Diesterweg, Friedrich Adolph (auch: Adolf) Wilhelm. Dr. phil. Pädagoge.
* 29.10.1790 Siegen, † 7.7.1866 Berlin.
Vater von Moritz D.
Vom 1.1.1813 bis 1818 Lehrer für Mathematik und Physik an der Musterschule in Ffm., wo er durch Gottlieb Anton Gruner und Johann de Laspée in die Lehre Pestalozzis eingeführt wurde. Zudem lernte D. in Ffm. Friedrich Ludwig Jahn kennen. Als Anhänger und Förderer des Turnunterrichts ließ D. einen Turnplatz neben dem Schulgebäude anlegen. Während er später hauptsächlich als Reformpädagoge und Verfechter der Volksbildung wirkte, war D. in seiner Ffter Zeit noch mehr auf wissenschaftlichem Gebiet tätig. Mitbegründer der „Fft.ischen Gesellschaft zur Beförderung nützlicher Künste und deren Hülfswissenschaften“ (Polytechnische Gesellschaft, 1816), in der er auch Vorträge hielt. Mitglied des „Museums“. D. geriet in einen Konflikt mit dem Oberlehrer Wilhelm Heinrich Seel (1776-1821) um Kompetenzfragen innerhalb des Kollegiums. Der Streit wurde durch die Annahme einer „Schulordnung“ (1817) beigelegt. D. verließ jedoch infolge der Auseinandersetzungen mit Seel 1818 Ffm. und ging nach Elberfeld an die lateinische Schule. Im gleichen Jahr bewarb er sich von dort aus um die Nachfolge Poppes am Ffter Gymnasium, wurde aber nicht angenommen.
Zahlreiche pädagogische Schriften und Aufsätze. Hauptwerk: „Wegweiser zur Bildung für deutsche Lehrer“ (1836). Verfasser von Schul- und Lehrbüchern. Streitschrift von D. gegen Seel: „Vom Weltuntergange, nebst einer freimüthigen Widerlegung der Theorie des Herrn Dr. Wilh. Heinrich Seel vom Weltuntergange, und anderen in die Geschichte der Erde einschlagenden Bemerkungen“ (1817).
D.straße und D.platz in Sachsenhausen. D.schule, eine Grundschule, in Ginnheim. Adolph-D.-Haus, ein 2019 eröffnetes neuerbautes Gästehaus für Schulklassen, auf der Wegscheide, dem Ffter Schullandheim bei Bad Orb. D.-Stipendium der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, gegründet 2008 als erstes Bildungsstipendium für Familien in Deutschland.
Vom 1.1.1813 bis 1818 Lehrer für Mathematik und Physik an der Musterschule in Ffm., wo er durch Gottlieb Anton Gruner und Johann de Laspée in die Lehre Pestalozzis eingeführt wurde. Zudem lernte D. in Ffm. Friedrich Ludwig Jahn kennen. Als Anhänger und Förderer des Turnunterrichts ließ D. einen Turnplatz neben dem Schulgebäude anlegen. Während er später hauptsächlich als Reformpädagoge und Verfechter der Volksbildung wirkte, war D. in seiner Ffter Zeit noch mehr auf wissenschaftlichem Gebiet tätig. Mitbegründer der „Fft.ischen Gesellschaft zur Beförderung nützlicher Künste und deren Hülfswissenschaften“ (Polytechnische Gesellschaft, 1816), in der er auch Vorträge hielt. Mitglied des „Museums“. D. geriet in einen Konflikt mit dem Oberlehrer Wilhelm Heinrich Seel (1776-1821) um Kompetenzfragen innerhalb des Kollegiums. Der Streit wurde durch die Annahme einer „Schulordnung“ (1817) beigelegt. D. verließ jedoch infolge der Auseinandersetzungen mit Seel 1818 Ffm. und ging nach Elberfeld an die lateinische Schule. Im gleichen Jahr bewarb er sich von dort aus um die Nachfolge Poppes am Ffter Gymnasium, wurde aber nicht angenommen.
Zahlreiche pädagogische Schriften und Aufsätze. Hauptwerk: „Wegweiser zur Bildung für deutsche Lehrer“ (1836). Verfasser von Schul- und Lehrbüchern. Streitschrift von D. gegen Seel: „Vom Weltuntergange, nebst einer freimüthigen Widerlegung der Theorie des Herrn Dr. Wilh. Heinrich Seel vom Weltuntergange, und anderen in die Geschichte der Erde einschlagenden Bemerkungen“ (1817).
D.straße und D.platz in Sachsenhausen. D.schule, eine Grundschule, in Ginnheim. Adolph-D.-Haus, ein 2019 eröffnetes neuerbautes Gästehaus für Schulklassen, auf der Wegscheide, dem Ffter Schullandheim bei Bad Orb. D.-Stipendium der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, gegründet 2008 als erstes Bildungsstipendium für Familien in Deutschland.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 155f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Berliner Biogr. Lex., S. 101.
|
Albert Reble in: NDB 3 (1957), S. 666f.
|
Schrotzenberger, S. 51.
Literatur:
Köhler: Adolph Diesterweg 2016.
Quellen:
ISG, S2/203.
GND: 118525484 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Diesterweg, Adolph. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2014.
Stand des Artikels: 12.11.1987