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Burnitz, Peter

Burnitz, Carl Peter. Dr. jur. Maler. Jurist. * 14.1.1824 Ffm., † 18.8.1886 Ffm.
Sohn des Handelsmanns Carl Friedrich B. und dessen Ehefrau Auguste Wilhelmine, geb. Salzwedel. Neffe des Architekten Rudolf B. Verheiratet (seit 1873) mit Susanna Christiane Friederike, gen. Anna, B., geb. Müller, verw. Heerdt (1834-1913), der Tochter des Bürgermeisters Samuel Gottlieb Müller. Vater von Hans B., der sich ebenfalls der Malerei zuwandte.
Besuch des Gymnasiums in Ffm. Von 1844 bis 1847 Studium der Rechtswissenschaften in Berlin, Göttingen und Heidelberg. 1847 Promotion. Zulassung als Advokat in Ffm. B. hat den Anwaltsberuf jedoch nie ausgeübt. Erste künstlerische Anregungen hatte er schon als Junge durch den im elterlichen Haus wohnenden Maler Fritz Bamberger erhalten. Auf Reisen nach Italien, Algier und Spanien 1848 reifte der Entschluss, Maler zu werden. Zwischen 1848 und 1857 lebte B. in Paris. Dort fand er Anschluss an die damals noch wenig bekannte Gruppe der französischen Landschaftsmaler von Fontainebleau und Barbizon. Er wurde Schüler von Camille Roqueplan (1803-1855) und Émile Lambinet (1813-1877). Seit 1855 Beteiligung an den Ausstellungen des Pariser Salons; Napoleon III. erwarb dort ein Bild von B. 1857 kehrte B. nach Ffm. zurück. Die Sommermonate verbrachte er in Kronberg im Taunus, wo seit 1858 eine Reihe von Künstlern unter Anton Burger zur „Kronberger Malerkolonie“ zusammenkam. Hier im Taunus und auch in der näheren Umgebung von Ffm. fand B. die Motive für seine intimen Landschaftsdarstellungen, einfache Motive aus Wald und Feld, die er stimmungsvoll in Szene setzte. Zwar übte B. einen gewissen Einfluss auf seine Kronberger Malerkollegen aus, doch in seiner Heimatstadt fand er erst nach seinem Tod Anerkennung.
1878/79 Vorsitzender der Ffter Künstlergesellschaft.
Zahlreiche Gemälde und Zeichnungen von B. befinden sich im Besitz von Ffter Museen.
1869 Große Goldmedaille bei der Internationalen Kunstausstellung in München.
Porträt (von Hans Thoma) im Besitz der Städtischen Galerie.
1912 Gedächtnisausstellung im Ffter Kunstverein. 1936 Ausstellung im Städelschen Kunstinstitut anlässlich von B.ens 50. Todestag.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 124f., verfasst von: Birgit Weyel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: NB 1985, S. 50, Nr. 301; 1992, S. 95, Nr. 542.
Renkhoff, Otto: Nassauische Biographie. Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten. Wiesbaden 1985, 2., überarb. Aufl. 1992. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau XXXIX).
| Robert Diehl in: NDB 3 (1957), S. 56.
Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bisher 27 Bde. (bis Wettiner). Berlin 1953-2020.
Literatur: Ffter Kunstverein: Peter Burnitz 1912.
Peter Burnitz. Eine Gedächtnisausstellung im Ffter Kunstverein, April 1912. Ffm. 1912.
| Levis: Peter Burnitz 1937.
Levis, Leopold: Peter Burnitz 1824-1886. Ein Beitrag zur Geschichte der Malerei des 19. Jahrhunderts in Ffm. Emsdetten 1937.
| Städelkat. d. Gemälde d. 19. Jh. s 1972, Textband, S. 45-55.
Holzinger, Ernst (Hg.)/Ziemke, Hans-Joachim (Bearb.): Die Gemälde des 19. Jahrhunderts. Text- und Bildband. Ffm. 1972. (Kataloge der Gemälde im Städel’schen Kunstinstitut I).
| Wiederspahn/Bode: Kronberger Malerkolonie 1982, S. 97f., 684f.
Wiederspahn, August/Bode, Helmut: Die Kronberger Malerkolonie. Ein Beitrag zur Ffter Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts. Mit dokumentarischen Beiträgen von Änne Rumpf-Demmer, Julius Neubronner und Philipp Franck. 3., erw. Aufl. Ffm. 1982.
Quellen: ISG, S2/867.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 117175226 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

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Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Burnitz, Peter. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1921.


Stand des Artikels: 30.9.1994

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