Direktor des Ffter Opernhauses von 1920 bis 1923.
Lert (eigentl.: Löw), Ernst Josef Maria. Dr. phil. Opernintendant.
* 12.5.1883 (Wien-)Hernals, † 30.1.1955 Baltimore.
Von 1920 bis 1923 Direktor (Intendant) der Ffter Oper. L. förderte die Aufführung klassischer wie zeitgenössischer Opern. In seiner Amtszeit wurden ur- bzw. erstaufgeführt: „Boris Godunow“ von Mussorgskij (1921), „Die tote Stadt“ von Korngold (1921), die Einakter „Mörder, Hoffnung der Frauen“ – „Das Nusch-Nuschi“ – „Sancta Susanna“ von Hindemith (1922), „Herzog Blaubarts Burg“ und „Der holzgeschnitzte Prinz“ von Bartók (1922), „Die Frau ohne Schatten“ von Strauss (1922) und „Palestrina“ von Pfitzner (1923). 1922 veranstaltete L. einen „Zyklus moderner Opernwerke“ und einen „Richard Wagner-Zyklus“. Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit L.s mit dem Ensemble führten dazu, dass er seinen Vertrag zum 1.5.1923 vorzeitig kündigte. Freunde des Theaters zahlten ihm eine Ablösesumme von 7.500 Schweizer Franken.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 454, verfasst von: Sabine Hock.
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Lexika:
Riemann: Musik, Personenteil L-Z (1961), S. 59f.
Literatur:
Ffter Theater-Almanach 1920/21, S. 9f.
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Mohr: Opernhaus 1980, S. 200-210, 217, 219.
Quellen:
ISG, S2/12. 011.
GND: 116948019 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Lert, Ernst. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/3065.
Stand des Artikels: 11.1.1991