Breuer, Isaac. Dr. jur. Rechtsanwalt.
* 18.9.1883 Pápa (Ungarn), † 10.7.1946 Jerusalem.
Sohn von Salomon B. Bruder von Josef und Samson B.
Schüler der Realschule der Israelitischen Religionsgesellschaft und der B.’schen Jeschiwa in Ffm. Nach dem Studium der Jurisprudenz, Geschichte und Philosophie ließ sich B. als Rechtsanwalt in Ffm. nieder. 1936 nach Jerusalem emigriert.
Vehementer Vertreter der separatistischen Orthodoxie im Judentum, die B. literarisch unterstützte. Ideologe und Hauptsprecher der Agudas Jisroel, der 1912 gegründeten Weltbewegung des orthodoxen Judentums. B. betrachtete sich als Vollstrecker der Gedanken seines Großvaters Samson Raphael Hirsch. Er stand im Gegensatz zu Jakob Rosenheim. Bei internen Kämpfen in der Israelitischen Religionsgesellschaft um die Nachfolge des verstorbenen Rabbiners Salomon B. setzte Rosenheim gegen B., der seinen Bruder Rafael B. (1880-1932; Disktriktsrabbiner in Aschaffenburg) für dieses Amt vorgesehen hatte, die Wahl von Josef Jona Horovitz (1892-1970) durch (1929).
B. verfasste zahlreiche theoretische Schriften, in denen er den Austrittsgedanken und die Gesetzestreue befürwortete, u. a. „Preußische Austrittsgesetzgebung und das Judentum“ (1913), „Messiasspuren“ (1918), „Judenproblem“ (1922), „Das jüdische Nationalheim“ (1925), „Elischa“ (1928), „Der neue Kusari“ (1934).
Schüler der Realschule der Israelitischen Religionsgesellschaft und der B.’schen Jeschiwa in Ffm. Nach dem Studium der Jurisprudenz, Geschichte und Philosophie ließ sich B. als Rechtsanwalt in Ffm. nieder. 1936 nach Jerusalem emigriert.
Vehementer Vertreter der separatistischen Orthodoxie im Judentum, die B. literarisch unterstützte. Ideologe und Hauptsprecher der Agudas Jisroel, der 1912 gegründeten Weltbewegung des orthodoxen Judentums. B. betrachtete sich als Vollstrecker der Gedanken seines Großvaters Samson Raphael Hirsch. Er stand im Gegensatz zu Jakob Rosenheim. Bei internen Kämpfen in der Israelitischen Religionsgesellschaft um die Nachfolge des verstorbenen Rabbiners Salomon B. setzte Rosenheim gegen B., der seinen Bruder Rafael B. (1880-1932; Disktriktsrabbiner in Aschaffenburg) für dieses Amt vorgesehen hatte, die Wahl von Josef Jona Horovitz (1892-1970) durch (1929).
B. verfasste zahlreiche theoretische Schriften, in denen er den Austrittsgedanken und die Gesetzestreue befürwortete, u. a. „Preußische Austrittsgesetzgebung und das Judentum“ (1913), „Messiasspuren“ (1918), „Judenproblem“ (1922), „Das jüdische Nationalheim“ (1925), „Elischa“ (1928), „Der neue Kusari“ (1934).
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 105, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Emigrantenlex. I, S. 93f.
Literatur:
Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 61-63.
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Dölemeyer/Ladwig-Winters: Anwälte jüd. Herkunft 2004, S. 141.
Quellen:
ISG, S2/7. 395.
GND: 118852647 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Breuer, Isaac. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1869.
Stand des Artikels: 22.5.1987