Grotefend, Georg Friedrich. Schulrat. Prof. Dr. phil. h. c. Pädagoge. Philologe.
* 9.6.1775 Hannoversch-Münden, † 15.12.1853 Hannover.
Vater von Karl Ludwig G. Großvater von Hermann G.
Von 1803 bis 1821 Lehrer am Ffter Gymnasium, zunächst als Prorektor, ab 1806 als Konrektor. Zeitweise zugleich Professor für klassische Literatur am Lyceum Carolinum in Ffm., einer Vorhochschule der kurzlebigen Dalberg’schen Landesuniversität (1812-14). Seit 1821 Direktor des städtischen Lyceums in Hannover.
G. glückte erstmals die teilweise Entzifferung der altpersischen Keilschrift (1802).
Im Gedenken an Martin Luther gründete G. 1817 den „Fft.ischen Gelehrtenverein für deutsche Sprache“, dessen Abhandlungen Grundlagen für die neuhochdeutsche Grammatik schufen. Mitbegründer (1819) der „Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde“ zur Herausgabe der späteren „Monumenta Germaniae Historica“. Mitglied in vielen wissenschaftlichen Gesellschaften.
Verfasser zahlreicher fachwissenschaftlicher Abhandlungen und Schulbücher.
Von 1803 bis 1821 Lehrer am Ffter Gymnasium, zunächst als Prorektor, ab 1806 als Konrektor. Zeitweise zugleich Professor für klassische Literatur am Lyceum Carolinum in Ffm., einer Vorhochschule der kurzlebigen Dalberg’schen Landesuniversität (1812-14). Seit 1821 Direktor des städtischen Lyceums in Hannover.
G. glückte erstmals die teilweise Entzifferung der altpersischen Keilschrift (1802).
Im Gedenken an Martin Luther gründete G. 1817 den „Fft.ischen Gelehrtenverein für deutsche Sprache“, dessen Abhandlungen Grundlagen für die neuhochdeutsche Grammatik schufen. Mitbegründer (1819) der „Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde“ zur Herausgabe der späteren „Monumenta Germaniae Historica“. Mitglied in vielen wissenschaftlichen Gesellschaften.
Verfasser zahlreicher fachwissenschaftlicher Abhandlungen und Schulbücher.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 278f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Hermann Grotefend in: ADB 9 (1879), S. 763-765.
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Dietz Otto Edzard in: NDB 7 (1966), S. 164f.
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Schrotzenberger, S. 94.
Literatur:
Pfeifer, Guido: An die Gestade des Mains gerufen, der gelehrten Welt verbunden. Der Entzifferer der Keilschrift Georg Friedrich Grotefend (1775-1853) als Prorektor, Konrektor und Gymnasialprofessor. In: Mieles u. a. (Hg.): FS Lessing-Gymnasium 2020, S. 230-238.
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Picard, Tobias: „... in demselben Institut eine höhere Real- und eine gelehrte Schule zu vereinigen suchen. “ Das städtische Gymnasium und die Ffter Schulreformen 1790-1820. In: Mieles u. a. (Hg.): FS Lessing-Gymnasium 2020, S. 199-228, bes. S. 212f.
Quellen:
ISG, S2/8. 426.
GND: 118718991 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Grotefend, Georg Friedrich. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2442.
Stand des Artikels: 21.10.1988