Frosch, Siegfried (auch: Sifried, Sipel). Stadtpolitiker.
▭ † 1350 oder 1351 angeblich auf einer Reise in Erfurt.
Sohn des Schöffen Heilmann F. († 1340) und dessen Ehefrau Elisabeth, geb. von Geisenheim. Bruder von Heilmann und Wicker F. Neffe von Wigel F.
Ratsherr und Schöffe. Bekleidete angeblich siebenmal das Amt des Bürgermeisters (1324, 1328, 1333, 1338, 1343, 1344 und 1350). Finanzier von König Karl IV., zu dem er enge Verbindungen hatte: Zusammen mit seinem Schwager Jacob Knoblauch, dem Ehemann seiner Schwester Elisabeth, streckte Siegfried 1349 Karl IV. 1.200 Mark Silber vor, die dieser seinem Gegenkönig Günther von Schwarzburg als Entschädigung für dessen Thronverzicht versprochen hatte. Ob Siegfried an dem Judenprogrom von 1349 beteiligt war, dessen Urheber unter den Anhängern Karls IV. vermutet werden, ist ungeklärt.
Siegfrieds Witwe Elisabeth F. stiftete in ihrem Testament 1366 eine Armenherberge in der Schäfergasse.
Ratsherr und Schöffe. Bekleidete angeblich siebenmal das Amt des Bürgermeisters (1324, 1328, 1333, 1338, 1343, 1344 und 1350). Finanzier von König Karl IV., zu dem er enge Verbindungen hatte: Zusammen mit seinem Schwager Jacob Knoblauch, dem Ehemann seiner Schwester Elisabeth, streckte Siegfried 1349 Karl IV. 1.200 Mark Silber vor, die dieser seinem Gegenkönig Günther von Schwarzburg als Entschädigung für dessen Thronverzicht versprochen hatte. Ob Siegfried an dem Judenprogrom von 1349 beteiligt war, dessen Urheber unter den Anhängern Karls IV. vermutet werden, ist ungeklärt.
Siegfrieds Witwe Elisabeth F. stiftete in ihrem Testament 1366 eine Armenherberge in der Schäfergasse.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 229, verfasst von: Roman Fischer (überarbeitete Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon von Roman Fischer).
Literatur:
Zur Stiftung eines Altars in der Riederkapelle durch Siegfried F.: Battonn: Oertliche Beschreibung 1 (1861), S. 259.
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Stammtafel der Familie Frosch in: Hansert: Geburtsaristokratie in Ffm. 2014, S. 481.
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Heil, Johannes: Vorgeschichte und Hintergründe des Ffter Pogroms von 1349. In: Hess. Jb. f. Landesgeschichte 41 (1991), S. 105-151.
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Kriegk: Bürgerthum 1868/71, Bd. I, S. 479f.
Quellen:
ISG, Fichard 96, Lit. B 4, f. 26v-28v.
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Zur Stiftung einer Armenherberge in der Schäfergasse durch Elisabeth Frosch: ISG, Holzhausen-Archiv: Urkunden (Best. S1-1004-01), Sign. 72: Testament der Elisabeth Frosch, Witwe des Schöffen Siegfried Frosch, 5. 2. 1366.
Internet:
Ffter Patriziat, 3.2.2017.
GND: 117402299X ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Fischer, Roman: Frosch, Siegfried. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2612.
Stand des Artikels: 3.2.2017
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 02.2017
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. Februar 2017.