Rothschild, Hannah Louise Freiin von. Stifterin.
* 9.11.1850 Ffm., † 23.3.1892 Ffm.
Tochter von Mayer Carl und Louise von R., geb. de R. (1820-1894).
R., die zeitlebens unverheiratet blieb, errichtete 1887 mit der von ihrem Vater Mayer Carl von R. angelegten Büchersammlung als Grundstock eine Bibliothek nach dem Vorbild der angelsächsischen kommunalen „Free libraries”, die Freiherrlich Carl von R.’sche Öffentliche Bibliothek, die 1928 in die Stadtbibliothek (die heutige UB Ffm.) integriert wurde. 1890 gründete R., ebenfalls zum Andenken an ihren Vater, die Heilanstalt Carolinum zur unentgeltlichen Behandlung von Bedürftigen ohne Unterschied der Konfession, die sich später ausschließlich der Zahnbehandlung widmete und 1910 als selbstständige Stiftung dem Städtischen Krankenhaus, 1912/14 der Universität angeschlossen wurde.
Marmorbüste (von Gustav Herold, nach 1894), ursprünglich für die Freiherrlich Carl von R.’sche Öffentliche Bibliothek, heute im JMF sowie in Nachbildung im aus dem Carolinum hervorgegangenen Zentrum der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.
R., die zeitlebens unverheiratet blieb, errichtete 1887 mit der von ihrem Vater Mayer Carl von R. angelegten Büchersammlung als Grundstock eine Bibliothek nach dem Vorbild der angelsächsischen kommunalen „Free libraries”, die Freiherrlich Carl von R.’sche Öffentliche Bibliothek, die 1928 in die Stadtbibliothek (die heutige UB Ffm.) integriert wurde. 1890 gründete R., ebenfalls zum Andenken an ihren Vater, die Heilanstalt Carolinum zur unentgeltlichen Behandlung von Bedürftigen ohne Unterschied der Konfession, die sich später ausschließlich der Zahnbehandlung widmete und 1910 als selbstständige Stiftung dem Städtischen Krankenhaus, 1912/14 der Universität angeschlossen wurde.
Marmorbüste (von Gustav Herold, nach 1894), ursprünglich für die Freiherrlich Carl von R.’sche Öffentliche Bibliothek, heute im JMF sowie in Nachbildung im aus dem Carolinum hervorgegangenen Zentrum der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 217, verfasst von: Hans-Otto Schembs.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Zur Geschichte der Freiherr Mayer Carl von Rothschild’schen Stiftung Carolinum: Schiebler, S. 149-151.
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Zur Geschichte der Freiherrlich Carl von Rothschild’schen Öffentlichen Bibliothek: Schiebler, S. 66f.
Literatur:
Schembs, Hans-Otto: „Eine echte Wohlthäterin der Armen“ – Hannah-Louise von Rothschild und ihre Stiftungen. In: AFGK 77 (2017): Ffter Frauengeschichte(n), S. 134-147.
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Zur Geschichte der Freiherr Mayer Carl von Rothschild’schen Stiftung Carolinum: Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. I, S. 767f.; Bd. II, S. 271, 292f.
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Zur Geschichte der Freiherrlich Carl von Rothschild’schen Öffentlichen Bibliothek: Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. II, S. 64-66.
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Krohn, Helga: Wohltäterin und Stifterin. Hannah Louise von Rothschild (1850-1892). In: Hering (Hg.): Jüd. Wohlfahrt 2007, S. 397-405.
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Heuberger (Hg.): Die Rothschilds 1994, Bd. 1 (Katalog), S. 192-194.
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Hundert Jahre starke Frauen a. d. Goethe-Univ. 2014, S. 86f.
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Kasper/Schubert: Nach Frauen benannt 2013, S. 86 (unter falscher Zuordnung der Benennung von Luisenstraße und -platz an Hannah Louise von Rothschild).
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Rothschild’sche Bibliothek 1988, S. 11-26 (Hans-Otto Schembs: Hannah-Louise von Rothschild), S. 27-67 (Jochen Stollberg: Von der Gründung der Bibliothek bis zur Auflösung der Stiftung).
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Schembs: Jüd. Mäzene u. Stifter 2007, S. 119-121.
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Lenarz, Michael: Das Rothschild-Palais. Ein jüdischer Ort im 19. und 20. Jahrhundert. In: Wenzel/Kößling/Backhaus (Hg.): Jüd. Fft. 2020, S. 48-55.
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Windecker: Carolinum 1990.
Internet:
Ffter Frauenzimmer, 10.8.2021.
GND: 11664172X ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Schembs, Hans-Otto: Rothschild, Hannah Louise von. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/943.
Stand des Artikels: 29.9.1995