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Brönner, Heinrich Ludwig

Gründer von „Brönner’s Druckerei“ mit eigenem Verlag.

Brönner, Heinrich Ludwig. Buchdrucker und Verleger. ~ 21.12.1702 Wertheim, ▭ 28.5.1769 Ffm.
Seit 1726 in Ffm. als Buchdruckergeselle bei dem Meister Johannes Bauer, der durch seine erste Heirat die seit 1660 bestehende Kuchenbecker’sche Druckerei hinter dem Pfarreisen erworben und seitdem zu einer der ersten am Platze gemacht hatte. 1727 nahm B. die Witwe des inzwischen verstorbenen Meisters Bauer zur Frau, wurde dadurch Ffter Bürger und übernahm die Bauer’sche Handlung und Druckerei unter der Firma „Brönner’s Druckerei“. Zunächst betrieb er lediglich eine Lohndruckerei für fremde Rechnung und eine Sortimentsbuchhandlung auf dem Pfarreisen. Er verlegte nur einzelne geistliche Werke selbst, darunter das von Johann Friedrich Starck bearbeitete Ffter Gesangbuch (1729), einige selbst verfasste Erbauungsschriften, das Kommunionbuch „Morgen- und Abendandachten frommer Christen auf alle Tage des Jahres“ (1744) sowie eine Schrift von Johann Philipp Fresenius (1740). Erst seit 1748 betrieb B. ein dauerndes Verlagsgeschäft. Er gab hauptsächlich volkstümliche geistliche Erbauungsschriften heraus, die zahlreiche Auflagen erreichten. Bekannt wurde er als Bibeldrucker. 1741 kam die erste B.’sche Bibel auf den Markt; sie war von Christian Münden, Heinrich Andreas Walther und Johann Philipp Fresenius bearbeitet und wurde unter dem Namen „Ffter Bibel“ bekannt. 1770 erschien die Marburger Handbibel, die aufgrund ihres Duodezformats handlicher als die (im Oktavformat herausgegebene) Ffter Bibel war und in der Marburger Filialdruckerei B.s hergestellt wurde. Daneben brachte B. vier Ausgaben des Neuen Testaments heraus, darunter das Darmstädter Schultestament und das Ffter Schultestament. Im Jahr 1740, bei der 300-Jahr-Feier der Erfindung der Buchdruckerkunst, hatte B. das Ehrenamt des zweiten Vorstehers der Ffter Buchdruckergesellschaft inne und unterhielt mit sechs Angestellten den größten Buchdruckereibetrieb in Ffm.
Nach B.s Tod 1769 übernahmen seine Söhne Johann Karl B. und Heinrich Remigius B. die Druckerei, deren Alleininhaber Johann Karl B. dann 1798 wurde.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 107f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Literatur: Dietz: Handelsgesch. IV. 2, S. 504-506.
Dietz, Alexander: Ffter Handelsgeschichte. 4 Bde. Ffm. 1910-25, Neudr. 1970-74.
Quellen: ISG, S2/6. 546 (Familie Brönner).
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 116561904 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Brönner, Heinrich Ludwig. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1880.


Stand des Artikels: 29.5.1987

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