Lilienfeld, Sidney Adolph (auch: Adolf). Dr. med. Chirurg.
* 4.8.1876 Ffm., † 13.10.1943 Cambridge (England).
Sohn des Kaufmanns Gustav L. und dessen Ehefrau Henriette Louise, geb. Beer.
Schüler des Ffter Gymnasiums. Studium der Medizin in Heidelberg, Berlin und München. Assistenzarzt in Berlin, Breslau und Ffm. Seit 1910 Facharzt für Chirurgie in Ffm. mit Belegbetten im Rothschild’schen Hospital der Israelitischen Religionsgesellschaft, später im Bethanienkrankenhaus. Behandelnder Arzt am Rothschild’schen Hospital. Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg. 1937 wurde L. das Behandeln nichtjüdischer Patienten und das Betreten des Bethanienkrankenhauses verboten; seitdem arbeitete er als hauptamtlicher Leiter der chirurgischen Abteilung im Rothschild’schen Hospital. 1939 nach England emigriert.
Geiger und Musikfreund. Veranstaltete in seinem Hause regelmäßig Konzerte und Kammermusikabende, zu denen bedeutende Musiker und Künstler kamen (Elkan, Gentner-Fischer, Krauss, Schramm, Strauss, Ziegler u. a.). Spielte gelegentlich aus Liebhaberei im Orchester des Opernhauses mit. Eine Anekdote berichtet, dass L. einmal im 1. und 3. Akt der „Meistersinger“ im Orchester gegeigt habe, während des 2. Akts aber eine Blinddarmoperation ausführen musste. Zu seinen Patienten gehörte die Pianistin Emma Lübbecke-Job.
Besitzer einer umfangreichen Francofurtensiensammlung. Freimaurer in der Loge zur aufgehenden Morgenröthe und in der Hermann-Cohen-Loge des unabhängigen Ordens B’nai B’rith.
Schüler des Ffter Gymnasiums. Studium der Medizin in Heidelberg, Berlin und München. Assistenzarzt in Berlin, Breslau und Ffm. Seit 1910 Facharzt für Chirurgie in Ffm. mit Belegbetten im Rothschild’schen Hospital der Israelitischen Religionsgesellschaft, später im Bethanienkrankenhaus. Behandelnder Arzt am Rothschild’schen Hospital. Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg. 1937 wurde L. das Behandeln nichtjüdischer Patienten und das Betreten des Bethanienkrankenhauses verboten; seitdem arbeitete er als hauptamtlicher Leiter der chirurgischen Abteilung im Rothschild’schen Hospital. 1939 nach England emigriert.
Geiger und Musikfreund. Veranstaltete in seinem Hause regelmäßig Konzerte und Kammermusikabende, zu denen bedeutende Musiker und Künstler kamen (Elkan, Gentner-Fischer, Krauss, Schramm, Strauss, Ziegler u. a.). Spielte gelegentlich aus Liebhaberei im Orchester des Opernhauses mit. Eine Anekdote berichtet, dass L. einmal im 1. und 3. Akt der „Meistersinger“ im Orchester gegeigt habe, während des 2. Akts aber eine Blinddarmoperation ausführen musste. Zu seinen Patienten gehörte die Pianistin Emma Lübbecke-Job.
Besitzer einer umfangreichen Francofurtensiensammlung. Freimaurer in der Loge zur aufgehenden Morgenröthe und in der Hermann-Cohen-Loge des unabhängigen Ordens B’nai B’rith.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 457, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Kallmorgen, S. 339f.
|
Martini, Bd. 1, S. 275.
Quellen:
ISG, S2/390.
GND: 1110042256 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Lilienfeld, Sidney Adolph. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/3078.
Stand des Artikels: 7.2.1991