Feis, Oswald. Sanitätsrat. Dr. med. Arzt. Musikfreund.
* 13.3.1866 Mannheim, † 15.4.1940 London.
Seit 1894 Frauenarzt in Ffm. Förderer der Sozialhygiene. Zeitweise bei Weigert tätig. 1939 nach England emigriert.
Vorstandsmitglied verschiedener Vereinigungen, u. a. Schriftführer des Ärztlichen Vereins, Vorstandsmitglied der Dr. med. Ernst Asch-Stiftung und Vorstandsmitglied des Vereins für jüdische Krankenpflegerinnen.
Als Musiksachverständiger gehörte F. dem Kuratorium des Hoch’schen Konservatoriums, von 1924 bis 1932 als Vorsitzender, und dem Aufsichtsrat der Städtischen Bühnen an. In seiner Villa Im Trutz Fft. 12 im Westend ließ er einen Musiksaal für 150 Personen mit einer nach modernsten Gesichtspunkten eingebauten Orgel einrichten, wo er Konzerte mit Ffter und auch mit auswärtigen Künstlern gab. Die Programme der Konzerte stellte häufig sein Lehrer und Freund Hermann Hock zusammen. F., der als begabter Amateur-Geiger ein privates Streichquartett zusammengestellt hatte, wirkte mit diesem Quartett auch selbst bei den Konzerten mit. Initiator der Gründung des Ffter Motettenchors.
Verfasser zahlreicher medizinischer, medizinhistorischer und soziologischer Schriften.
1932 Ehrenmitglied des Kuratoriums von Dr. Hoch’s Konservatorium, wovon er aber aufgrund der nach 1933 herrschenden politischen Verhältnisse keinen Gebrauch machte.
Vorstandsmitglied verschiedener Vereinigungen, u. a. Schriftführer des Ärztlichen Vereins, Vorstandsmitglied der Dr. med. Ernst Asch-Stiftung und Vorstandsmitglied des Vereins für jüdische Krankenpflegerinnen.
Als Musiksachverständiger gehörte F. dem Kuratorium des Hoch’schen Konservatoriums, von 1924 bis 1932 als Vorsitzender, und dem Aufsichtsrat der Städtischen Bühnen an. In seiner Villa Im Trutz Fft. 12 im Westend ließ er einen Musiksaal für 150 Personen mit einer nach modernsten Gesichtspunkten eingebauten Orgel einrichten, wo er Konzerte mit Ffter und auch mit auswärtigen Künstlern gab. Die Programme der Konzerte stellte häufig sein Lehrer und Freund Hermann Hock zusammen. F., der als begabter Amateur-Geiger ein privates Streichquartett zusammengestellt hatte, wirkte mit diesem Quartett auch selbst bei den Konzerten mit. Initiator der Gründung des Ffter Motettenchors.
Verfasser zahlreicher medizinischer, medizinhistorischer und soziologischer Schriften.
1932 Ehrenmitglied des Kuratoriums von Dr. Hoch’s Konservatorium, wovon er aber aufgrund der nach 1933 herrschenden politischen Verhältnisse keinen Gebrauch machte.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 197f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Kallmorgen, S. 262f.
|
Martini, Bd. 1, S. 263.
Literatur:
Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. II, S. 70, 111.
|
Cahn: Hoch’sches Konservatorium 1979, S. 234, 288, 299, 362 Anm. 224 (m. Bild auf S. 289).
Quellen:
ISG, S2/4. 494.
GND: 116438479 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Feis, Oswald. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2164.
Stand des Artikels: 23.2.1988