Münzenberg, Kuno von. Reichsministerialer. Stifter.
* vor 1135, ▭ † um 1210.
Vater von Ulrich (I.) von M.
Mit dem Amt des Reichskämmerers, das er von 1162 bis 1166 bekleidete, oblag Kuno zeitweilig die Finanzverwaltung des Stauferreichs. In dieser Funktion früh zu Einfluss gekommen, diente der versierte Staatsmann unter vier deutschen Kaisern (Friedrich I., Heinrich VI., Philipp von Schwaben und Otto IV.) und war vermutlich Mitglied des kaiserlichen Rats.
Reich begütert, entwickelte Kuno von M. eine rege Bau- und Stiftungstätigkeit. Auf einem Gelände am linken Mainufer, das er vom Reich zu Lehen trug, stiftete er im Jahr 1193 ein Spital und eine Marienkirche, die von Hospitalbrüdern und einem eigens dafür bestallten Pfarrer betreut wurden. Eine kaiserliche Urkunde vom 29.3.1193 bezeugt erstmals die Existenz dieser Einrichtung und ist gleichzeitig der früheste Beleg für den Ortsnamen Sachsenhausen („Sassenhusen“). Zur M.’schen Stiftung gehörten weiterhin der Sandhof, eine Wasserburg und der Hainbachwald bei Heusenstamm.
Mit dem Amt des Reichskämmerers, das er von 1162 bis 1166 bekleidete, oblag Kuno zeitweilig die Finanzverwaltung des Stauferreichs. In dieser Funktion früh zu Einfluss gekommen, diente der versierte Staatsmann unter vier deutschen Kaisern (Friedrich I., Heinrich VI., Philipp von Schwaben und Otto IV.) und war vermutlich Mitglied des kaiserlichen Rats.
Reich begütert, entwickelte Kuno von M. eine rege Bau- und Stiftungstätigkeit. Auf einem Gelände am linken Mainufer, das er vom Reich zu Lehen trug, stiftete er im Jahr 1193 ein Spital und eine Marienkirche, die von Hospitalbrüdern und einem eigens dafür bestallten Pfarrer betreut wurden. Eine kaiserliche Urkunde vom 29.3.1193 bezeugt erstmals die Existenz dieser Einrichtung und ist gleichzeitig der früheste Beleg für den Ortsnamen Sachsenhausen („Sassenhusen“). Zur M.’schen Stiftung gehörten weiterhin der Sandhof, eine Wasserburg und der Hainbachwald bei Heusenstamm.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 73f., verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Literatur:
Demel, Bernhard: Die Sachsenhäuser Deutschordens-Kommende von den Anfängen bis zum Verkauf an die katholische Gemeinde Ffm. im Jahre 1881. In: Archiv f. mittelrhein. Kirchengeschichte 23 (1971), S. 37-72.
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Keunecke: Die Münzenberger 1978.
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Mann: Der Deutsche Orden u. seine Kirche in Fft. -Sachsenhausen 1990, S. 34.
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Mohrhardt: Die Herren von Hagen-Münzenberg 1986.
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Schalles-Fischer: Pfalz u. Fiskus Fft. 1969, S. 380-385.
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Schwind: Landvogtei in der Wetterau 1972.
GND: 1076045359 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Münzenberg, Kuno von. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/585.
Stand des Artikels: 20.9.1994