Fritz Mouson
Reproduktion eines Gemäldes von unbekannter Hand (aus Lerner: Diener der Schönheit 1948, S. 25).
© Institut für Stadtgeschichte, Ffm. (Bibliothek, Sign. Hdl 299).
Mouson, Friedrich Karl, gen. Fritz. Dipl.-Ing. Seifen- und Parfümfabrikant.
* 10.6.1884 Ffm., † 20.5.1926 Ffm.
Sohn von Jacques M. und dessen Ehefrau Eleonore Dorothea, geb. Hock (1848-1911).
Studium des Maschinenbaus an der TH Darmstadt. Tätigkeit für die Opelwerke in Rüsselsheim, u. a. als Rennfahrer. Seit 1912 Teilhaber der Firma M. In Zusammenarbeit mit den Architekten Robert Wollmann und Josef Geittner, letzterer Mitinhaber der Baufirma Engelhard & Cie., sowie der AG für Hoch- und Tiefbau (heute Hochtief) leitete M. von 1921 bis 1926 federführend die technische und bauliche Umgestaltung des Fabrikationsgeländes im Ffter Ostend. Für diese umfassende Modernisierung der Fabrik, wodurch die Firma zu einem weitgehend automatisierten und auf Fließbandarbeit umgestellten Industrieunternehmen wurde, hatte M. Informationsreisen in Deutschland und Amerika unternommen. Zum Höhepunkt und Wahrzeichen des neuen Firmengeländes sollte der von Robert Wollmann entworfene und 1925-26 gebaute Mousonturm werden, an dessen gestalterischer Ausführung Fritz M. eine bedeutende Einflussnahme zugeschrieben wird. Der expressionistische M.turm gilt mit einer Höhe von etwa 34 Metern und bis zu zehn Geschossen (einschließlich Keller) als das erste Hochhaus Fft.s.
Aufsichtsratsmitglied der Ffter Allgemeinen Versicherungs-AG und der Ffter Lebensversicherungs-AG.
Passionierter Jäger. Förderer von Malern und Bildhauern.
Der M.turm überstand den Zweiten Weltkrieg fast unbeschädigt und steht seit 1976 unter Denkmalschutz. Seit 1988 dient er unter der Bezeichnung „Künstlerhaus M.turm“ als Spiel- und Produktionsstätte für nationale und internationale freischaffende Künstler aus den Bereichen Tanz, Theater, Performance, Musik, Kleinkunst, Literatur und bildende Kunst.
M. starb unverheiratet und kinderlos.
Studium des Maschinenbaus an der TH Darmstadt. Tätigkeit für die Opelwerke in Rüsselsheim, u. a. als Rennfahrer. Seit 1912 Teilhaber der Firma M. In Zusammenarbeit mit den Architekten Robert Wollmann und Josef Geittner, letzterer Mitinhaber der Baufirma Engelhard & Cie., sowie der AG für Hoch- und Tiefbau (heute Hochtief) leitete M. von 1921 bis 1926 federführend die technische und bauliche Umgestaltung des Fabrikationsgeländes im Ffter Ostend. Für diese umfassende Modernisierung der Fabrik, wodurch die Firma zu einem weitgehend automatisierten und auf Fließbandarbeit umgestellten Industrieunternehmen wurde, hatte M. Informationsreisen in Deutschland und Amerika unternommen. Zum Höhepunkt und Wahrzeichen des neuen Firmengeländes sollte der von Robert Wollmann entworfene und 1925-26 gebaute Mousonturm werden, an dessen gestalterischer Ausführung Fritz M. eine bedeutende Einflussnahme zugeschrieben wird. Der expressionistische M.turm gilt mit einer Höhe von etwa 34 Metern und bis zu zehn Geschossen (einschließlich Keller) als das erste Hochhaus Fft.s.
Aufsichtsratsmitglied der Ffter Allgemeinen Versicherungs-AG und der Ffter Lebensversicherungs-AG.
Passionierter Jäger. Förderer von Malern und Bildhauern.
Der M.turm überstand den Zweiten Weltkrieg fast unbeschädigt und steht seit 1976 unter Denkmalschutz. Seit 1988 dient er unter der Bezeichnung „Künstlerhaus M.turm“ als Spiel- und Produktionsstätte für nationale und internationale freischaffende Künstler aus den Bereichen Tanz, Theater, Performance, Musik, Kleinkunst, Literatur und bildende Kunst.
M. starb unverheiratet und kinderlos.
Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Sylvia Goldhammer.
Lexika:
Zeller, S. 107.
Literatur:
Reepen, Iris: Die Mouson-Fabrik in Ffm. In: AFGK 63 (1997), insbes. S. 464-466, 484, 487f., 497.
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Lerner: Diener der Schönheit 1948, S. 24f., 27.
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Reepen: Mouson-Fabrik 1986, insbes. S. 33ff., 58-63, 106, 108-110.
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Risse: Frühe Moderne 1984, S. 154-158.
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Rödel: Fabr. 1986, S. 255, 441, 630.
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Sturm, Philipp: Geschichte, Geld und Geltung. Die Hochhausstadt Fft. In: Sturm/Cachola Schmal (Hg.): Hochhausstadt Fft. 2014, S. 14f.
Quellen:
FN, 23. 5. 1926.
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FZ, 27. 5. 1926.
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ISG, Bauaufsicht 16. 146-16. 147 (Mousonstr. 5-13).
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ISG, Denkmalamt, Pläne, Ablage Risse/Frühe Moderne.
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ISG, S1/280 (Nachlass Franz Lerner), Kasten 4.
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Chronik der Familie Mouson. Unveröffentlichtes Typoskript, [1932]: ISG, Wirtschaftsarchiv, Firmenarchive, Mouson-Archiv, W1/17/11, Nr. 17, insbes. Bl. 72-74.
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Lerner, Franz: Materialien zur Geschichte der Firma J. G. Mouson & Co. Unveröffentlichtes Typoskript, 1948: ISG, Wirtschaftsarchiv, Firmenarchive, Mouson-Archiv, W1/17/1, Nr. 54, Bl. 78-82.
GND: 137613091 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Goldhammer, Sylvia: Mouson, Fritz. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/4438.
Stand des Artikels: 7.12.2014
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 12.2014
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. Dezember 2014.