Oppel, Familie.
Der Ffter Zweig der Familie wurde von dem aus Schlesien stammenden, über Bayreuth 1813 nach Ffm. zugewanderten Schneidermeister Johann Friedrich O. (1776-1865) begründet, dessen Söhne mit dem Ffter Schul- und Musikwesen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eng verbunden waren. Johann Joseph O.s Mundartforschungen haben als Grundlage für das „Ffter Wörterbuch“ große Bedeutung erlangt.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 109, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Schrotzenberger, S. 179.
Schrotzenberger, Robert: Francofurtensia. Aufzeichnungen zur Geschichte von Ffm. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Ffm. 1884.
3 herausragende Vertreter der Familie in Ffm.
Oppel, Joseph
Begründer der Ffter Mundartforschung.
Oppel, Johann Joseph. Prof. Dr. phil. Pädagoge. Sprachwissenschaftler. Mundartforscher.
* 3.6.1815 Ffm., † 27.4.1894 Ffm.
Von 1827 bis 1833 Besuch des Ffter Gymnasiums. Danach Theologie- und Philologiestudium, später mathematisch-naturwissenschaftliches Studium in Gießen und Leipzig. Seit 1845 Lehrer für Physik und Mathematik am Ffter Gymnasium. 1859 Professor.
Seit den 1850er Jahren beschäftigte sich O. intensiv mit der lexikalischen, grammatikalischen und phonetischen Erforschung der Ffter Mundart, die er in einem 800 Seiten umfassenden Manuskript, dem „Ffter Idiotikon“, niederlegte, das seine Erben 1918 dem Ffter Stadtarchiv übergaben. Auszüge des (bei seinem Tod noch unvollständigen) Werks veröffentlichte er mehrmals in der Didaskalia. O. gilt somit als Stammvater der wissenschaftlichen Erforschung der Ffter Mundart. Wegweisend für nachfolgende Studien wurde hierbei auch seine Klassifizierung verschiedener Formen der Ffter Stadtmundart (u. a. Amtsdialekt, Halbdialekt, Jüdisch-Ffterisch, Vorstadtdialekt). O.s äußerst umfangreiche und philologisch exakte Forschungen, die vor allem auch Ffter Redewendungen mitberücksichtigen, sind – neben den späteren Arbeiten von Hans Ludwig Rauh – die maßgebliche Grundlage für das 1971-85 in 18 Lieferungen erschienene „Ffter Wörterbuch“.
Seit den 1850er Jahren beschäftigte sich O. intensiv mit der lexikalischen, grammatikalischen und phonetischen Erforschung der Ffter Mundart, die er in einem 800 Seiten umfassenden Manuskript, dem „Ffter Idiotikon“, niederlegte, das seine Erben 1918 dem Ffter Stadtarchiv übergaben. Auszüge des (bei seinem Tod noch unvollständigen) Werks veröffentlichte er mehrmals in der Didaskalia. O. gilt somit als Stammvater der wissenschaftlichen Erforschung der Ffter Mundart. Wegweisend für nachfolgende Studien wurde hierbei auch seine Klassifizierung verschiedener Formen der Ffter Stadtmundart (u. a. Amtsdialekt, Halbdialekt, Jüdisch-Ffterisch, Vorstadtdialekt). O.s äußerst umfangreiche und philologisch exakte Forschungen, die vor allem auch Ffter Redewendungen mitberücksichtigen, sind – neben den späteren Arbeiten von Hans Ludwig Rauh – die maßgebliche Grundlage für das 1971-85 in 18 Lieferungen erschienene „Ffter Wörterbuch“.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 109, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Riese, Alexander: Die Oppelschen Forschungen zur Ffter Mundart (1920). In: FWb 1 (1971), S. 23-43.
Literatur:
Kastner, Paul: Friedrich Stoltze und Johann Joseph Oppel. Zwei Unersetzliche für die Ffter Mundart am städtischen Gymnasium im 19. Jahrhundert. Mit einem Exkurs zu angeblichem und wirklichem Antisemitismus und seinen Gegnern. In: Mieles u. a. (Hg.): FS Lessing-Gymnasium 2020, S. 239-257, hier S. 250-255.
Quellen:
ISG, S2/2. 883.
|
ISG, Sammlung Manuskripte, S6a/190.
GND: 118855026 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Oppel, Joseph. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/677.
Stand des Artikels: 12.8.1994
Oppel, Karl
Oppel, Karl. Dr. phil. Pädagoge. Fachschriftsteller. Archäologe.
* 9.8.1816 Ffm., † 12.5.1903 Ffm.
Lehrer zunächst (seit 1833) an der Weißfrauenschule, dann (1838-79) an der Musterschule.
Seit 1846 Mitglied der Ffter Loge Sokrates zur Standhaftigkeit.
1859 promovierte O. mit einer Arbeit über „Das Wunderland der Pyramiden“. Ägyptologie und Pädagogik (Pestalozzi-Forschung) gehörten zu den Hauptgebieten, denen er sich nach seiner Pensionierung in zahlreichen Publikationen widmete.
Seit 1846 Mitglied der Ffter Loge Sokrates zur Standhaftigkeit.
1859 promovierte O. mit einer Arbeit über „Das Wunderland der Pyramiden“. Ägyptologie und Pädagogik (Pestalozzi-Forschung) gehörten zu den Hauptgebieten, denen er sich nach seiner Pensionierung in zahlreichen Publikationen widmete.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 109, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Quellen:
ISG, S2/3. 061.
GND: 127094296 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Oppel, Karl. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/678.
Stand des Artikels: 12.8.1994
Oppel, Wigand
Oppel, Gustav Wigand. Musikpädagoge. Organist.
* 6.12.1822 Ffm., † 17.4.1886 Ffm.
O. wirkte als Organist an der Katharinenkirche und gehörte 1860 zu den Gründern der Ffter Musikschule.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 109, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Schrotzenberger, S. 179.
GND: 1068876468 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Oppel, Wigand. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/679.
Stand des Artikels: 12.8.1994
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Oppel, Familie. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/676.
Die Autorenangabe bezieht sich auf den Artikel über die Familie. Die Angaben zu Autoren der hier ebenfalls dargestellten Personenartikel finden Sie, indem Sie auf die Namen der einzelnen Personen klicken.
Stand des Artikels: 12.8.1994