Grotefend, Ernst Heinrich Hermann. Geheimer Archivrat. Dr. phil. Archivar. Historiker.
* 18.1.1845 Hannover, † 26.5.1931 Schwerin.
Sohn von Karl Ludwig G. Enkel von Georg Friedrich G.
Als Nachfolger von Kriegk kam G. 1876 an das Ffter Stadtarchiv, das er bis 1887 leitete. Verdient um die Ausgestaltung des am Weckmarkt begonnenen Archivneubaus, in den das Stadtarchiv 1878 einzog. Erstmals konnten dort alle Bestände des Archivs wieder zusammengeführt werden, um deren Gliederung und Vermehrung G. sich besonders kümmerte. In dem Bestreben, das Archiv verstärkt in den Dienst der Öffentlichkeit zu stellen, gab G. erstmals in Deutschland Archivinventare heraus (ab 1888). Bemüht um die Belebung der lokalgeschichtlichen Forschung („Christian Egenolff“, 1881; „Der Königslieutenant Graf Thoranc“, 1904), arbeitete er eng mit dem Ffter Verein für Geschichte und Altertumskunde zusammen, dem er von 1885 bis 1887 vorstand. 1887 ging G. als Leiter des dortigen Staatsarchivs nach Schwerin.
Umfangreiche Tätigkeit als Herausgeber und in historischen Vereinigungen.
Bekannt ist vor allem G.s „Handbuch der historischen Chronologie“ (1872; seit der 2. Aufl. u. d. T. „Zeitrechnung des deutschen Mittelalters und der Neuzeit“, 1891), das in der Bearbeitung als „Taschenbuch der Zeitrechnung des deutschen Mittelalters und der Neuzeit“ (1898) zum unentbehrlichen Hilfsmittel in der Geschichtswissenschaft wurde.
Als Nachfolger von Kriegk kam G. 1876 an das Ffter Stadtarchiv, das er bis 1887 leitete. Verdient um die Ausgestaltung des am Weckmarkt begonnenen Archivneubaus, in den das Stadtarchiv 1878 einzog. Erstmals konnten dort alle Bestände des Archivs wieder zusammengeführt werden, um deren Gliederung und Vermehrung G. sich besonders kümmerte. In dem Bestreben, das Archiv verstärkt in den Dienst der Öffentlichkeit zu stellen, gab G. erstmals in Deutschland Archivinventare heraus (ab 1888). Bemüht um die Belebung der lokalgeschichtlichen Forschung („Christian Egenolff“, 1881; „Der Königslieutenant Graf Thoranc“, 1904), arbeitete er eng mit dem Ffter Verein für Geschichte und Altertumskunde zusammen, dem er von 1885 bis 1887 vorstand. 1887 ging G. als Leiter des dortigen Staatsarchivs nach Schwerin.
Umfangreiche Tätigkeit als Herausgeber und in historischen Vereinigungen.
Bekannt ist vor allem G.s „Handbuch der historischen Chronologie“ (1872; seit der 2. Aufl. u. d. T. „Zeitrechnung des deutschen Mittelalters und der Neuzeit“, 1891), das in der Bearbeitung als „Taschenbuch der Zeitrechnung des deutschen Mittelalters und der Neuzeit“ (1898) zum unentbehrlichen Hilfsmittel in der Geschichtswissenschaft wurde.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 279, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Theodor Ulrich in: NDB 7 (1966), S. 165f.
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Schrotzenberger, S. 94.
Literatur:
Brockhoff, Evelyn: Die Geschichte des Stadtarchivs – Von seinen Anfängen bis heute. In: Brockhoff (Hg.): Institut für Stadtgeschichte 2013, S. 28-57, hier S. 36-38.
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Seng: Freies Deutsches Hochstift 2009, S. 39, 41, 54f., 59, 61f., 65, 100, 120, 122f.
Quellen:
ISG, S2/2. 023.
GND: 116874732 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Grotefend, Hermann. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2444.
Stand des Artikels: 21.10.1988