Scherbius, Johann Jacob Gottlieb. Lehrer.
~ 28.12.1728 Ffm., † 24.10.1804 Ffm.
Sohn eines gebürtigen Türken.
Chorschüler des Ffter Gymnasiums, wobei er durch sein Einkommen als Präfekt am Chor des Gymnasiums, dann als Nachhilfelehrer seinen Unterhalt, eine Unterstützung für seinen Vater sowie das spätere Studium finanzieren konnte. In seiner Ausbildung gefördert von Senior Johann Philipp Fresenius. Studium der Theologie in Jena (1751-56). Als Kandidat der Theologie bei der Probepredigt gescheitert, war Sch. seit 1756 Hauslehrer in Ffm., u. a. Goethes Lehrer in Latein und Griechisch (1756-60). Seit 1758 Lehrer, von 1766 bis 1798 Prorektor am Ffter Gymnasium.
Ölporträt (aus dem Umkreis von Franz Lippold) im Besitz des Ffter Goethe-Museums.
Vorbild für die Titelfigur in dem 1794 erschienenen Lokalstück „Der Prorector”, das von seinem Schüler Friedrich Karl Ludwig Textor verfasst wurde und als das früheste erhaltene Lustspiel in Ffter Mundart gilt.
Sch.straße in der Kuhwaldsiedlung.
Chorschüler des Ffter Gymnasiums, wobei er durch sein Einkommen als Präfekt am Chor des Gymnasiums, dann als Nachhilfelehrer seinen Unterhalt, eine Unterstützung für seinen Vater sowie das spätere Studium finanzieren konnte. In seiner Ausbildung gefördert von Senior Johann Philipp Fresenius. Studium der Theologie in Jena (1751-56). Als Kandidat der Theologie bei der Probepredigt gescheitert, war Sch. seit 1756 Hauslehrer in Ffm., u. a. Goethes Lehrer in Latein und Griechisch (1756-60). Seit 1758 Lehrer, von 1766 bis 1798 Prorektor am Ffter Gymnasium.
Ölporträt (aus dem Umkreis von Franz Lippold) im Besitz des Ffter Goethe-Museums.
Vorbild für die Titelfigur in dem 1794 erschienenen Lokalstück „Der Prorector”, das von seinem Schüler Friedrich Karl Ludwig Textor verfasst wurde und als das früheste erhaltene Lustspiel in Ffter Mundart gilt.
Sch.straße in der Kuhwaldsiedlung.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 273, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Literatur:
Grotefend, Hermann: „Der Prorektor“ und das Ffter Gymnasium am Ende des vorigen Jahrhunderts. In: AFGK III, 4 (1893), S. 1-63.
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Kramer: Mundart 1966, S. 25-56.
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Maisak/Kölsch: Gemäldekat. d. Ffter Goethe-Museums 2011, S. 165.
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Kastner, Paul: Goethes Lehrer Johann Jacob Gottlieb Scherbius und Johann Georg Albrecht. Lehrer am Gymnasium Francofurtanum. Labores juveniles und praemia virtutis, Dichtung und Wahrheit. In: Mieles u. a. (Hg.): FS Lessing-Gymnasium 2020, S. 187-198.
GND: 121441520 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Scherbius, Johann Jacob Gottlieb. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1037.
Stand des Artikels: 27.3.1995