Breuer, Salomon. Dr. phil. Rabbiner.
* 27.6.1850 Szántó (Ungarn), † 17.7.1926 Ffm.
Verheiratet (seit 1876) mit Zipora Sophie B., geb. Hirsch (1852-1921). Schwiegersohn von Samson Raphael Hirsch, dem Rabbiner der Israelitischen Religionsgesellschaft in Ffm. Acht Kinder, u. a. Raphael B. (1881-1932), Rabbiner (als Gemeinderabbiner in Aschaffenburg, 1909-32); Josef B. (1882-1980), Rabbiner; Isaac B. (1883-1946), Jurist; Samson B. (1891-1974), Mathematiker.
Als Nachfolger seines Schwiegervaters Samson Raphael Hirsch kam B. 1890 nach Ffm. Unmittelbar nach seinem Amtsantritt gründete er eine Jeschiwa (Thora-Lehranstalt) in Ffm., die er bis zu seinem Tod leitete. Aus dieser Jeschiwa ging eine ganze Generation orthodoxer Rabbiner hervor. B. galt als führende Persönlichkeit der separatistischen gesetzestreuen Richtung im deutschen Judentum. Er setzte den Kampf gegen die Gesamtgemeinde, insbesondere gegen die „Gemeindekonservativen“ und deren Rabbiner Markus Horovitz, kompromisslos fort und verschärfte somit die innerjüdischen Gegensätze in der Ffter Judenschaft. Sein Verdienst ist die Konsolidierung der Gemeinde der Israelitischen Religionsgemeinschaft und die Stärkung des Selbstbewusstseins dieser Gemeinde. Höhepunkt seiner Amtszeit in Ffm. war die Einweihung der Synagoge an der Friedberger Anlage (1907).
In den innerjüdischen Auseinandersetzungen kam B. über Ffm. hinausreichende Bedeutung zu. So war er Begründer des Verbands der Orthodoxen Rabbiner Deutschlands und Mitglied des Rabbinischen Rats der Agudas Jisroel.
Im Kampf für die separatistische Orthodoxie wurde B. literarisch von seinem Sohn Isaac B. unterstützt.
Als Nachfolger seines Schwiegervaters Samson Raphael Hirsch kam B. 1890 nach Ffm. Unmittelbar nach seinem Amtsantritt gründete er eine Jeschiwa (Thora-Lehranstalt) in Ffm., die er bis zu seinem Tod leitete. Aus dieser Jeschiwa ging eine ganze Generation orthodoxer Rabbiner hervor. B. galt als führende Persönlichkeit der separatistischen gesetzestreuen Richtung im deutschen Judentum. Er setzte den Kampf gegen die Gesamtgemeinde, insbesondere gegen die „Gemeindekonservativen“ und deren Rabbiner Markus Horovitz, kompromisslos fort und verschärfte somit die innerjüdischen Gegensätze in der Ffter Judenschaft. Sein Verdienst ist die Konsolidierung der Gemeinde der Israelitischen Religionsgemeinschaft und die Stärkung des Selbstbewusstseins dieser Gemeinde. Höhepunkt seiner Amtszeit in Ffm. war die Einweihung der Synagoge an der Friedberger Anlage (1907).
In den innerjüdischen Auseinandersetzungen kam B. über Ffm. hinausreichende Bedeutung zu. So war er Begründer des Verbands der Orthodoxen Rabbiner Deutschlands und Mitglied des Rabbinischen Rats der Agudas Jisroel.
Im Kampf für die separatistische Orthodoxie wurde B. literarisch von seinem Sohn Isaac B. unterstützt.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 105, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Literatur:
Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 64.
Quellen:
Geburtsurkunde der Ehefrau Zipora Sophie Breuer, geb. Hirsch, gest. am 2. 2. 1852 in Ffm.: ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Tauf-/Geburtsbuch, Best. STA 10/4: Standesamt Ffm., Geburtsbuch 1852, Bd. 1, S. 68, Nr. 123.
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ISG, S2/1. 953.
Internet:
Hess. Biografie, 13.6.2024.
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Wikipedia, 13.6.2024.
GND: 1163126535 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Breuer, Salomon. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1871.
Stand des Artikels: 22.5.1987