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Friedel, Christian

Friedel, Christian. Handelsmann. Stifter. * 9.9.1693 (Groitzsch-)Michelwitz bei Zeitz, † 28.7.1759 Ffm.
Seit 1715 Angestellter des Spezereihändlers Georg Jakob Meermann im Palmeneck in Ffm. Nach dessen Tod (1718) führte F. das Geschäft für die Witwe fort; er unternahm wiederholt (1721, 1725) Einkaufsreisen nach Holland und erwarb sich Vermögen durch eine ihm gestattete Nebenhandlung. 1735 machte er sich selbstständig und betrieb eine Handlung in Spezereiwaren und holländischen Tabaken, seit 1737 im Haus Niedeck in der Fahrgasse 23.
Seit 1750 spendete F., selbst vom notleidenden Handelsgehilfen zum wohlhabenden Kaufmann aufgestiegen, regelmäßig an das Armen- und Waisenhaus. Er bestimmte testamentarisch die Hälfte seines Vermögens, das insgesamt rd. 100.000 Gulden betrug, für mildtätige und religiöse Zwecke, davon rund 35.000 Gulden für das Waisenhaus (für Lehrerbesoldung, Stipendien für Theologiestudenten, christliche Erbauungsstunden für Waisenkinder). Die nach seinem Tod errichtete F.-Stiftung für das Waisenhaus wurde 1942/43 in die Stiftung Waisenhaus eingegliedert.
Ein von F. selbst verfasster Lebenslauf wurde zusammen mit einem Kupferstichporträt, der Leichenpredigt von Johann Daniel Hager und einigen Trauer-Carmina veröffentlicht.
Nach F.s Tod 1759 übernahm sein Neffe Christian Gottlob F., den F. als Waisenkind in sein Haus aufgenommen hatte, die Handlung. Er übergab sie 1797 seinen Vettern Johann Georg Christian und Karl August Friedrich Daems, die sie wiederum 1834 an Georg Krebs verkauften. Krebs baute die Firma dann zu einer großen Zigarrenhandlung und Zigarettenfabrik aus. Unter dessen Namen bestand das Geschäft bis ins 20. Jahrhundert in Ffm.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 221, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Meidinger 1 (1845), S. 174f.
Meidinger, Heinrich: Fft.’s gemeinnützige Anstalten. 2 Teile. Ffm. 1845/56.
| Müller: Stiftungen 1958, S. 32.
Müller, Bruno: Stiftungen für Ffm. Ffm. 1958.
Literatur: Dietz: Handelsgesch. IV. 1, S. 235f.
Dietz, Alexander: Ffter Handelsgeschichte. 4 Bde. Ffm. 1910-25, Neudr. 1970-74.
| Schäffer: Waisenhaus 1842, S. 95f.
Schäffer, Friedrich: Geschichte des Ffter Waisenhauses von seiner Entstehung im Jahre 1679 bis zum Bezug des neuen Waisenhauses im Jahre 1829, nebst einer ausführlichen Darstellung der gegenwärtigen Erziehungs- und Unterrichts-Weise in demselben. Ffm. 1842.
Quellen: ISG, S2/5. 575.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
| ISG, Stiftungsabt. 543; dazu Rep. Neubauer, S. 11.
ISG, Bestand von Akten u. a. der Stiftungsabteilung beim städtischen Rechtsamt (Best. A.30.02), 1875-2002.

GND: 1050463447 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Friedel, Christian. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2297.


Stand des Artikels: 20.4.1988

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Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Stiftung Niederländische Gemeinde Augsburger Confession

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Projektleitung: Sabine Hock
Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
Datenbankprogrammierung: Andreas Bombel
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