Prölß (auch: Proelß, Proelss), Johannes Moritz. Journalist. Schriftsteller.
* 4.7.1853 Dresden, † 20.9.1911 (Esslingen-)Kennenburg.
Verheiratet (seit 1882) mit Maria Anna P., geb. Creizenach (1859-1911), einer Tochter des Ffter Gymnasialprofessors und Literaturhistorikers Theodor Creizenach. Drei Kinder: Helene, gen. Leni, P. (später verh. Rau, 1883-1952), Ernst Robert P. (1886-1918) und Maria (eigentl.: Marie) Charlotte Cäcilie P. (gen. Proelss, 1890-1962), Pianistin und Malerin.
Philosophie- und Geschichtsstudium in Jena und Leipzig. Journalistische Tätigkeit bei mehreren Zeitungen, u. a. bei der Dresdener Zeitung und beim Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. Von 1877 bis 1879 Mitredaktion an „Meyers Konversationslexikon“. P.’ 1880 für die FZ geschriebene Artikel über den Deutschen Schriftstellertag in Weimar sowie seine Theaterkritiken fanden das besondere Interesse Leopold Sonnemanns. Im Juli 1881 siedelte P. nach Ffm. über und war bis 1889 Feuilleton-Redakteur der FZ. Später zog er nach Stuttgart, wo er als Geschäftsführer der Union-Verlagsgesellschaft tätig war.
P. schrieb eine Reihe von Bühnenstücken, Novellen und Biographien, u. a. über Karl Gutzkow (1880/81) und Friedrich Stoltze (1905). P.’ Interesse galt vor allem der demokratischen Einheitsbewegung. Als er 1890 für seine Studien Einblick in die in Ffm. liegenden „Akten der Untersuchungskommission“ (der von Metternich 1819 eingerichteten, demokratiefeindlichen Kontrollinstanz) nehmen wollte, wurde ihm dies auf Geheiß von Oberbürgermeister Miquel untersagt.
Philosophie- und Geschichtsstudium in Jena und Leipzig. Journalistische Tätigkeit bei mehreren Zeitungen, u. a. bei der Dresdener Zeitung und beim Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. Von 1877 bis 1879 Mitredaktion an „Meyers Konversationslexikon“. P.’ 1880 für die FZ geschriebene Artikel über den Deutschen Schriftstellertag in Weimar sowie seine Theaterkritiken fanden das besondere Interesse Leopold Sonnemanns. Im Juli 1881 siedelte P. nach Ffm. über und war bis 1889 Feuilleton-Redakteur der FZ. Später zog er nach Stuttgart, wo er als Geschäftsführer der Union-Verlagsgesellschaft tätig war.
P. schrieb eine Reihe von Bühnenstücken, Novellen und Biographien, u. a. über Karl Gutzkow (1880/81) und Friedrich Stoltze (1905). P.’ Interesse galt vor allem der demokratischen Einheitsbewegung. Als er 1890 für seine Studien Einblick in die in Ffm. liegenden „Akten der Untersuchungskommission“ (der von Metternich 1819 eingerichteten, demokratiefeindlichen Kontrollinstanz) nehmen wollte, wurde ihm dies auf Geheiß von Oberbürgermeister Miquel untersagt.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 156, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Brümmer 1913, Bd. 5, S. 353f.
Literatur:
Gesch. d. FZ 1911, S. 379.
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Seng: Freies Deutsches Hochstift 2009, S. 62.
Quellen:
ISG, S2/7. 433.
GND: 116292407 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Prölß, Johannes. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/800.
Stand des Artikels: 16.12.1994