Ege, Lina Sophie, geb. Mitterhauser, gesch. Rösch. Politikerin.
* 20.1.1879 (Leverkusen-Schlebusch-)Freudenthal, † 27.5.1971 München.
Verheiratet in zweiter Ehe (von 1908 bis zur Scheidung 1923) mit Albrecht E.
1902 Mitbegründerin des Bildungsvereins für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse, der sich nach außen unpolitisch geben musste, da Frauen die Parteiarbeit untersagt war, der jedoch tatsächlich der politischen Schulung von Frauen diente. 1908 – als Frauen die Mitgliedschaft in einer Partei ermöglicht worden war – trat der Verein geschlossen in die SPD ein. E. hielt Vorträge und Parteireden für Frauenrecht und gegen soziale Missstände, besonders um Frauen für die politische Arbeit zu gewinnen. Seit 1909 ehrenamtliche Armen- und Waisenpflegerin. Ermittlerin in der Fürsorge, in der Kinderschutzkommission und im Jugendamt der Stadt Ffm. Übernahm ehrenamtliche Vormundschaften, organisierte Ferienspaziergänge für Kinder und Kinderspeisungen. Von 1913 bis 1922 Mitglied im Bezirksvorstand der SPD mit Sitz in Ffm.
Von 1919 bis 1928 Mitglied des Preußischen Landtags. Seitdem mit zweitem Wohnsitz, seit 1929 ständig in Berlin ansässig.
1902 Mitbegründerin des Bildungsvereins für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse, der sich nach außen unpolitisch geben musste, da Frauen die Parteiarbeit untersagt war, der jedoch tatsächlich der politischen Schulung von Frauen diente. 1908 – als Frauen die Mitgliedschaft in einer Partei ermöglicht worden war – trat der Verein geschlossen in die SPD ein. E. hielt Vorträge und Parteireden für Frauenrecht und gegen soziale Missstände, besonders um Frauen für die politische Arbeit zu gewinnen. Seit 1909 ehrenamtliche Armen- und Waisenpflegerin. Ermittlerin in der Fürsorge, in der Kinderschutzkommission und im Jugendamt der Stadt Ffm. Übernahm ehrenamtliche Vormundschaften, organisierte Ferienspaziergänge für Kinder und Kinderspeisungen. Von 1913 bis 1922 Mitglied im Bezirksvorstand der SPD mit Sitz in Ffm.
Von 1919 bis 1928 Mitglied des Preußischen Landtags. Seitdem mit zweitem Wohnsitz, seit 1929 ständig in Berlin ansässig.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 172, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Literatur:
Beier: Arbeiterbewegung 1984, S. 406f.
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Stübling: Sozialdemokratie in Ffm. 1981.
Quellen:
Der Wink, Nr. 2, Okt. 1925, S. 5 (m. Porträtfoto).
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Eintrag der Heirat mit Albrecht Jakob Friedrich Ege, 21. 8. 1908 (unter Vermerk der Scheidung am 10. 8. 1923): ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbuch, Bestand STA 11/393: Standesamt Ffm. I, Heiratsurkunde 1908/I/737 (Bd. 3, Bl. 148).
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ISG, S2/411.
GND: 1123830584 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Ege, Lina. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2065.
Stand des Artikels: 28.12.1987