Kowalski, Max. Dr. jur. Rechtsanwalt. Komponist.
* 10.8.1882 Kowal/Polen (damals Russisches Reich), † 4.6.1956 London.
Schüler des Lessing-Gymnasiums in Ffm. Jurastudium in Heidelberg, Berlin und Marburg. Seit 1909 Rechtsanwalt in Ffm. Spezialgebiete: Urheberrecht, Verlagsrecht. Studium der Komposition bei Bernhard Sekles am Hoch’schen Konservatorium. Liederkomponist. Bekannt mit Arnold Schönberg, den K. 1930 in dem Rechtsstreit mit der Ffter Oper um die Uraufführung von Schönbergs Oper „Von heute auf morgen“ als Anwalt vertrat. 1934 Publikationsverbot für Kompositionen. 1938 Berufsverbot als Rechtsanwalt. 1938 Haft im KZ Buchenwald. 1939 nach England emigriert.
Kompositionen: Lieder-Zyklen (u. a. nach Goethe, Hesse, Hölderlin, C. F. Meyer, Hofmann von Hofmannswaldau, Klabund, Stefan George und Rilke sowie nach altdeutscher, jüdischer, arabischer, chinesischer, japanischer und indischer Lyrik; bekanntestes Werk: „Pierrot Lunaire“ nach zwölf Gedichten von Albert Giraud, 1912), Schelmenspiel „Till Eulenspiegel“ (1925). K., dessen „Marienlieder“ bei der Internationalen Musikausstellung 1927 in Ffm. uraufgeführt wurden, gilt neben Hugo Wolf als der bedeutendste Liederkomponist der deutschen Spätromantik.
Kompositionen: Lieder-Zyklen (u. a. nach Goethe, Hesse, Hölderlin, C. F. Meyer, Hofmann von Hofmannswaldau, Klabund, Stefan George und Rilke sowie nach altdeutscher, jüdischer, arabischer, chinesischer, japanischer und indischer Lyrik; bekanntestes Werk: „Pierrot Lunaire“ nach zwölf Gedichten von Albert Giraud, 1912), Schelmenspiel „Till Eulenspiegel“ (1925). K., dessen „Marienlieder“ bei der Internationalen Musikausstellung 1927 in Ffm. uraufgeführt wurden, gilt neben Hugo Wolf als der bedeutendste Liederkomponist der deutschen Spätromantik.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 420, verfasst von: Sabine Hock.
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Lexika:
Bonnet: Lessing-Gymnasium 1954, S. 37, Nr. 105.
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Emigrantenlex. II. 1, S. 654.
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Martini, Bd. 1, S. 230f., 273.
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Riemann: Musik, Personenteil A-K (1959), S. 958.
Literatur:
Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 250-254.
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Dölemeyer/Ladwig-Winters: Anwälte jüd. Herkunft 2004, S. 166.
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Martini/Freise: Jüd. Musiker 1990.
Quellen:
ISG, S2/2. 827.
Internet:
Ffm. 1933-1945, 1.3.2024.
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Komponistinnen u. Komponisten in Ffm., 1.3.2024.
GND: 134885376 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Kowalski, Max. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2974.
Stand des Artikels: 19.7.1990