichnet.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 366, verfasst von: Sabine Hock (redigierte Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon).

Lexika: Körner/Hansert: Ffter Patrizier 2003, S. 233f.
Körner, Hans: Ffter Patrizier. Historisch-Genealogisches Handbuch der Adeligen Ganerbschaft des Hauses Alten-Limpurg zu Ffm. Neubearb. u. fortgesetzt durch Andreas Hansert. Neustadt/Aisch 2003.
| Richel, S. 275.
Richel, Arthur: Katalog der Abteilung Fft. [der Ffter Stadtbibliothek]. Bd. 2: Literatur zur Familien- und Personengeschichte. Ffm. 1929.
Literatur: Simon, Karl: Das sogenannte Eselweckgrabmal von Hans Backofen. In: Monatshefte f. Kunstwiss. 12 (1919), Nr. 10/11, S. 283-285.
Monatshefte für Kunstwissenschaft. 15 Jahrgänge. Leipzig 1908-22.
| Monsees: Grabmäler im Kloster Eberbach 2009, S. 68f., Nr. 39.
Monsees, Yvonne: Grabmäler im Kloster Eberbach. Ein Rundgang. Hg. v. Freundeskreis Kloster Eberbach e. V. Eltville 2009.
Quellen: ISG, S2/2. 808.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Internet: Ffter Patriziat, 12.9.2016.
Das Ffter Patriziat, Internetseiten mit Informationen (u. a. einer genealogischen Datenbank) zum Ffter Patriziat, bearb. v. Andreas Hansert, Projektträger: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Ffm.
https://frankfurter-patriziat.de/node/88602
| LAGIS Hessen, 21.2.2018.
Landesgeschichtliches Informationssystem (LAGIS) Hessen, Hg.: Hessisches Institut für Landesgeschichte (ehemals Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde), Marburg.
https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/gdm/id/1967
Hinweis: Eintrag zu Themen > Grabdenkmäler > Wigand von Heinsberg 1511, Eberbach.

GND: 1189710730 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Hynsperg, Wigand von. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/4112.


Stand des Artikels: 21.2.2018
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 09.2016
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. September 2016.

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Hynsperg, Familie von. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/4111.

Die Autorenangabe bezieht sich auf den Artikel über die Familie. Die Angaben zu Autoren der hier ebenfalls dargestellten Personenartikel finden Sie, indem Sie auf die Namen der einzelnen Personen klicken.


Stand des Artikels: 21.2.2018
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 9.2016
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. September 2016.
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Ein Projekt der Frankfurter Bürgerstiftung

Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Stiftung Niederländische Gemeinde Augsburger Confession

Kooperationspartner: Frankfurter Historische Kommission
Projektleitung: Sabine Hock
Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
Datenbankprogrammierung: Andreas Bombel
Gestaltung: Anja Müller-Ries

Bildnachweis für die Kopfleiste (v. l. n. r.): Hamman von Holzhausen (Hans Happ nach Conrad Faber von Creuznach/UB Ffm.), Arthur Schopenhauer (ISG), Friedrich Stoltze (ISG), Johann Wolfgang Goethe (Johann Heinrich Lips/FDH-FGM), Max Beckmann (ISG), Bertha Pappenheim (ISG), Eduard Rüppell (Pompeo Marchesi/Archiv der SGN als Dauerleihgabe im HMF/Foto: Sven Tränkner), Paul Ehrlich (ISG), Christian Egenolff (Johann Friedrich Schmidt nach dem Monogrammisten „M“/ISG), Karl der Große (Andreas Artur Hoferick nach Karl Eduard Wendelstadt/Foto: Wolfgang Faust), Franz Adickes (ISG), Liesel Christ (hr-Archiv/Foto: Kurt Bethke), Ernst May (ISG), Georg Philipp Telemann (Valentin Daniel Preisler nach Ludwig Michael Schneider/ISG).

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