Johann Schröder
Kupferstich von Sebastian Furck (1644).
© Institut für Stadtgeschichte (Sign. S7P Nr. 13003) / Historisches Museum (Inv.-Nr. C5285), Ffm.
Schröder, Johann(es). Dr. med. Arzt.
* 1600 Salzuflen/Westfalen, ▭ 3.2.1664 Ffm.
Besuch der Lateinschule in Salzuflen, dann (seit 1618) des Pädagogikums in Helmstedt. Seit 1620 Studium der Medizin, zunächst in Helmstedt, anschließend in Rostock (seit 1622) und Kopenhagen (seit 1626). Tätigkeit als Hauslehrer im Dienst des schwedischen Feldmarschalls Gustaf Graf Horn. Seit 1630 Fortsetzung des Medizinstudiums an der Universität Leiden, dann in Caen/Nordfrankreich, abgeschlossen mit der Promotion (1632). Dienst als Militärarzt bei der schwedischen Armee. 1635 ließ sich Sch. als Arzt in Ffm. nieder, und bald erwarb er das Bürgerrecht durch Einheirat in die Familie Fleischbein. Von Ffm. aus wirkte er zudem als Leibarzt an den Höfen der Landgrafen von Hessen-Darmstadt und von Hessen-Butzbach. Seit 1643 Stadtphysikus in Ffm., zunächst als Physicus ordinarius secundus, seit 1648 als Physicus ordinarius primus. Seit 1658 Physicus primarius und damit Vorsitzender der Ffter Ärzteschaft (Collegium sanitatis). Ihm oblagen die Überwachung der städtischen Hospitäler und gutachterliche Tätigkeit in Strafprozessen sowie die Aufsicht über die Apotheken der Stadt.
Verfasser eines verbreiteten Lehrbuchs der Pharmazie mit dem Titel „Pharmacopoeia medico-chymica, Sive thesaurus pharmacologicus” (dt. Kurztitel: „Artzney-Schatz“, erstmals lat. 1641, dt. 1684), das Ärzten und Apothekern fast hundert Jahre lang als Standardwerk diente, sowie weiterer medizinischer Fachschriften.
Ölporträt (von unbekannter Hand, 1638) im Besitz der Dr. Senckenbergischen Stiftung. Kupferstichporträt (von Sebastian Furck, 1644).
Verfasser eines verbreiteten Lehrbuchs der Pharmazie mit dem Titel „Pharmacopoeia medico-chymica, Sive thesaurus pharmacologicus” (dt. Kurztitel: „Artzney-Schatz“, erstmals lat. 1641, dt. 1684), das Ärzten und Apothekern fast hundert Jahre lang als Standardwerk diente, sowie weiterer medizinischer Fachschriften.
Ölporträt (von unbekannter Hand, 1638) im Besitz der Dr. Senckenbergischen Stiftung. Kupferstichporträt (von Sebastian Furck, 1644).
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 340, verfasst von: Fritz Koch (überarbeitete Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon von Fritz Koch).
Lexika:
Julius Pagel in: ADB 32 (1891), S. 518.
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Kallmorgen, S. 407.
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Kutz: Senck. Portr., S. 107, Nr. 10.
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Lersner 2. 2, S. 62.
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Richel, S. 533.
Internet:
Senckenbergische Portraitsammlung, 1.12.2023.
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Wikipedia, 23.9.2015.
GND: 122430239 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Koch, Fritz: Schröder, Johann(es). In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1139.
Stand des Artikels: 30.8.2017
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 10.2015
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. Oktober 2015.