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Eissenhardt, Johann

Eissenhardt, Johannes Kaspar, gen. Johann. Prof. Reproduktionskupferstecher und Maler. * 8.11.1824 Ffm., † 11.10.1896 Ffm.
Von 1839 bis 1846 Schüler am Städelschen Kunstinstitut unter Schäffer. Gehörte zum Kreis um Steinle und Veit. Beeinflusst von seinem Schwager Angilbert Göbel. 1857 Kupferstecher für Papiergeld in Darmstadt. Von 1863 bis 1869 Kupferstecher für Staatspapiere und Papiergeld in St. Petersburg. Dann wieder in Ffm. Von 1873 bis 1882 Atelier im Städel, wo E. von 1882 bis 1889 auch als Lehrer tätig war. Von 1889 bis 1891 erneut in St. Petersburg. Seit 1891 als freischaffender Künstler und Lehrer wieder in Ffm. ansässig.
Zu E.s grafischem Werk, das sich zum größten Teil im Städel befindet, gehören u. a. Radierungen nach Bildern von Burger, Schütz, Schwind, Steinle, Veit u. a. sowie Porträts von Jügel, M. C. von Rothschild, Rüppell, Spohr, Steinle und Veit. Ffter Ansichten nach Burger und Schütz. E. veröffentlichte „12 Blätter nach einer Auswahl der zur Verlosung 1856 bestimmten Ölgemälde“ für den Ffter Kunstverein (mit vier Fortsetzungen von je sechs Blättern bis 1862), „Die Städelsche Galerie zu Ffm. in ihren Meisterwerken älterer Malerei“ (Text von Veit Valentin, 1878) und „Radierungen nach Zeichnungen von Anton Burger in Cronberg“ sowie zwei Porträts in Gwinners „Kunst und Künstler in Ffm.“ (1862).
Ehrenmitglied der russischen Akademie der Künste in St. Petersburg.
Selbstbildnis, gestochen nach einer Kreidezeichnung von Göbel. Porträtiert von Hans Thoma.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 182, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Heinrich Weizsäcker in: ADB 48 (1904), S. 324-327.
Allgemeine Deutsche Biographie. Hg. durch die Historische Commission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften. 56 Bde. München/Leipzig 1875-1912.
| Dessoff, S. 35.
Dessoff, Albert: Kunst und Künstler in Ffm. im 19. Jahrhundert. 2. Bd.: Biographisches Lexikon der Ffter Künstler im 19. Jahrhundert. Ffm. 1909.
| Schrotzenberger, S. 57 (unter Eisenhard).
Schrotzenberger, Robert: Francofurtensia. Aufzeichnungen zur Geschichte von Ffm. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Ffm. 1884.
| Thieme/Becker 10 (1914), S. 441.
Thieme, Ulrich/Becker, Felix: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bde. Leipzig 1907-50.
Literatur: Wiederspahn/Bode: Kronberger Malerkolonie 1982, S. 190, 688.
Wiederspahn, August/Bode, Helmut: Die Kronberger Malerkolonie. Ein Beitrag zur Ffter Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts. Mit dokumentarischen Beiträgen von Änne Rumpf-Demmer, Julius Neubronner und Philipp Franck. 3., erw. Aufl. Ffm. 1982.
Quellen: ISG, S2/10. 629.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 116436921 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Eissenhardt, Johann. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2083.


Stand des Artikels: 8.1.1988

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Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
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