Signet von Johann Andreae d. J.
Grafik (um 1680; aus Lübbecke: 500 Jahre Buch u. Druck in Ffm. 1948, S. 408).
© entfällt. Diese Abbildung ist gemeinfrei.
Andreae (bis 1675 auch: Andreas), Johann, gen. d. J. Buchdrucker.
~ 18.7.1626 Straßburg, ▭ 5.12.1693 Ffm.
Fünftes von neun Kindern des aus Würzburg stammenden Straßburger Buchdruckers Johann A. (auch: Andres; † 1647) und dessen Ehefrau Anna Maria, geb. Han (auch: Hahn).
A. erlernte das Buchdruckerhandwerk bei seinem Vater in Straßburg. Zusammen mit seinem älteren Bruder Johann Nikolaus A. (1624-?) führte er anfangs die väterliche Offizin fort. Nach seiner Heirat mit Christine Fievet (1634-1693), einer Tochter des Schriftgießereibesitzers und Buchdruckers Philipp Fievet († 1649), erwarb A. am 1.11.1653 das Ffter Bürgerrecht. Er versuchte jedoch zunächst, sich als Buchdrucker in Herborn anzusiedeln, kehrte aber bald nach Ffm. zurück, das auch in den Zeiten des Dreißigjährigen Kriegs seine Metropolstellung im deutschen Buchhandel behauptete. Seit 1656 arbeitete er hier als Faktor des Bibeldruckers Balthasar Christoph Wust (1630-1704). Infolge einer (zwar vorübergehenden) Schließung der Wust’schen Druckerei 1666 machte sich A. mit einem eigenen Betrieb selbstständig, wofür ihm seine Schwiegermutter Dorothea Fievet, geb. Palthenius (1601-1669), eine der vier ihr zugeschriebenen Druckerpressen mit Genehmigung des Rats der Stadt überließ (19.6.1666). In seiner Druckerei arbeitete A. meist nicht im Eigenverlag, sondern im Auftrag für andere Verlage, vor allem für Merian Erben unter Christoph Le Blon, aber auch für seinen früheren Arbeitgeber Balthasar Christoph Wust sowie die Verleger Caspar Wächtler und Johann David Zunner. Im Oktober 1671 erwarb A. das Haus zum Rosengarten in der Fahrgasse, das seitdem als Stammhaus der Familie galt (für einen Neubau der Konfektionsfirma Fuhrländer niedergelegt um 1900). Um seinem ältesten Sohn Johann Philipp A. bei dessen Verheiratung zu einer eigenen Existenz zu verhelfen, kaufte er 1681 eine zweite Druckerei in der Neugasse hinzu. Bei seinem Tod 1693 hinterließ A. ein Vermögen von 4.000 Gulden.
Von seinen 14 Kindern, von denen fünf Söhne und zwei Töchter den Vater überlebten, übernahm der älteste Sohn Johann Philipp A. das Geschäft. Zwei weitere Söhne waren ebenfalls als Buchdrucker tätig, Johann Nikolaus A. (1664-1729) in Herborn und Matthias A. (1679-1721) in Ffm.
A. erlernte das Buchdruckerhandwerk bei seinem Vater in Straßburg. Zusammen mit seinem älteren Bruder Johann Nikolaus A. (1624-?) führte er anfangs die väterliche Offizin fort. Nach seiner Heirat mit Christine Fievet (1634-1693), einer Tochter des Schriftgießereibesitzers und Buchdruckers Philipp Fievet († 1649), erwarb A. am 1.11.1653 das Ffter Bürgerrecht. Er versuchte jedoch zunächst, sich als Buchdrucker in Herborn anzusiedeln, kehrte aber bald nach Ffm. zurück, das auch in den Zeiten des Dreißigjährigen Kriegs seine Metropolstellung im deutschen Buchhandel behauptete. Seit 1656 arbeitete er hier als Faktor des Bibeldruckers Balthasar Christoph Wust (1630-1704). Infolge einer (zwar vorübergehenden) Schließung der Wust’schen Druckerei 1666 machte sich A. mit einem eigenen Betrieb selbstständig, wofür ihm seine Schwiegermutter Dorothea Fievet, geb. Palthenius (1601-1669), eine der vier ihr zugeschriebenen Druckerpressen mit Genehmigung des Rats der Stadt überließ (19.6.1666). In seiner Druckerei arbeitete A. meist nicht im Eigenverlag, sondern im Auftrag für andere Verlage, vor allem für Merian Erben unter Christoph Le Blon, aber auch für seinen früheren Arbeitgeber Balthasar Christoph Wust sowie die Verleger Caspar Wächtler und Johann David Zunner. Im Oktober 1671 erwarb A. das Haus zum Rosengarten in der Fahrgasse, das seitdem als Stammhaus der Familie galt (für einen Neubau der Konfektionsfirma Fuhrländer niedergelegt um 1900). Um seinem ältesten Sohn Johann Philipp A. bei dessen Verheiratung zu einer eigenen Existenz zu verhelfen, kaufte er 1681 eine zweite Druckerei in der Neugasse hinzu. Bei seinem Tod 1693 hinterließ A. ein Vermögen von 4.000 Gulden.
Von seinen 14 Kindern, von denen fünf Söhne und zwei Töchter den Vater überlebten, übernahm der älteste Sohn Johann Philipp A. das Geschäft. Zwei weitere Söhne waren ebenfalls als Buchdrucker tätig, Johann Nikolaus A. (1664-1729) in Herborn und Matthias A. (1679-1721) in Ffm.
Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Sabine Hock.
Artikel in: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 25, verfasst von: Sabine Hock.
Lexika:
Josef Benzing in: NDB 1 (1953), S. 280.
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Richel, S. 9.
Literatur:
Andreae: Genealogie u. Geschichte d. Familien Andreae 1902, S. 8f.
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Dietz: Geschichte der Familie Andreae 1923, S. 25-35.
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Dietz: Handelsgesch. III, S. 173-175.
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Kiefer: Stammtafeln zur Gesch. d. Familie Andreae 1923, Tafel I.
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Signet von Johann Andreae, um 1680, in: Lübbecke: Buch u. Druck 1948, S. 408; vgl. auch S. 89.
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Mori: Schriftgießerei Benjamin Krebs Nachf. 1916, S. 13-18.
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Naumann: Ffter Zeitschriften 1936, S. 99.
Internet:
Hess. Biografie, 30.11.2018.
GND: 135718341 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Andreae, Johann, gen. d. J.. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/408.
Stand des Artikels: 6.1.2019
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 12.2018
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. Dezember 2018.