Bonn, Wilhelm Bernhard. Bankier.
* 16.3.1843 Ffm., † 21.10.1910 Kronberg/Taunus.
Sohn des jüdischen Bankiers Baruch B. (1810-1878) und dessen Ehefrau Betty, geb. Schuster. Verheiratet mit Amelie B., geb. Etlinger. Onkel von Moritz Julius B.
Besuch des Philanthropins. Ausbildung zum Bankkaufmann im Bankhaus Lazard Speyer-Ellissen in Ffm. Seit 1863 war B. bei Speyer & Co. in New York tätig, ab 1866 als Geschäftsführer, u. a. in der Finanzierung von Eisenbahnprojekten. Daneben gründete er selbst eine Bank, Ruette & Bonn, die auch in London mit seinem Bruder Leopold B. als Partner aktiv wurde. Nach seiner Rückkehr aus Amerika 1885 wurde B. Teilhaber der Muttergesellschaft Lazard Speyer-Ellissen, die damals eine der größten Privatbanken in Ffm. war. 1906 schied er aus dem Bankgeschäft aus.
Auf der Basis seines in Amerika erworbenen Millionenvermögens wirkte B. vielfältig als Mäzen und Stifter. So unterstützte er u. a. die Unternehmungen zur Gründung einer Universität in Ffm. Seit 1895 Mitglied der Verwaltung des Freien Deutschen Hochstifts. Förderer des Goethe-Museums in Ffm. Vorstandsmitglied der Stiftung Carolinum (1893-1908).
Ewiges Mitglied der SNG und des Physikalischen Vereins. Ehrenbürger von Kronberg.
1895 beauftragte B. den Berliner Kaiserlichen Hofbaurat Ernst Eberhard (von) Ihne (1848-1917) mit dem Bau einer Villa im neoklassizistischen Stil, die bis 1897 in der Siesmayerstraße errichtet wurde und in der B. bis zu seinem Tod wohnte („Villa B.“). Das schlossähnliche Anwesen, eine der wenigen vollständig erhaltenen Westendvillen, dient seit 1924 der „Ffter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft“ als Clubhaus. 1901 erbaute B. die im Jugendstil errichtete „Villa B.“ in Kronberg als seinen Sommersitz (seit 1922 im Besitz der Stadt Kronberg, heute Rathaus der Stadt Kronberg).
Besuch des Philanthropins. Ausbildung zum Bankkaufmann im Bankhaus Lazard Speyer-Ellissen in Ffm. Seit 1863 war B. bei Speyer & Co. in New York tätig, ab 1866 als Geschäftsführer, u. a. in der Finanzierung von Eisenbahnprojekten. Daneben gründete er selbst eine Bank, Ruette & Bonn, die auch in London mit seinem Bruder Leopold B. als Partner aktiv wurde. Nach seiner Rückkehr aus Amerika 1885 wurde B. Teilhaber der Muttergesellschaft Lazard Speyer-Ellissen, die damals eine der größten Privatbanken in Ffm. war. 1906 schied er aus dem Bankgeschäft aus.
Auf der Basis seines in Amerika erworbenen Millionenvermögens wirkte B. vielfältig als Mäzen und Stifter. So unterstützte er u. a. die Unternehmungen zur Gründung einer Universität in Ffm. Seit 1895 Mitglied der Verwaltung des Freien Deutschen Hochstifts. Förderer des Goethe-Museums in Ffm. Vorstandsmitglied der Stiftung Carolinum (1893-1908).
Ewiges Mitglied der SNG und des Physikalischen Vereins. Ehrenbürger von Kronberg.
1895 beauftragte B. den Berliner Kaiserlichen Hofbaurat Ernst Eberhard (von) Ihne (1848-1917) mit dem Bau einer Villa im neoklassizistischen Stil, die bis 1897 in der Siesmayerstraße errichtet wurde und in der B. bis zu seinem Tod wohnte („Villa B.“). Das schlossähnliche Anwesen, eine der wenigen vollständig erhaltenen Westendvillen, dient seit 1924 der „Ffter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft“ als Clubhaus. 1901 erbaute B. die im Jugendstil errichtete „Villa B.“ in Kronberg als seinen Sommersitz (seit 1922 im Besitz der Stadt Kronberg, heute Rathaus der Stadt Kronberg).
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 91, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Literatur:
Über die von Ernst Eberhard von Ihne erbaute Villa Bonn in der Siesmayerstraße 12 (1895-97): Denkmalpflege in Ffm. 5 (2017-19), S. 136f.
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Jb. d. Freien Deutschen Hochstifts 1911, S. 358.
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Zur Familie Bonn: Kasper-Holtkotte: Die jüd. Gemeinde von Ffm. in der frühen Neuzeit 2010, S. 346-349.
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Schembs: Jüd. Mäzene u. Stifter 2007, S. 39f.
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Seng: Freies Deutsches Hochstift 2009.
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Windecker: Carolinum 1990, S. 138 u. ö.
Quellen:
ISG, S2/1. 375 (Familie Bonn).
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ISG, S3/623 (Kronberg).
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Bonn, Wilhelm Bernhard. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2521.
Stand des Artikels: 27.3.1987