Schöpfer eines Umgebungsplans und Vogelschaubilds von Ffm. (1587/89).
Hofmann (auch: Hoffmann), Elias (auch: Helias). Maler. Kartograf.
▭ 29.5.1592 Ffm.
Im Jahr seiner Ersterwähnung 1569 betrieb H. eine Druckerei und eine Buch- bzw. Kartenhandlung in Ffm. Zinsheber des Hainer Hofs. Beeidigter Stadtmaler für Terrainaufnahmen; zwei handgezeichnete „Terrainkarten“ von H. (1589/91) waren im Ffter Stadtarchiv bis zu dessen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 1944 überliefert.
Wohl als Gedenkblatt für das Schützenfest von 1582 auf dem Galgenfeld konzipiert, entstand in den folgenden Jahren H.s Stadtplan von Ffm. und Umgebung, den Heinrich Wirich (auch: Wierich) ab 1587 in Kupfer stach. Am 30.1.1589 überreichte H. den auf eigene Kosten, nicht im Auftrag der Stadt hergestellten Plan dem Ffter Rat. Der H.’sche Plan, der u. a. im HMF (Inv.-Nr. C18054 und C18055) erhalten ist, bestand aus zwei Blättern. Das obere Bild, umrahmt von den 19 Wappen der Schöffen und Ratsherren, zeigt das Ffter Territorium und seine angrenzenden Gebiete; das untere, von den 29 Wappen der Zunftmeister eingefasste Blatt stellt ein Vogelschaubild der Stadt – von Norden gesehen – dar. In den oberen Ecken halten Justitia und Pax das Kaiserliche bzw. das Stadtwappen, in den unteren Ecken Fortitudo und Prudentia die Wappen der Bürgermeister Achilles von Holzhausen und Herrmann Reckmann. Der Plan diente möglicherweise Wilhelm Dilich als Vorlage für seine Karten von Ffm. (1605).
H.s Tochter Margarethe heiratete nach dem Tod des Vaters den Maler Philipp Uffenbach (2.7.1593), der ein Schüler und der Nachfolger von H. in dessen Werkstatt im Hainer Hof war.
Wohl als Gedenkblatt für das Schützenfest von 1582 auf dem Galgenfeld konzipiert, entstand in den folgenden Jahren H.s Stadtplan von Ffm. und Umgebung, den Heinrich Wirich (auch: Wierich) ab 1587 in Kupfer stach. Am 30.1.1589 überreichte H. den auf eigene Kosten, nicht im Auftrag der Stadt hergestellten Plan dem Ffter Rat. Der H.’sche Plan, der u. a. im HMF (Inv.-Nr. C18054 und C18055) erhalten ist, bestand aus zwei Blättern. Das obere Bild, umrahmt von den 19 Wappen der Schöffen und Ratsherren, zeigt das Ffter Territorium und seine angrenzenden Gebiete; das untere, von den 29 Wappen der Zunftmeister eingefasste Blatt stellt ein Vogelschaubild der Stadt – von Norden gesehen – dar. In den oberen Ecken halten Justitia und Pax das Kaiserliche bzw. das Stadtwappen, in den unteren Ecken Fortitudo und Prudentia die Wappen der Bürgermeister Achilles von Holzhausen und Herrmann Reckmann. Der Plan diente möglicherweise Wilhelm Dilich als Vorlage für seine Karten von Ffm. (1605).
H.s Tochter Margarethe heiratete nach dem Tod des Vaters den Maler Philipp Uffenbach (2.7.1593), der ein Schüler und der Nachfolger von H. in dessen Werkstatt im Hainer Hof war.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 345, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Thieme/Becker 17 (1924), S. 250.
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Zülch, S. 380f.
Literatur:
Donner-von Richter, Otto: Philipp Uffenbach 1566-1636 und andere gleichzeitig in Ffm. lebende Maler. In: AFGK III, 7 (1901), S. 1-220, hier S. 127-132.
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Ritter, Hermann: Matthäus Merians großer Stadtplan von 1628 und Elias Hofmanns Stadtplan von 1582. In: Alt-Fft. 2 (1910), H. 3, S. 61-69.
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Berger u. a.: Fft. u. Umgebung auf hist. Karten 2020, S. 31-40.
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Wolff, Fritz: Elias Hoffmann – ein Ffter Kartenzeichner und Wappenmaler des 16. Jahrhunderts. In: ZHG 94 (1989) S. 71-100.
Quellen:
ISG, S2/13. 611.
GND: 1041762674 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Hofmann, Elias. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2767.
Stand des Artikels: 17.8.1989