Bunsen, Familie.
Der aus Arolsen stammende Philipp Christian Bunsen kam 1764 als Münzmeister und Stadtgeometer nach Ffm. Bei seinem Tod 1790 übernahm sein Sohn Johann Georg B. das Amt. Dessen Söhne, der Lehrer Georg B., der Arzt Karl B. und vor allem Gustav B., ebenfalls Arzt, waren führende Köpfe des Ffter Wachensturms von 1833. Nach dessen Scheitern floh Gustav B. nach Nordamerika, wohin ihm sein Bruder Georg B. bald folgte. Karl B. wurde 1834 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt, weil er an einem Versuch zur Befreiung der nach dem Wachensturm in der Konstablerwache einsitzenden Gefangenen beteiligt war, und starb kaum ein Jahr nach seiner Haftentlassung.
Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Sabine Hock.
Artikel in: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 121f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Schrotzenberger, S. 36f.
Schrotzenberger, Robert: Francofurtensia. Aufzeichnungen zur Geschichte von Ffm. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Ffm. 1884.
Quellen:
ISG, S2/2.146 (Familie Bunsen).
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
5 herausragende Vertreter der Familie in Ffm.
Bunsen, Georg
Bunsen, Georg Carl (auch: Karl) Adolph. Pädagoge.
* 18.2.1794 Ffm., † 3.10.1872 Belleville/Illinois (USA).
Sohn von Johann Georg B. und dessen Ehefrau Charlotte (eigentl.: Charlotta) Augusta Christiana, geb. Huth (1766-1847). Bruder von Karl und Gustav B.
Anhänger der Pestalozzi’schen Lehrmethode und der Jahn’schen Turnerziehung. Nach dem Studium der Philosophie in Berlin (seit 1812) gründete B. 1820 in Ffm. die „B.’sche Lehr- und Erziehungsanstalt für Knaben“, deren Schulgebäude zunächst das Haus Sonneck auf der Pfingstweide war. Die Anstalt wurde dann mit der von Ludwig Hadermann (1770-1846) begründeten Schule vereinigt und in den „Weißen Hirsch“ auf dem Hirschgraben, später in die Neue Mainzer Straße verlegt. B. leitete die Schule bis zu seiner Emigration 1834; dann ging sie an seinen bisherigen Mitvorsteher Johann Ludwig Georg Stellwag (1801-1847) über.
B. gehörte, wie sein Bruder Gustav B., zu den Planern des Ffter Wachensturms von 1833. Als Gustav B. nach der missglückten Revolte steckbrieflich gesucht wurde, versteckte B. ihn fünf Wochen lang bei sich, bevor Gustav B. nach Nordamerika floh. Am 2.3.1834 ebenfalls nach Amerika ausgewandert, gründete B. in Belleville/Illinois eine neue Pestalozzi-Schule.
Anhänger der Pestalozzi’schen Lehrmethode und der Jahn’schen Turnerziehung. Nach dem Studium der Philosophie in Berlin (seit 1812) gründete B. 1820 in Ffm. die „B.’sche Lehr- und Erziehungsanstalt für Knaben“, deren Schulgebäude zunächst das Haus Sonneck auf der Pfingstweide war. Die Anstalt wurde dann mit der von Ludwig Hadermann (1770-1846) begründeten Schule vereinigt und in den „Weißen Hirsch“ auf dem Hirschgraben, später in die Neue Mainzer Straße verlegt. B. leitete die Schule bis zu seiner Emigration 1834; dann ging sie an seinen bisherigen Mitvorsteher Johann Ludwig Georg Stellwag (1801-1847) über.
B. gehörte, wie sein Bruder Gustav B., zu den Planern des Ffter Wachensturms von 1833. Als Gustav B. nach der missglückten Revolte steckbrieflich gesucht wurde, versteckte B. ihn fünf Wochen lang bei sich, bevor Gustav B. nach Nordamerika floh. Am 2.3.1834 ebenfalls nach Amerika ausgewandert, gründete B. in Belleville/Illinois eine neue Pestalozzi-Schule.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 121, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Schrotzenberger, S. 36.
Literatur:
Richel: Pestalozzi-Gedächtnisausstellung 1927, S. 52 (mit Sterbedatum).
Quellen:
ISG, S2/12. 569.
GND: 1175143626 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Bunsen, Georg. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1908.
Stand des Artikels: 18.8.1987
Bunsen, Gustav
Bunsen, Johann Ernst Friedrich Gustav. Dr. med. Arzt. Revolutionär.
* 25.8.1804 Ffm., ⚔ 27.2.1836 San Patricio/Texas.
Sohn von Johann Georg B. und dessen Ehefrau Charlotte (eigentl.: Charlotta) Augusta Christiana, geb. Huth (1766-1847). Bruder von Georg und Karl B.
Studium der Medizin in Würzburg und Heidelberg, wo B. als Burschenschafter eine entscheidende Rolle in der Studentenbewegung spielte. 1831 nahm er als Freiwilliger am polnischen Unabhängigkeitskrieg teil und geriet als Chirurg der polnischen Aufständischen-Armee in kurze Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr nach Ffm. schloss sich B. als entschiedener Republikaner dem Preß- und Vaterlandsverein an. Seit Herbst 1832 bereitete eine im Untergrund tätige Gruppe des Vereins, in der B. führend mitarbeitete, die Revolution vor. Es wurde geplant, mit einer kleinen Schar entschlossener Revolutionäre die Ffter Wachen einzunehmen, um damit einen allgemeinen Aufstand auszulösen. B. begann, in seiner Wohnung im Münzhof ein geheimes Waffendepot anzulegen, das er mit Hilfe des Bankiers und Weinhändlers Philipp David Hinkel und seines Bruders Georg B. finanzierte. Anfang 1833 reiste B. in verschiedene Universitätsstädte zu Koordinierungsgesprächen mit den dortigen Burschenschaftsvereinigungen. Der Termin für den Aufstand wurde auf den 3. April 1833 festgesetzt. Am Vortag hielt der revolutionäre Kreis der aus verschiedenen Universitätsstädten angereisten Burschenschafter unter B.s Vorsitz eine letzte vorbereitende Konferenz in Bockenheim ab. Am späten Abend des 3. April versammelte sich ein Teil der Aufständischen in B.s Wohnung und ging von dort unter B.s Führung zur Hauptwache. Eine zweite Gruppe hielt sich in der Nähe der Konstablerwache bereit. Um 21.30 Uhr gab B. vor der Hauptwache den Befehl zum Angriff und stürmte als erster in das Wachgebäude. Die Hauptwache wurde im Handstreich genommen, doch blieb – trotz mehrmaliger Aufrufe B.s an die Menge – die erwartete spontane Unterstützung der Bevölkerung aus. Während die Rebellen auf die Konstablerwache stürmten, zog B. selbst mit einem kleinen Trupp zum Dom und ließ die Sturmglocke läuten. Dann ging er zur Konstablerwache zurück, wo inzwischen das Linienmilitär versuchte, das Wachgebäude zurückzugewinnen. Die Hauptwache war bereits zurückerobert. Die Revolutionäre leisteten dem Militär erbitterten Widerstand. B. rief zum Durchhalten auf. Doch die Aufständischen mussten sich bald zurückziehen. B. floh als letzter. Der Ffter Wachensturm war gescheitert. B. konnte sich fünf Wochen lang in der Wohnung seines Bruders Georg B. verstecken. Inzwischen steckbrieflich gesucht, verließ er im Mai 1833 zusammen mit seinem Freund Adolf Berchelmann (1809-1873) Ffm. und wanderte über Frankreich nach Nordamerika aus. Zunächst versuchte er, in Belleville/Illinois als Landwirt sesshaft zu werden. Dann eröffnete er eine Arztpraxis in Cincinnati/Ohio. Im Herbst 1835 schloss sich B. der texanischen Freiwilligenarmee an. In den Kämpfen für die Unabhängigkeit Texas’ von Mexiko fiel B. am 27.2.1836 bei San Patricio, wo sein Grab auf einem verlassenen Friedhof am Nueces River noch erhalten ist. B. galt lange als verschollen und wurde erst am 14.3.1870 für tot erklärt. Von den Umständen seines Todes zeugen jedoch eidesstattliche Erklärungen ehemaliger Mitkämpfer (1856) im Archiv der University of Texas Library.
Studium der Medizin in Würzburg und Heidelberg, wo B. als Burschenschafter eine entscheidende Rolle in der Studentenbewegung spielte. 1831 nahm er als Freiwilliger am polnischen Unabhängigkeitskrieg teil und geriet als Chirurg der polnischen Aufständischen-Armee in kurze Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr nach Ffm. schloss sich B. als entschiedener Republikaner dem Preß- und Vaterlandsverein an. Seit Herbst 1832 bereitete eine im Untergrund tätige Gruppe des Vereins, in der B. führend mitarbeitete, die Revolution vor. Es wurde geplant, mit einer kleinen Schar entschlossener Revolutionäre die Ffter Wachen einzunehmen, um damit einen allgemeinen Aufstand auszulösen. B. begann, in seiner Wohnung im Münzhof ein geheimes Waffendepot anzulegen, das er mit Hilfe des Bankiers und Weinhändlers Philipp David Hinkel und seines Bruders Georg B. finanzierte. Anfang 1833 reiste B. in verschiedene Universitätsstädte zu Koordinierungsgesprächen mit den dortigen Burschenschaftsvereinigungen. Der Termin für den Aufstand wurde auf den 3. April 1833 festgesetzt. Am Vortag hielt der revolutionäre Kreis der aus verschiedenen Universitätsstädten angereisten Burschenschafter unter B.s Vorsitz eine letzte vorbereitende Konferenz in Bockenheim ab. Am späten Abend des 3. April versammelte sich ein Teil der Aufständischen in B.s Wohnung und ging von dort unter B.s Führung zur Hauptwache. Eine zweite Gruppe hielt sich in der Nähe der Konstablerwache bereit. Um 21.30 Uhr gab B. vor der Hauptwache den Befehl zum Angriff und stürmte als erster in das Wachgebäude. Die Hauptwache wurde im Handstreich genommen, doch blieb – trotz mehrmaliger Aufrufe B.s an die Menge – die erwartete spontane Unterstützung der Bevölkerung aus. Während die Rebellen auf die Konstablerwache stürmten, zog B. selbst mit einem kleinen Trupp zum Dom und ließ die Sturmglocke läuten. Dann ging er zur Konstablerwache zurück, wo inzwischen das Linienmilitär versuchte, das Wachgebäude zurückzugewinnen. Die Hauptwache war bereits zurückerobert. Die Revolutionäre leisteten dem Militär erbitterten Widerstand. B. rief zum Durchhalten auf. Doch die Aufständischen mussten sich bald zurückziehen. B. floh als letzter. Der Ffter Wachensturm war gescheitert. B. konnte sich fünf Wochen lang in der Wohnung seines Bruders Georg B. verstecken. Inzwischen steckbrieflich gesucht, verließ er im Mai 1833 zusammen mit seinem Freund Adolf Berchelmann (1809-1873) Ffm. und wanderte über Frankreich nach Nordamerika aus. Zunächst versuchte er, in Belleville/Illinois als Landwirt sesshaft zu werden. Dann eröffnete er eine Arztpraxis in Cincinnati/Ohio. Im Herbst 1835 schloss sich B. der texanischen Freiwilligenarmee an. In den Kämpfen für die Unabhängigkeit Texas’ von Mexiko fiel B. am 27.2.1836 bei San Patricio, wo sein Grab auf einem verlassenen Friedhof am Nueces River noch erhalten ist. B. galt lange als verschollen und wurde erst am 14.3.1870 für tot erklärt. Von den Umständen seines Todes zeugen jedoch eidesstattliche Erklärungen ehemaliger Mitkämpfer (1856) im Archiv der University of Texas Library.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 121, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Schrotzenberger, S. 36.
Literatur:
Hale, Douglas: Ein Ffter Revolutionär im texanischen Unabhängigkeitskrieg. In: AFGK 57 (1980), S. 151-166.
|
Beier: Arbeiterbewegung 1984, S. 390.
Quellen:
ISG, S2/13. 052.
GND: 135705037 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Bunsen, Gustav. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1909.
Stand des Artikels: 21.8.1987
Bunsen, Johann Georg
Bunsen, Johann Georg. Münzrat. Münzmeister und Geometer.
* 15.6.1766 Ffm., † 14.1.1833 Ffm.
Sohn von Philipp Christian B. und dessen Ehefrau Christiana Elisabetha, geb. Linden. Verheiratet (seit 1791) mit Charlotte (eigentl.: Charlotta) Augusta Christiana, geb. Huth (1766-1847). Vater von Georg, Karl und Gustav B.
Als Nachfolger seines Vaters seit 1790 Münzmeister und Stadtgeometer in Ffm. Fertigte 1797 einen Riss vom Gelände des St. Katharinen- und Weißfrauenstifts an.
Seine Ehefrau Charlotte B. gründete eine Erziehungsanstalt für Mädchen in Ffm.
Als Nachfolger seines Vaters seit 1790 Münzmeister und Stadtgeometer in Ffm. Fertigte 1797 einen Riss vom Gelände des St. Katharinen- und Weißfrauenstifts an.
Seine Ehefrau Charlotte B. gründete eine Erziehungsanstalt für Mädchen in Ffm.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 122, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Schrotzenberger, S. 36.
Literatur:
Joseph/Fellner: Die Münzen von Ffm. 1896.
Quellen:
ISG, Dienstbriefe.
|
Eintrag der Heirat mit Charlotta Augusta Christiana Huth, 27. 1. 1791: ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbuch 20 (1788-97), S. 207.
GND: 1195861907 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Bunsen, Johann Georg. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1910.
Stand des Artikels: 21.8.1987
Bunsen, Karl
Bunsen, Friedrich Karl (eigentl.: Carl) Ludwig. Dr. med. Praktischer Arzt und Geburtshelfer.
* 14.1.1796 Ffm., † 2.4.1839 Ffm.
Sohn von Johann Georg B. und dessen Ehefrau Charlotte (eigentl.: Charlotta) Augusta Christiana, geb. Huth (1766-1847). Bruder von Georg und Gustav B.
Am 26.6.1820 Promotion zum Doktor der Medizin und Chirurgie in Erlangen. 1820 Aufnahme als Arzt in Ffm.
Am 4.11.1834 verhaftet wegen Verdachts auf Beteiligung an dem Komplott vom 2.5.1834 zur Befreiung der wegen des Ffter Wachensturms in der Konstablerwache sitzenden Gefangenen. Wegen Mitwisserschaft bei diesem Komplott und Mitgliedschaft im Ffter Männerbund zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Durch Spruch des Oberappellationsgerichts zu Lübeck am 7.6.1838 aus der Haft in der Festung Hartenberg zu Mainz entlassen.
Porträt (von unbekannter Hand) im Besitz der Dr. Senckenbergischen Stiftung.
Am 26.6.1820 Promotion zum Doktor der Medizin und Chirurgie in Erlangen. 1820 Aufnahme als Arzt in Ffm.
Am 4.11.1834 verhaftet wegen Verdachts auf Beteiligung an dem Komplott vom 2.5.1834 zur Befreiung der wegen des Ffter Wachensturms in der Konstablerwache sitzenden Gefangenen. Wegen Mitwisserschaft bei diesem Komplott und Mitgliedschaft im Ffter Männerbund zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Durch Spruch des Oberappellationsgerichts zu Lübeck am 7.6.1838 aus der Haft in der Festung Hartenberg zu Mainz entlassen.
Porträt (von unbekannter Hand) im Besitz der Dr. Senckenbergischen Stiftung.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 122, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Kallmorgen, S. 234.
|
Kutz: Senck. Portr., S. 124, Nr. 90.
|
Neuer Nekr. 17, 2 (1839), S. 1060-1063, Nr. 363.
|
Schrotzenberger, S. 36.
Quellen:
ISG, S2/2. 146 (Familie Bunsen).
GND: 123304695 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Bunsen, Karl. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1911.
Stand des Artikels: 24.8.1987
Bunsen, Philipp Christian
Bunsen, Philipp Christian. Münzmeister und Geometer.
* 1.10.1729 Arolsen, † 10.2.1790 Ffm.
Zunächst Waldeckischer Münz- und Postmeister in Arolsen. Am 23.10.1764 als Münzmeister und Stadtgeometer nach Ffm. berufen. Bezog seine Wohnung in der damals neu aufgebauten Münze. Seit 1768 Ffter Bürger. Als 1785 der Beschluss gefasst wurde, die Landwehr zu schleifen und aufzuteilen, wurde B. als Stadtgeometer beauftragt, ein Gutachten über die Aufteilung zu erstellen, eine Vermessung der Gebiete vorzunehmen und einen Riss herzustellen. In einem am 29.12.1789 im Senat verlesenen Schreiben bat B., wegen eigener Altersschwäche und Kränklichkeit seinen dritten Sohn, Johann Georg B., als Adjunkt an der Münze anzustellen. Dies wurde am 19.1.1790 bewilligt. Kurz darauf starb B. Johann Georg B. trat am 2.3.1790 die Nachfolge im Amt des Vaters an.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 122, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Literatur:
Pelissier, Eduard: Die Landwehren der Reichsstadt Ffm. AFGK III, 8 (1905), S. 263-265.
|
Joseph/Fellner: Die Münzen von Ffm. 1896.
Quellen:
ISG, Dienstbriefe.
|
ISG, S2/9. 456.
|
Stricker, Friedrich Wilhelm Carl: Mittheilungen zur Ffter Familiengeschichte. I. In: Mitteilungen d. Geschichtsvereins 3 (1868), H. 4 (Juli 1868), S. 472f., hier S. 472.
GND: 119442841X ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Bunsen, Philipp Christian. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1912.
Stand des Artikels: 24.8.1987
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Bunsen, Familie. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2728.
Die Autorenangabe bezieht sich auf den Artikel über die Familie. Die Angaben zu Autoren der hier ebenfalls dargestellten Personenartikel finden Sie, indem Sie auf die Namen der einzelnen Personen klicken.
Stand des Artikels: 29.9.2022