Burnitz, Familie.
Keine Lebensinhalte vorhanden.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 123-125, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Schrotzenberger, S. 39.
Schrotzenberger, Robert: Francofurtensia. Aufzeichnungen zur Geschichte von Ffm. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Ffm. 1884.
Quellen:
ISG, S2/152.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
5 herausragende Vertreter der Familie in Ffm.
Burnitz, Gustav
Burnitz, Jacob Gustav. Dr. phil. Statistiker.
* 14.5.1829 Ffm., † 19.8.1868 Ffm.
Sohn des Architekten Rudolf B. und dessen Ehefrau Maria Sophia, geb. Salzwedel (1793-1863). Bruder von Heinrich B.
Schüler der Musterschule. Weiterbildung an einem Institut in Lausanne. Von 1847 bis 1850 kaufmännische Lehrzeit im Bankgeschäft D. und J. de Neufville in Ffm. Studium in Berlin (1850-52) und Heidelberg (1852-54). Volontariat am Statistischen Amt in Brüssel (1854-56). Rückkehr nach Ffm. Tätigkeit als „Privatgelehrter“. Mitarbeiter und Vorstandsmitglied des Vereins für Geographie und Statistik in Ffm. Veröffentlichte einen umfangreichen und äußerst gründlichen Ergebnisbericht über die Volkszählung von 1858. Wurde daraufhin bei den nächsten Volkszählungen (1861 und 1864) als Vorsitzender des Zentral-Zählungsbüros mit der Leitung der Zählungen beauftragt. Als 1865 in Ffm. eines der ersten selbstständigen kommunalstatistischen Ämter Deutschlands gegründet wurde, berief die Stadt B. zum Leiter des neuen Amts. Erste Aufgabe: Auswertung der Volkszählungsergebnisse von 1864. Beginn einer Untersuchung zu den „Familien-, Haushaltungs- und Wohnungsverhältnissen“ in Ffm. B. erstrebte eine kontinuierliche Statistik. Er förderte die Kooperation mit anderen Ämtern, so dass das Statistische Amt in Zusammenarbeit mit der Standesbuchführung ab 1867 die „Statistischen Mitteilungen über den Civilstand der Stadt Ffm.“ herausgeben konnte. Auch bemühte sich B. um den Aufbau einer amtseigenen Fachbibliothek. Nach Gründung des Norddeutschen Bunds musste das Amt zusätzlich Bürger-, Wähler-, Steuer-, Handels- und Gewerberegister sowie eine Militär-Stammrolle anlegen und führen. Diese Nebenarbeiten gingen auf Kosten der eigentlichen statistischen Ziele des Amts. Die Mehrarbeit soll die Kräfte B.s aufgezehrt und zu seinem frühen Tod beigetragen haben.
B. war Erster Schriftführer der „Beiträge zur Statistik der Freien Stadt Ffm.“, die vom Verein für Geographie und Statistik herausgegeben wurden. Seine wissenschaftlichen Arbeiten und auch die Arbeitsergebnisse des Statistischen Amts veröffentlichte er in dieser Schriftenreihe.
Schüler der Musterschule. Weiterbildung an einem Institut in Lausanne. Von 1847 bis 1850 kaufmännische Lehrzeit im Bankgeschäft D. und J. de Neufville in Ffm. Studium in Berlin (1850-52) und Heidelberg (1852-54). Volontariat am Statistischen Amt in Brüssel (1854-56). Rückkehr nach Ffm. Tätigkeit als „Privatgelehrter“. Mitarbeiter und Vorstandsmitglied des Vereins für Geographie und Statistik in Ffm. Veröffentlichte einen umfangreichen und äußerst gründlichen Ergebnisbericht über die Volkszählung von 1858. Wurde daraufhin bei den nächsten Volkszählungen (1861 und 1864) als Vorsitzender des Zentral-Zählungsbüros mit der Leitung der Zählungen beauftragt. Als 1865 in Ffm. eines der ersten selbstständigen kommunalstatistischen Ämter Deutschlands gegründet wurde, berief die Stadt B. zum Leiter des neuen Amts. Erste Aufgabe: Auswertung der Volkszählungsergebnisse von 1864. Beginn einer Untersuchung zu den „Familien-, Haushaltungs- und Wohnungsverhältnissen“ in Ffm. B. erstrebte eine kontinuierliche Statistik. Er förderte die Kooperation mit anderen Ämtern, so dass das Statistische Amt in Zusammenarbeit mit der Standesbuchführung ab 1867 die „Statistischen Mitteilungen über den Civilstand der Stadt Ffm.“ herausgeben konnte. Auch bemühte sich B. um den Aufbau einer amtseigenen Fachbibliothek. Nach Gründung des Norddeutschen Bunds musste das Amt zusätzlich Bürger-, Wähler-, Steuer-, Handels- und Gewerberegister sowie eine Militär-Stammrolle anlegen und führen. Diese Nebenarbeiten gingen auf Kosten der eigentlichen statistischen Ziele des Amts. Die Mehrarbeit soll die Kräfte B.s aufgezehrt und zu seinem frühen Tod beigetragen haben.
B. war Erster Schriftführer der „Beiträge zur Statistik der Freien Stadt Ffm.“, die vom Verein für Geographie und Statistik herausgegeben wurden. Seine wissenschaftlichen Arbeiten und auch die Arbeitsergebnisse des Statistischen Amts veröffentlichte er in dieser Schriftenreihe.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 123f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Schrotzenberger, S. 39.
Literatur:
Reuff: Statistisches Amt Ffm. 1965, S. 19-22, 97-102.
GND: 11717517X ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Burnitz, Gustav. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1918.
Stand des Artikels: 24.8.1987
Burnitz, Hans
Burnitz, Rudolph Hans. Maler.
* 8.9.1875 Ffm., † 6.8.1929 Berchtesgaden.
Sohn des Juristen und Malers Carl Peter B. und dessen Ehefrau Susanna Christiane Friederike, gen. Anna, geb. Müller, verw. Heerdt (1834-1913).
Von 1892 bis 1894 Schüler am Städelschen Kunstinstitut unter Hasselhorst. Dann Studien in Berlin und München. Lebte als Landschaftsmaler in Ffm.
Malte zahlreiche Landschaften aus der Ffter Umgebung.
Teilnachlass im ISG.
1930 Gedächtnisausstellung im Ffter Kunstverein.
Von 1892 bis 1894 Schüler am Städelschen Kunstinstitut unter Hasselhorst. Dann Studien in Berlin und München. Lebte als Landschaftsmaler in Ffm.
Malte zahlreiche Landschaften aus der Ffter Umgebung.
Teilnachlass im ISG.
1930 Gedächtnisausstellung im Ffter Kunstverein.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 124, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Dessoff, S. 22.
Literatur:
Großkinsky, Manfred: Der Fft. -Cronberger Künstlerbund. In: AFGK 69 (2003): Kunst und Künstler in Ffm. im 19. und 20. Jahrhundert, S. 11-38, hier bes. S. 26-28.
|
Städelkat. d. Gemälde d. 19. Jh. s 1972, Textband, S. 45.
Quellen:
Teilnachlass: ISG, S1/21.
|
ISG, S2/3. 855.
GND: 1023851652 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Burnitz, Hans. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1919.
Stand des Artikels: 25.8.1987
Burnitz, Heinrich
Erbauer der Neuen Börse (mit Oskar Sommer, 1879).
Burnitz, Rudolf (eigentl.: Rudolph) Heinrich. Architekt. Kommunalpolitiker.
* 18.2.1827 Ffm., † 13.11.1880 Ffm.
Sohn des Architekten Rudolf B. und dessen Ehefrau Maria Sophia, geb. Salzwedel (1793-1863). Bruder von Gustav B.
Erste Ausbildung durch den Vater. Dann Studium in Karlsruhe und Berlin. 1852/53 Gehilfe von Heinrich Hübsch (1795-1863) beim Wiederaufbau des 1847 abgebrannten Hoftheaters in Karlsruhe und bei der Restaurierung des Doms in Speyer. Nach einer Italienreise (1853-55) kehrte B. nach Ffm. zurück, wo er seitdem ein eigenes Büro unterhielt. Sein erster großer Auftrag hier waren die Kopfbauten (1858) am damals ausgeführten Durchbruch vom Liebfrauenberg zur Zeil. B., einer der ersten deutschen Architekten, die ihre Vorbilder aus der italienischen Renaissance entnahmen, ahmte hier die venezianische Renaissance nach und schuf zwei exotisch anmutende Fassaden aus rotem Mainsandstein, die völlig mit der Tradition des Ffter Putzbaus brachen. Im Volksmund nannte man das Gebäude daher etwas spöttisch „Malakoff“ (nach einer durch den Krimkrieg bekannt gewordenen Festung bei Sewastopol). Doch der neue Baustil setzte sich durch. Keines von B.ens späteren Bauwerken zeigt den neuen Stil allerdings so extrem wie der „Malakoff“; B. orientierte sich dann wieder eher am Klassizismus (wenn auch in einer fortentwickelten Form). Von 1874 bis 1879 erbaute B. gemeinsam mit Oskar Sommer die Neue Börse, die den wirtschaftlichen Aufschwung der Gründerjahre in Ffm. signalisierte.
1867/68 Stadtverordneter. Von 1868 bis 1871 Stadtrat. Als Baudeputierter besondere Verdienste um den neuen Alignementsplan für Ffm.
Mitbegründer und Vorsitzender des Ffter Architekten- und Ingenieur-Vereins.
Weitere Bauten und Arbeiten von B. in Ffm.: Umbau des Stadttheaters am Comödienplatz (1855), Restaurierung der Weißfrauenkirche (1858), Petersschule, Saalbau mit dem Konzertsaal der Museums-Gesellschaft in der Junghofstraße (1861), Gasanstalt der Neuen Ffter Gasgesellschaft an der Gutleutstraße 204-216 (1861-63), Gebäude des Kunstvereins in der Junghofstraße und Armenklinik in der Meisengasse. Daneben schuf er zahlreiche Privat- und Geschäftshäuser, darunter die Villa Grunelius am Untermainkai (1877), die Villa Metzler am Schaumainkai (1870er Jahre), den Luisenhof der Familie Rothschild in Bornheim (1864-66) und das Geschäftshaus Besthorn in der Kaiserstraße. 1861 zweiter Preis bei der Konkurrenz um den neuen Hospitalbau der Dr. Senckenbergischen Stiftung. Beteiligung an der Konkurrenz um den Opernhausbau.
Reliefbüste (um 1904) unter den Vertretern der heimischen Künste an der Westfassade vom Südbau des Neuen Rathauses in der Buchgasse.
2013/14 Ausstellung „Die neue Bürgerstadt. Das Fft. der Architekten [Rudolf und Heinrich] B.“ im HMF.
B.straße in Sachsenhausen.
Erste Ausbildung durch den Vater. Dann Studium in Karlsruhe und Berlin. 1852/53 Gehilfe von Heinrich Hübsch (1795-1863) beim Wiederaufbau des 1847 abgebrannten Hoftheaters in Karlsruhe und bei der Restaurierung des Doms in Speyer. Nach einer Italienreise (1853-55) kehrte B. nach Ffm. zurück, wo er seitdem ein eigenes Büro unterhielt. Sein erster großer Auftrag hier waren die Kopfbauten (1858) am damals ausgeführten Durchbruch vom Liebfrauenberg zur Zeil. B., einer der ersten deutschen Architekten, die ihre Vorbilder aus der italienischen Renaissance entnahmen, ahmte hier die venezianische Renaissance nach und schuf zwei exotisch anmutende Fassaden aus rotem Mainsandstein, die völlig mit der Tradition des Ffter Putzbaus brachen. Im Volksmund nannte man das Gebäude daher etwas spöttisch „Malakoff“ (nach einer durch den Krimkrieg bekannt gewordenen Festung bei Sewastopol). Doch der neue Baustil setzte sich durch. Keines von B.ens späteren Bauwerken zeigt den neuen Stil allerdings so extrem wie der „Malakoff“; B. orientierte sich dann wieder eher am Klassizismus (wenn auch in einer fortentwickelten Form). Von 1874 bis 1879 erbaute B. gemeinsam mit Oskar Sommer die Neue Börse, die den wirtschaftlichen Aufschwung der Gründerjahre in Ffm. signalisierte.
1867/68 Stadtverordneter. Von 1868 bis 1871 Stadtrat. Als Baudeputierter besondere Verdienste um den neuen Alignementsplan für Ffm.
Mitbegründer und Vorsitzender des Ffter Architekten- und Ingenieur-Vereins.
Weitere Bauten und Arbeiten von B. in Ffm.: Umbau des Stadttheaters am Comödienplatz (1855), Restaurierung der Weißfrauenkirche (1858), Petersschule, Saalbau mit dem Konzertsaal der Museums-Gesellschaft in der Junghofstraße (1861), Gasanstalt der Neuen Ffter Gasgesellschaft an der Gutleutstraße 204-216 (1861-63), Gebäude des Kunstvereins in der Junghofstraße und Armenklinik in der Meisengasse. Daneben schuf er zahlreiche Privat- und Geschäftshäuser, darunter die Villa Grunelius am Untermainkai (1877), die Villa Metzler am Schaumainkai (1870er Jahre), den Luisenhof der Familie Rothschild in Bornheim (1864-66) und das Geschäftshaus Besthorn in der Kaiserstraße. 1861 zweiter Preis bei der Konkurrenz um den neuen Hospitalbau der Dr. Senckenbergischen Stiftung. Beteiligung an der Konkurrenz um den Opernhausbau.
Reliefbüste (um 1904) unter den Vertretern der heimischen Künste an der Westfassade vom Südbau des Neuen Rathauses in der Buchgasse.
2013/14 Ausstellung „Die neue Bürgerstadt. Das Fft. der Architekten [Rudolf und Heinrich] B.“ im HMF.
B.straße in Sachsenhausen.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 124, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Dessoff, S. 22f.
|
Schrotzenberger, S. 39.
|
Wahlig: Straßennamen, S. 34.
Literatur:
Über das von Heinrich Burnitz und Oskar Sommer errichtete Börsengebäude (1874-79): Denkmalpflege in Ffm. 4 (2014-16), S. 60-65.
|
Cilleßen, Wolfgang P.: Von Morgenstern zu Bott. Ffter Künstler als Sammler. In: Gesser/Cilleßen: Gleiche Vielfache – Karsten Bott 2015, S. 24-26.
|
Hock: Luisenhof 2006, S. 25f.
|
Schomann: Malerviertel 2016, S. 272.
|
Stöneberg, Michael: Heinrich Burnitz (1827-1880). Wegbereiter des Historismus in Fft. In: Stöneberg (Hg.): Die neue Bürgerstadt. Rudolf u. Heinrich Burnitz 2013, S. 47-73.
Quellen:
ISG, S2/1. 957.
GND: 117175242 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Burnitz, Heinrich. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1920.
Stand des Artikels: 25.8.1987
Burnitz, Peter
Burnitz, Carl Peter. Dr. jur. Maler. Jurist.
* 14.1.1824 Ffm., † 18.8.1886 Ffm.
Sohn des Handelsmanns Carl Friedrich B. und dessen Ehefrau Auguste Wilhelmine, geb. Salzwedel. Neffe des Architekten Rudolf B. Verheiratet (seit 1873) mit Susanna Christiane Friederike, gen. Anna, B., geb. Müller, verw. Heerdt (1834-1913), der Tochter des Bürgermeisters Samuel Gottlieb Müller. Vater von Hans B., der sich ebenfalls der Malerei zuwandte.
Besuch des Gymnasiums in Ffm. Von 1844 bis 1847 Studium der Rechtswissenschaften in Berlin, Göttingen und Heidelberg. 1847 Promotion. Zulassung als Advokat in Ffm. B. hat den Anwaltsberuf jedoch nie ausgeübt. Erste künstlerische Anregungen hatte er schon als Junge durch den im elterlichen Haus wohnenden Maler Fritz Bamberger erhalten. Auf Reisen nach Italien, Algier und Spanien 1848 reifte der Entschluss, Maler zu werden. Zwischen 1848 und 1857 lebte B. in Paris. Dort fand er Anschluss an die damals noch wenig bekannte Gruppe der französischen Landschaftsmaler von Fontainebleau und Barbizon. Er wurde Schüler von Camille Roqueplan (1803-1855) und Émile Lambinet (1813-1877). Seit 1855 Beteiligung an den Ausstellungen des Pariser Salons; Napoleon III. erwarb dort ein Bild von B. 1857 kehrte B. nach Ffm. zurück. Die Sommermonate verbrachte er in Kronberg im Taunus, wo seit 1858 eine Reihe von Künstlern unter Anton Burger zur „Kronberger Malerkolonie“ zusammenkam. Hier im Taunus und auch in der näheren Umgebung von Ffm. fand B. die Motive für seine intimen Landschaftsdarstellungen, einfache Motive aus Wald und Feld, die er stimmungsvoll in Szene setzte. Zwar übte B. einen gewissen Einfluss auf seine Kronberger Malerkollegen aus, doch in seiner Heimatstadt fand er erst nach seinem Tod Anerkennung.
1878/79 Vorsitzender der Ffter Künstlergesellschaft.
Zahlreiche Gemälde und Zeichnungen von B. befinden sich im Besitz von Ffter Museen.
1869 Große Goldmedaille bei der Internationalen Kunstausstellung in München.
Porträt (von Hans Thoma) im Besitz der Städtischen Galerie.
1912 Gedächtnisausstellung im Ffter Kunstverein. 1936 Ausstellung im Städelschen Kunstinstitut anlässlich von B.ens 50. Todestag.
Besuch des Gymnasiums in Ffm. Von 1844 bis 1847 Studium der Rechtswissenschaften in Berlin, Göttingen und Heidelberg. 1847 Promotion. Zulassung als Advokat in Ffm. B. hat den Anwaltsberuf jedoch nie ausgeübt. Erste künstlerische Anregungen hatte er schon als Junge durch den im elterlichen Haus wohnenden Maler Fritz Bamberger erhalten. Auf Reisen nach Italien, Algier und Spanien 1848 reifte der Entschluss, Maler zu werden. Zwischen 1848 und 1857 lebte B. in Paris. Dort fand er Anschluss an die damals noch wenig bekannte Gruppe der französischen Landschaftsmaler von Fontainebleau und Barbizon. Er wurde Schüler von Camille Roqueplan (1803-1855) und Émile Lambinet (1813-1877). Seit 1855 Beteiligung an den Ausstellungen des Pariser Salons; Napoleon III. erwarb dort ein Bild von B. 1857 kehrte B. nach Ffm. zurück. Die Sommermonate verbrachte er in Kronberg im Taunus, wo seit 1858 eine Reihe von Künstlern unter Anton Burger zur „Kronberger Malerkolonie“ zusammenkam. Hier im Taunus und auch in der näheren Umgebung von Ffm. fand B. die Motive für seine intimen Landschaftsdarstellungen, einfache Motive aus Wald und Feld, die er stimmungsvoll in Szene setzte. Zwar übte B. einen gewissen Einfluss auf seine Kronberger Malerkollegen aus, doch in seiner Heimatstadt fand er erst nach seinem Tod Anerkennung.
1878/79 Vorsitzender der Ffter Künstlergesellschaft.
Zahlreiche Gemälde und Zeichnungen von B. befinden sich im Besitz von Ffter Museen.
1869 Große Goldmedaille bei der Internationalen Kunstausstellung in München.
Porträt (von Hans Thoma) im Besitz der Städtischen Galerie.
1912 Gedächtnisausstellung im Ffter Kunstverein. 1936 Ausstellung im Städelschen Kunstinstitut anlässlich von B.ens 50. Todestag.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 124f., verfasst von: Birgit Weyel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
NB 1985, S. 50, Nr. 301; 1992, S. 95, Nr. 542.
|
Robert Diehl in: NDB 3 (1957), S. 56.
Literatur:
Ffter Kunstverein: Peter Burnitz 1912.
|
Levis: Peter Burnitz 1937.
|
Städelkat. d. Gemälde d. 19. Jh. s 1972, Textband, S. 45-55.
|
Wiederspahn/Bode: Kronberger Malerkolonie 1982, S. 97f., 684f.
Quellen:
ISG, S2/867.
GND: 117175226 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Burnitz, Peter. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1921.
Stand des Artikels: 30.9.1994
Burnitz, Rudolf
Erbauer des „Burnitzbaus“ im Saalhof.
Burnitz, Rudolf (eigentl.: Rudolph). Fürstlich Hohenzollern-Sigmaringischer Baurat. Architekt.
* 6.12.1788 Ludwigsburg, † 28.1.1849 Ffm.
Verheiratet (seit 1823) mit Maria Sophia B., geb. Salzwedel (1793-1863). Vater von Heinrich und Gustav B. Onkel von Peter B.
Seit 1821 in Ffm.
B. erbaute u. a. das Versorgungshaus in der Hammelsgasse (1824), das Waisenhaus (1826), das Israelitische Krankenhaus an der Rechneigrabenstraße, den Neubau des Landhauses Schmidt (seit 1903 Metzler) in Bonames (1827), sein Wohnhaus am Untermainkai (1831), den nach ihm benannten „B.bau“ des Saalhofs (im Auftrag von Constantia Margaretha Leerse, geb. Bernus, 1840-42), das Haus von Alexander du Fay in der Neuen Mainzer Straße und das Manskopf’sche Wohnhaus am Untermainkai (Umbau, um 1845).
2013/14 Ausstellung „Die neue Bürgerstadt. Das Fft. der Architekten [Rudolf und Heinrich] B.“ im HMF.
Seit 1821 in Ffm.
B. erbaute u. a. das Versorgungshaus in der Hammelsgasse (1824), das Waisenhaus (1826), das Israelitische Krankenhaus an der Rechneigrabenstraße, den Neubau des Landhauses Schmidt (seit 1903 Metzler) in Bonames (1827), sein Wohnhaus am Untermainkai (1831), den nach ihm benannten „B.bau“ des Saalhofs (im Auftrag von Constantia Margaretha Leerse, geb. Bernus, 1840-42), das Haus von Alexander du Fay in der Neuen Mainzer Straße und das Manskopf’sche Wohnhaus am Untermainkai (Umbau, um 1845).
2013/14 Ausstellung „Die neue Bürgerstadt. Das Fft. der Architekten [Rudolf und Heinrich] B.“ im HMF.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 125, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Dessoff, S. 23f.
|
Schrotzenberger, S. 39.
Literatur:
Ohmeis: Metzler 2009, S. 165.
|
Stöneberg, Michael: Rudolf Burnitz (1788-1849). Architekt zwischen Klassizismus und Historismus. In: Stöneberg (Hg.): Die neue Bürgerstadt. Rudolf u. Heinrich Burnitz 2013, S. 27-45.
Quellen:
ISG, S2/2. 149.
GND: 135706483 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Burnitz, Rudolf. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1922.
Stand des Artikels: 25.8.1987
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Burnitz, Familie. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2735.
Die Autorenangabe bezieht sich auf den Artikel über die Familie. Die Angaben zu Autoren der hier ebenfalls dargestellten Personenartikel finden Sie, indem Sie auf die Namen der einzelnen Personen klicken.
Stand des Artikels: 24.8.1987