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Furck, Sebastian

Porträtist der Ffter Gesellschaft in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Furck, Sebastian. Kupferstecher und Porträtist. * um 1600 Alterkülz bei Kastellaun/Hunsrück, ▭ 1.6.1655 Ffm.
Seit 1617 oder 1618 in Ffm. Lehre bei dem Goldschmied und Kupferstecher Eberhard Kieser, der ebenfalls aus Kastellaun stammte und seit 1616 einen eigenen Verlag in Ffm. betrieb. Arbeitete seit 1623 bei Kieser an Daniel Meisners „Thesaurus philo-politicus“ mit (neben Matthäus Merian d. Ä., Johann Theodor de Bry u. a.). Die Illustrationen des „Thesaurus“, der sechs Teile mit je 52 Tafeln umfasst, stellen moralisierende Sprüche in kleinen Szenen vor verschiedenen Stadtansichten als Hintergrund dar, meist nach fremden Vorlagen. Auch bei der späteren Erweiterung des „Thesaurus“ zur „Sciagraphica cosmica“ wirkte F. mit. Seit 1625 Porträtstecher. Nachdem ein erstes Gesuch F.s um Beisassenrecht vom 3.6.1628 abgelehnt worden war, wurde einem erneuten Antrag vom 23.10.1628 stattgegeben. Seit 1642 Ffter Bürger.
F. gilt als ein Kupferstecher, der seine Kunst mehr handwerksmäßig im Auftrag bürgerlicher Kreise betrieb. Er arbeitete u. a. an Boissards „Bibliotheca Chalcographica“ (1628) mit, für deren 6. Teil er 53 Porträts schuf. Daneben sind 167 weitere Kupferstichporträts von F.s Hand bekannt, meist Bildnisse von Ffter Persönlichkeiten, u. a. von Johann Martin Baur von Eysseneck, Johann von den Birghden, Wilhelm Dilich, Georg Flegel, Hector Wilhelm von Günderrode, Johann Andreas Herbst, Johann Maximilian zum Jungen, Peter Lotichius, Philipp Ludwig von Melem, Matthäus Merian d. Ä., Johann von den Popelieren, Hieronymus Steffan von Cronstetten und Heinrich Tettelbach. Die Porträts, meist Brustbilder in ovalem Rahmen, stach F. nach eigenen Zeichnungen, von denen jedoch nur zwei (im Städel Ffm. und in der Universitätssammlung Göttingen) erhalten sind. Einige topografische Stiche (Gesamtansicht Fft.s von Süden, im Besitz des HMF, u. a.). Daneben Titelkupfer für Bücher und Gelegenheitsblätter (u. a. zur Vermählung des Bürgerkapitäns Johann Daniel Weitz, 1639).
Entgegen früherer Forschungsmeinungen ist F. nicht identisch mit Sebastian Fulcari.
Der Sohn Heinrich F. († 1685) war als Maler beim Neubau der St. Katharinenkirche tätig und gestaltete dort die Emporenmalerei mit dem umfangreichen Gemäldezyklus mit.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 235, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Gwinner, S. 121-123; Nachtr. (1867), S. 21f.
Gwinner, Philipp Friedrich: Kunst und Künstler in Ffm. vom 13. Jahrhundert bis zur Eröffnung des Städel’schen Kunstinstituts. Ffm. 1862. Ergänzungsbd. Ffm. 1867.
| Henning Bock in: NDB 5 (1961), S. 734.
Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bisher 27 Bde. (bis Wettiner). Berlin 1953-2020.
| Thieme/Becker 12 (1916), S. 594.
Thieme, Ulrich/Becker, Felix: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bde. Leipzig 1907-50.
| Zülch, S. 509.
Zülch, Walther Karl: Ffter Künstler 1223-1700. Ffm. 1935, unveränderter Nachdr. 1967.
Literatur: Müller, Bernhard: Sebastian Furck, Kupferstecher und Contrafaiter von Ffm. In: AFGK III, 6 (1899), S. 187-252.
Archiv für Fft.s Geschichte und Kunst. Bisher 78 Bde. Ffm. 1839-2019.
Quellen: ISG, S2/4. 852.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 121890198 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Furck, Sebastian. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2327.


Stand des Artikels: 3.6.1988

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