August Mouson
Fotografie von Josef Hemmo Schönebeck (um 1948; aus Lerner: Diener der Schönheit 1948, S. 23).
© Institut für Stadtgeschichte, Ffm. (Bibliothek, Sign. Hdl 299).
Mouson, August Friedrich. Seifen- und Parfümfabrikant. Parfümeur.
* 14.2.1874 Ffm., † 29.12.1958 Wehrheim/Taunus.
Sohn von Daniel M. und dessen Ehefrau Elisabethe Susanne, geb. Gattinger (1845-1918).
Ausbildung in Grasse/Südfrankreich und London. Studium der Chemie bei Dr. Fresenius in Wiesbaden und Tätigkeit in dessen Laboratorium. Seit 1905 Teilhaber, seit 1948 Alleininhaber der Firma M. in Ffm. Als Chefparfümeur entwickelte M. die Creme Mouson, die um 1912/13 auf den Markt kam, ab 1920 den Zusatz „Mit Tiefenwirkung” erhielt und schnell zu einem großen Verkaufserfolg und wichtigen Standardprodukt des Hauses wurde. Die Creme war eine erstmals auf wissenschaftlicher Grundlage hergestellte Hautpflegecreme und zeichnete sich gegenüber anderen Cremes der Zeit dadurch aus, dass die pflegenden Fette in die Haut einzogen, ohne einen glänzenden Film zu hinterlassen. Durch seinen feinen Geruchssinn und ein damit verbundenes Erinnerungsvermögen machte sich M. bei der Kreation verschiedener hochwertiger Parfüms einen Namen. Zusammen mit seinem Cousin Fritz M. führte er den Fabrikumbau in den 1920er Jahren durch. Im Zuge dessen entstanden auch ein Hausmuseum und Sozialeinrichtungen, wie z. B. eine Kantine und eine Werksbücherei. Nach dem frühen Tod seines Sohnes Hans 1943 musste M. erneut die Firmenleitung übernehmen.
Vorstandsmitglied des Verbands der Körperpflegeindustrie. Unterstützendes Mitglied der Ffter Rudergesellschaft „Germania“ 1869.
Anlässlich des vollendeten Wiederaufbaus der Werksanlagen 1958 verfasste M. den Artikel „Das Haus der Postkutsche. J. G. Mouson & Co., Ffm. – seit 1798. Vollendung des Wiederaufbaues im Jahre 1958“ (in: FLS 3/1958, S. 19-22).
1953 Bundesverdienstkreuz. 1954 Ehrenplakette der Stadt Ffm. Goldene Ehrennadel der Jägerschaft.
Sein Enkel Hans A. M. (1944-2020), Sohn von Hans M. (1904-1943), musste das Familienunternehmen 1972 verkaufen.
Ausbildung in Grasse/Südfrankreich und London. Studium der Chemie bei Dr. Fresenius in Wiesbaden und Tätigkeit in dessen Laboratorium. Seit 1905 Teilhaber, seit 1948 Alleininhaber der Firma M. in Ffm. Als Chefparfümeur entwickelte M. die Creme Mouson, die um 1912/13 auf den Markt kam, ab 1920 den Zusatz „Mit Tiefenwirkung” erhielt und schnell zu einem großen Verkaufserfolg und wichtigen Standardprodukt des Hauses wurde. Die Creme war eine erstmals auf wissenschaftlicher Grundlage hergestellte Hautpflegecreme und zeichnete sich gegenüber anderen Cremes der Zeit dadurch aus, dass die pflegenden Fette in die Haut einzogen, ohne einen glänzenden Film zu hinterlassen. Durch seinen feinen Geruchssinn und ein damit verbundenes Erinnerungsvermögen machte sich M. bei der Kreation verschiedener hochwertiger Parfüms einen Namen. Zusammen mit seinem Cousin Fritz M. führte er den Fabrikumbau in den 1920er Jahren durch. Im Zuge dessen entstanden auch ein Hausmuseum und Sozialeinrichtungen, wie z. B. eine Kantine und eine Werksbücherei. Nach dem frühen Tod seines Sohnes Hans 1943 musste M. erneut die Firmenleitung übernehmen.
Vorstandsmitglied des Verbands der Körperpflegeindustrie. Unterstützendes Mitglied der Ffter Rudergesellschaft „Germania“ 1869.
Anlässlich des vollendeten Wiederaufbaus der Werksanlagen 1958 verfasste M. den Artikel „Das Haus der Postkutsche. J. G. Mouson & Co., Ffm. – seit 1798. Vollendung des Wiederaufbaues im Jahre 1958“ (in: FLS 3/1958, S. 19-22).
1953 Bundesverdienstkreuz. 1954 Ehrenplakette der Stadt Ffm. Goldene Ehrennadel der Jägerschaft.
Sein Enkel Hans A. M. (1944-2020), Sohn von Hans M. (1904-1943), musste das Familienunternehmen 1972 verkaufen.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 67, verfasst von: Sylvia Goldhammer (redigierte Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon).
Literatur:
Lerner: Diener der Schönheit 1948, S. 21-23, 138f.
Quellen:
ISG, Ffter Rudergesellschaft „Germania“ 1869, V110/131.
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ISG, MA 4. 363 (Ehrenplakette, 1954).
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ISG, S2/3. 911.
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ISG, Wirtschaftsarchiv, Firmenarchive, Mouson-Archiv, W1/17/1, Nr. 49 (Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, 1953).
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ISG, Wirtschaftsarchiv, Firmenarchive, Mouson-Archiv, W1/17/1, Nr. 54 (insbes. zu Creme Mouson in: Materialien zur Geschichte der Fa. J. G. Mouson & Co., unveröffentlichtes Typoskript, 1948, Bl. 75a, 77f. sowie 2 Bll. Kommentar von August Mouson zu einzelnen Angaben der „Materialien“).
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ISG, Wirtschaftsarchiv, Firmenarchive, Mouson-Archiv, W1/17/1, Nr. 178 (Verleihung der Ehrenplakette der Stadt Ffm., 1954).
Internet:
Hess. Biografie, 18.11.2014.
GND: 137613040 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Goldhammer, Sylvia: Mouson, August. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/563.
Stand des Artikels: 22.6.2020
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 12.2014
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. Dezember 2014.