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Holzhausen, Achilles von

Wappen von Achilles von Holzhausen

Wappen von Achilles von Holzhausen auf der sandsteinernen Tafel (1571) über dem Eingang zum Holzhausenschlösschen
Foto: Barbara Staubach.

© Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen, Ffm.

Holzhausen, Achilles von. Stadtpolitiker. ~ 28.12.1535 Ffm., ▭ 6.4.1590 Ffm.
Sohn von Justinian von H. und dessen Ehefrau Anna, geb. Fürstenberger († 1573).
Studium in Straßburg und Paris.
Mitglied der Patriziergesellschaft Alten-Limpurg. Seit 1570 Ratsherr. Seit 1577 Schöffe. 1575 Jüngerer, 1583 und 1588 Älterer Bürgermeister. Vertreter Fft.s beim Oberrheinischen Reichskreis. Pfleger des Katharinenklosters.
H. übernahm unter Vergleich mit seinen Brüdern 1565 die H.-Öde von der verwitweten Mutter, der er dafür 2.000 Gulden (davon 860 Gulden in bar, 540 Gulden in Form von einem Gültbrief der Herren von Königstein und 600 Gulden in Anrechnung seines noch ausstehenden Heiratsguts) zahlte. 1571 ließ er das dortige Wohnhaus, das bei der Belagerung von 1552 zerstört worden war, neu bauen. Daran erinnert eine sandsteinerne Wappentafel, die bis heute über dem Eingang des H.schlösschens, des Nachfolgebaus des von H. errichteten Gutshauses, angebracht ist.
Verheiratet in erster Ehe (seit 1564) mit Marg(a)retha von H., geb. Stalburg (auch: Stalburger; † 1571), in zweiter Ehe (seit 1575) mit Barbara von H., geb. zum Jungen, verw. von Glauburg (1544-1602). Von den drei Söhnen aus erster Ehe erreichte nur der mittlere, Johann Adolph von H. (1568-1616), das Erwachsenenalter; er gehörte seit 1595 dem Rat der Stadt an, war seit 1603 Schöffe und erlag während der Hinrichtung Fettmilchs am 28.2.1616 einem Herzschlag. Die Tochter aus zweiter Ehe, Kunigunde von H. (1576-1632), heiratete wiederum in die Familie Stalburger ein, mit der H. bereits durch seine erste Ehe verschwägert war. H.s jüngster Sohn, der einzige aus der zweiten Ehe, Hans Georg von H. (1579-1603), fiel im Türkenkrieg in Siebenbürgen.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 348, verfasst von: Roman Fischer (überarbeitete Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon von Roman Fischer/Sabine Hock).

Lexika: Körner/Hansert: Ffter Patrizier 2003, S. 180f.
Körner, Hans: Ffter Patrizier. Historisch-Genealogisches Handbuch der Adeligen Ganerbschaft des Hauses Alten-Limpurg zu Ffm. Neubearb. u. fortgesetzt durch Andreas Hansert. Neustadt/Aisch 2003.
| Richel, S. 263.
Richel, Arthur: Katalog der Abteilung Fft. [der Ffter Stadtbibliothek]. Bd. 2: Literatur zur Familien- und Personengeschichte. Ffm. 1929.
Literatur: Battonn: Oertliche Beschreibung 1 (1861), S. 249.
Battonn, Johann Georg: Oertliche Beschreibung der Stadt Ffm. Hg. v. Verein für Geschichte und Alterthumskunde zu Ffm. durch L[udwig] H[einrich] Euler. 7 Hefte (in 3 Bden.). Ffm. 1861-75.
| Hansert: Patriziat im alten Fft. 2000; vgl. die dazugehörige Stammtafel der Ffter Patrizierfamilie Holzhausen (11. Generation).
Hansert, Andreas: Aus Auffrichtiger Lieb Vor Franckfurt. Patriziat im alten Fft. Hg. v. d. Cronstett- und Hynspergischen Evangelischen Stiftung und dem Historischen Museum Fft. Ffm. 2000.
| Kriegk: Bürgerthum 1868/71, Bd. I, S. 492.
Kriegk, Georg Ludwig: Deutsches Bürgerthum im Mittelalter. Nach urkundlichen Forschungen und mit besonderer Beziehung auf Ffm. Ffm. 1868, NF 1871.
| Limberg: Holzhausenschlösschen 2015, S. 17f., 47-49.
Limberg, Hannelore: Holzhausenschlösschen. Berlin/München 2015. (Ffter Architektur und Geschichte 2).
Quellen: ISG, Holzhausen-Archiv: Urkunden II (Best. S1-1004-02), Sign. 448-450.
ISG, Archiv der Familie Holzhausen, u. a. mit Akten und Urkunden, etwa 13.-19. Jahrhundert.
| ISG, S2/13. 920.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Internet: Ffter Patriziat, 9.6.2016.
Das Ffter Patriziat, Internetseiten mit Informationen (u. a. einer genealogischen Datenbank) zum Ffter Patriziat, bearb. v. Andreas Hansert, Projektträger: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Ffm.
https://frankfurter-patriziat.de/node/88163

GND: 1189183633 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Fischer, Roman/Hock, Sabine: Holzhausen, Achilles von. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/4161.


Stand des Artikels: 9.6.2016
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 06.2016
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. Juni 2016.
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Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Stiftung Niederländische Gemeinde Augsburger Confession

Kooperationspartner: Frankfurter Historische Kommission
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Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
Datenbankprogrammierung: Andreas Bombel
Gestaltung: Anja Müller-Ries

Bildnachweis für die Kopfleiste (v. l. n. r.): Hamman von Holzhausen (Hans Happ nach Conrad Faber von Creuznach/UB Ffm.), Arthur Schopenhauer (ISG), Friedrich Stoltze (ISG), Johann Wolfgang Goethe (Johann Heinrich Lips/FDH-FGM), Max Beckmann (ISG), Bertha Pappenheim (ISG), Eduard Rüppell (Pompeo Marchesi/Archiv der SGN als Dauerleihgabe im HMF/Foto: Sven Tränkner), Paul Ehrlich (ISG), Christian Egenolff (Johann Friedrich Schmidt nach dem Monogrammisten „M“/ISG), Karl der Große (Andreas Artur Hoferick nach Karl Eduard Wendelstadt/Foto: Wolfgang Faust), Franz Adickes (ISG), Liesel Christ (hr-Archiv/Foto: Kurt Bethke), Ernst May (ISG), Georg Philipp Telemann (Valentin Daniel Preisler nach Ludwig Michael Schneider/ISG).

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