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Schacko, Hedwig

Hedwig Schacko

Hedwig Schacko
Porträtfotografie von Katharina Culié.
Bildquelle: Nachlass Familie Mönch, Sammlung von Emmy Heim, in Privatbesitz.

© entfällt. Die Werke der genannten Fotografin sind gemeinfrei.

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Schacko, Hedwig Anna Clara, verh. Rossbach. Psd. (vor allem in Kinderjahren): Hedwig Döring. Opernsängerin. * 22.7.1867 Dresden, † 19.3.1932 Leipzig.
Begann als Siebenjährige in Kinderrollen am Dresdner Hoftheater. Gesangausbildung unter Hildach am Dresdner Konservatorium (1884-86). Nach ersten Engagements in Dresden, Berlin und Danzig kam Sch. 1890 an das Ffter Opernhaus, wo sie als festes Ensemblemitglied bis 1912 wirkte und danach bis zu ihrem Wegzug aus Ffm. 1916 noch gelegentlich auftrat. Die vielseitige Koloratursopranistin, deren Gesangstalent mit einer ausgezeichneten schauspielerischen Begabung verbunden war, debütierte hier in der Titelpartie von Lortzings Oper „Undine“ (2.10.1890) und stieg bald zum gefeierten Star des Hauses auf. „Unser Sch.chen” wurde ein echter Publikumsliebling. Die liebste Rolle war ihr die Mignon. Besonderen Ruhm aber erlangte sie als das Gretel in Humperdincks „Hänsel und Gretel”, das sie auch in der Ffter Erstaufführung der Märchenoper sang (11.3.1894). Der Komponist selbst widmete ihr, die ein Wiener Preissingen der Gretel gewonnen hatte, seine Fotografie mit der Inschrift „Der Königin aller Gretel”. Auch in den Ffter Inszenierungen zweier späterer Opern von Humperdinck wirkte Sch. mit: als Gänsemagd in „Königskinder“ (EA, 1897) und in der Titelrolle in „Dornröschen“ (UA, 1902). In der Uraufführung des musikalischen Lustspiels „Die Abreise“ von Eugen d’Albert (1898) kreierte sie die Luise. Weitere Ffter Erstaufführungen mit Sch. waren etwa Pfitzners „Der arme Heinrich“ (als Agnes, 1897), Boieldieus „Rothkäppchen“ (in der Titelrolle, 1900), Tschaikowskys „Jolanthe“ (in der Titelrolle, 1901) und d’Alberts „Tiefland“ (als Nuri, 1906). Außerdem wurde sie für eine Reihe von Gastspielen an anderen Häusern verpflichtet, u. a. in Berlin, Basel und Dresden. Unter Gustav Mahler gastierte Sch. als Susanne und als Gilda in Wien (1899); Mahler wollte sie dorthin wie auch für ein Amerika-Gastspiel engagieren, was sie aber ablehnte. Auch als Konzertsängerin war Sch. sehr erfolgreich. Bernhard Sekles widmete ihr seine „Lieder im Volkston” op. 3 (1898).
Nach ihrem Abschied aus dem Opernensemble wirkte Sch., verpflichtet von Knorr, als Gesanglehrerin an Dr. Hoch’s Konservatorium (seit 1913). Ihre bedeutendste Schülerin war die Sopranistin Delia Reinhardt (1892-1974). 1916 zog Sch. mit ihrer Familie nach Leipzig.
Sch.s Tochter war die Altistin Fried(e)l Maria Sch. (eigentl.: Rossbach; 1905-1996), die von 1933 bis 1940 mit dem Dirigenten Maurice Abravanel (1903-1993) verheiratet war.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 247f., verfasst von: Sabine Hock (überarbeitete Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon von Sabine Hock).

Lexika: Eisenberg, S. 871f.
Ludwig Eisenberg’s Großes Biographisches Lexikon der Deutschen Bühne im XIX. Jahrhundert. Leipzig 1903.
| Kosch: Theater 3 (1992), S. 1969.
Kosch, Wilhelm: Deutsches Theaterlexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch. Fortgef. v. Ingrid Bigler-Marschall. 7 Bde. Klagenfurt, ab 4 (1998) Bern/München, ab 5 (2004) Zürich, ab 7 (2012) Berlin 1953-2012. Bisher 6 Nachtragsbände (bis Sr). Berlin 2013-18.
| Kutsch/Riemens: Gr. Sängerlex., 4. Aufl., Bd. 6 (2003), S. 4168f.
Kutsch, K. J./Riemens, Leo: Großes Sängerlexikon. 2 Bde. u. 2 Ergänzungsbde. Bern 1987 u. 1991/94. 2., unveränderte Auflage der bis 1991 erschienenen 3 Bde. Bern 1993. 3., erw. Aufl. 5 Bde. u. 2 Ergänzungsbde. Bern/München 1997 u. 2000/02. 4., erw. u. aktualisierte Aufl. 7 Bde. München u. a. 2003.
| Richel, S. 502.
Richel, Arthur: Katalog der Abteilung Fft. [der Ffter Stadtbibliothek]. Bd. 2: Literatur zur Familien- und Personengeschichte. Ffm. 1929.
Literatur: Cahn: Hoch’sches Konservatorium 1979, S. 195, 295.
Cahn, Peter: Das Hoch’sche Konservatorium in Ffm. 1878-1978. Ffm. 1979.
| Mohr: Opernhaus 1980, S. 111, 114f., 117f., 122, 126, 129f., 132, 137-139, 142, 144, 158.
Mohr, Albert Richard: Das Ffter Opernhaus 1880-1980. Ein Beitrag zur Ffter Theatergeschichte. Ffm. [Copyright 1980].
Quellen: ISG, Nullkartei.
ISG, Einwohnermeldekartei („Nullkartei“), ca. 1870-1930.
| ISG, S2/5. 046.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
| ISG, S2/8. 378 (Maria Schacko).
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Internet: Frauenwiki Dresden, 8.12.2015.
frauenwiki-dresden.de, hg. v. FrauenBildungsHaus Dresden, Redaktion: Frauenstadtarchiv Dresden, Dresden.
http://www.frauenwiki-dresden.de/index.php?title=Hedwig_Schacko

GND: 116159960 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Schacko, Hedwig. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1000.


Stand des Artikels: 8.12.2015
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 12.2015
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. Dezember 2015.
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