Hadermann, Nicolaus (auch: Nikolaus). Lehrer. Politiker. Journalist.
* 2.11.1805 (Dreieich-)Philippseich, † 11.8.1871 Ffm.
Studium der Theologie in Tübingen. Dann Lehrer in Ffm., u. a. 1830/31 und von 1837 bis 1839 an der Musterschule. Gründer der H.’schen medizinisch-gymnastischen Anstalt für Mädchen (1844).
Initiator des „Montagskränzchens“ (1846), bei dessen Spaltung 1848 er sich auf die Seite des daraus hervorgegangenen Deutschen Vereins schlug. Im Jahr 1848 wandte sich H. vollends der Politik zu und war fortan hauptsächlich als Versammlungsredner und Publizist tätig. In der Revolutionszeit 1848/49 trat er als überzeugter Demokrat und einer der führenden Liberalen in Ffm. auf. Seit Oktober 1848 Mitglied und zunächst Zweiter, dann Erster Vizepräsident der Verfassunggebenden Versammlung (Constituante) der Stadt Ffm., deren Präsident er als Nachfolger Kuglers ab dem 14.5.1849 war. Gründer (9.12.1848) und Herausgeber des „Volksblatts für Rhein und Main“, das 1850 eingestellt werden musste. Stattdessen ließ H. nun den „Volksfreund für das mittlere Deutschland“ erscheinen, der wiederum im Zuge der Ereignisse von 1866 verboten wurde. H. zog sich daraufhin vorübergehend aus der Öffentlichkeit zurück, war aber seit 1867 bis zu seinem Tod als Stadtverordneter erneut politisch tätig.
Literarische Arbeiten (u. a. „Das Leben Arndt’s“ in dem von Eduard Duller herausgegebenen Sammelband „Die Männer des Volks, dargestellt von Freunden des Volks“, 1847).
Grabdenkmal (mit Porträtbüste, enthüllt am 19.10.1873) auf dem Ffter Hauptfriedhof (Gewann G 116-117).
Initiator des „Montagskränzchens“ (1846), bei dessen Spaltung 1848 er sich auf die Seite des daraus hervorgegangenen Deutschen Vereins schlug. Im Jahr 1848 wandte sich H. vollends der Politik zu und war fortan hauptsächlich als Versammlungsredner und Publizist tätig. In der Revolutionszeit 1848/49 trat er als überzeugter Demokrat und einer der führenden Liberalen in Ffm. auf. Seit Oktober 1848 Mitglied und zunächst Zweiter, dann Erster Vizepräsident der Verfassunggebenden Versammlung (Constituante) der Stadt Ffm., deren Präsident er als Nachfolger Kuglers ab dem 14.5.1849 war. Gründer (9.12.1848) und Herausgeber des „Volksblatts für Rhein und Main“, das 1850 eingestellt werden musste. Stattdessen ließ H. nun den „Volksfreund für das mittlere Deutschland“ erscheinen, der wiederum im Zuge der Ereignisse von 1866 verboten wurde. H. zog sich daraufhin vorübergehend aus der Öffentlichkeit zurück, war aber seit 1867 bis zu seinem Tod als Stadtverordneter erneut politisch tätig.
Literarische Arbeiten (u. a. „Das Leben Arndt’s“ in dem von Eduard Duller herausgegebenen Sammelband „Die Männer des Volks, dargestellt von Freunden des Volks“, 1847).
Grabdenkmal (mit Porträtbüste, enthüllt am 19.10.1873) auf dem Ffter Hauptfriedhof (Gewann G 116-117).
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 292f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Denkmaltop. Hauptfriedhof, S. 304.
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Lengemann: MdL, S. 161.
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Schrotzenberger, S. 99.
Literatur:
FS Musterschule 1903, S. 219.
|
Gesch. d. FZ 1911, S. 307.
Quellen:
ISG, S2/3. 205.
Internet:
Wikipedia, 19.10.2023.
GND: 116358149 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Hadermann, Nicolaus. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2465.
Stand des Artikels: 28.6.1989