Begründer der Ffter Mundartforschung.
Oppel, Johann Joseph. Prof. Dr. phil. Pädagoge. Sprachwissenschaftler. Mundartforscher.
* 3.6.1815 Ffm., † 27.4.1894 Ffm.
Von 1827 bis 1833 Besuch des Ffter Gymnasiums. Danach Theologie- und Philologiestudium, später mathematisch-naturwissenschaftliches Studium in Gießen und Leipzig. Seit 1845 Lehrer für Physik und Mathematik am Ffter Gymnasium. 1859 Professor.
Seit den 1850er Jahren beschäftigte sich O. intensiv mit der lexikalischen, grammatikalischen und phonetischen Erforschung der Ffter Mundart, die er in einem 800 Seiten umfassenden Manuskript, dem „Ffter Idiotikon“, niederlegte, das seine Erben 1918 dem Ffter Stadtarchiv übergaben. Auszüge des (bei seinem Tod noch unvollständigen) Werks veröffentlichte er mehrmals in der Didaskalia. O. gilt somit als Stammvater der wissenschaftlichen Erforschung der Ffter Mundart. Wegweisend für nachfolgende Studien wurde hierbei auch seine Klassifizierung verschiedener Formen der Ffter Stadtmundart (u. a. Amtsdialekt, Halbdialekt, Jüdisch-Ffterisch, Vorstadtdialekt). O.s äußerst umfangreiche und philologisch exakte Forschungen, die vor allem auch Ffter Redewendungen mitberücksichtigen, sind – neben den späteren Arbeiten von Hans Ludwig Rauh – die maßgebliche Grundlage für das 1971-85 in 18 Lieferungen erschienene „Ffter Wörterbuch“.
Seit den 1850er Jahren beschäftigte sich O. intensiv mit der lexikalischen, grammatikalischen und phonetischen Erforschung der Ffter Mundart, die er in einem 800 Seiten umfassenden Manuskript, dem „Ffter Idiotikon“, niederlegte, das seine Erben 1918 dem Ffter Stadtarchiv übergaben. Auszüge des (bei seinem Tod noch unvollständigen) Werks veröffentlichte er mehrmals in der Didaskalia. O. gilt somit als Stammvater der wissenschaftlichen Erforschung der Ffter Mundart. Wegweisend für nachfolgende Studien wurde hierbei auch seine Klassifizierung verschiedener Formen der Ffter Stadtmundart (u. a. Amtsdialekt, Halbdialekt, Jüdisch-Ffterisch, Vorstadtdialekt). O.s äußerst umfangreiche und philologisch exakte Forschungen, die vor allem auch Ffter Redewendungen mitberücksichtigen, sind – neben den späteren Arbeiten von Hans Ludwig Rauh – die maßgebliche Grundlage für das 1971-85 in 18 Lieferungen erschienene „Ffter Wörterbuch“.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 109, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Riese, Alexander: Die Oppelschen Forschungen zur Ffter Mundart (1920). In: FWb 1 (1971), S. 23-43.
Literatur:
Kastner, Paul: Friedrich Stoltze und Johann Joseph Oppel. Zwei Unersetzliche für die Ffter Mundart am städtischen Gymnasium im 19. Jahrhundert. Mit einem Exkurs zu angeblichem und wirklichem Antisemitismus und seinen Gegnern. In: Mieles u. a. (Hg.): FS Lessing-Gymnasium 2020, S. 239-257, hier S. 250-255.
Quellen:
ISG, S2/2. 883.
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ISG, Sammlung Manuskripte, S6a/190.
GND: 118855026 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Oppel, Joseph. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/677.
Stand des Artikels: 12.8.1994