Ege, Albrecht Jakob Friedrich. Zimmerer. Politiker. Gewerkschafter.
* 31.1.1878 Ffm., ▭ † 23.1.1943 Ffm.-Preungesheim (hingerichtet).
Verheiratet in erster Ehe (von 1908 bis zur Scheidung 1923) mit Lina E., geb. Mitterhauser, gesch. Rösch (1879-1971), in zweiter Ehe (seit 1925) mit Anni E., geb. Jordan, gesch. Huth (1887-1943).
1896 Eintritt in den Zentralverband der Zimmerer und verwandten Berufsgenossen in Ffm., deren Ortsvorstand er ab 1900 angehörte. Seit 1905 Lokalangestellter. Von 1913 bis 1921 Gauleiter des Zentralverbands der Zimmerer. Von 1921 bis 1925 hauptamtlicher Leiter des Bauhüttenbetriebsverbands in Hessen-Nassau. Organisator der Bauarbeiterbewegung in Hessen. Propagierte die Sozialisierung der Bauwirtschaft mit Hilfe der genossenschaftlichen Bauhüttenbetriebe. Verfechter der Idee von Verbrauchergenossenschaften. Von 1924 bis 1933 Stadtverordneter (SPD); vor allem tätig auf dem Gebiet des Wohnungsbaus. Seit 1924 Geschäftsführer der neu gegründeten Gemeinnützigen Wohnungsbau AG (Gewobag) in Hessen und Nassau. Seit 1926 Bezirksleiter des Verbands sozialer Baubetriebe. Da E. die Arbeit für die SPD auch nach deren Verbot durch die Nationalsozialisten am 22.6.1933 weiterführte, wurde er 1933 in Schutzhaft genommen und verlor seine Stellung bei der Gewobag. Wieder in Freiheit, setzte er seine Widerstandsarbeit gegen das NS-Regime fort. Beteiligt an illegalen Treffen der SPD im „Café Metz“. 1936 verhaftet und zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt. Nach Haftentlassung 1937 erneutes Engagement im Widerstand. Beteiligt an Zusammenkünften von KPD und SPD in der Gastwirtschaft Bender-Schuch in Praunheim, wo E. u. a. die Meldungen der ausländischen Sender referierte, wie ein eingeschleuster Spitzel der Gestapo berichtete. 1942 verhaftet und wegen „Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens in Tateinheit mit Verbrechen gegen die Rundfunkordnung“ zum Tode verurteilt. Am 23.1.1943 in Preungesheim durch das Fallbeil hingerichtet.
Das Grab seiner zweiten Ehefrau Anni E. auf dem Westhausener Friedhof ist zugleich Gedenkstätte für Albrecht E.
E.straße in Westhausen.
1896 Eintritt in den Zentralverband der Zimmerer und verwandten Berufsgenossen in Ffm., deren Ortsvorstand er ab 1900 angehörte. Seit 1905 Lokalangestellter. Von 1913 bis 1921 Gauleiter des Zentralverbands der Zimmerer. Von 1921 bis 1925 hauptamtlicher Leiter des Bauhüttenbetriebsverbands in Hessen-Nassau. Organisator der Bauarbeiterbewegung in Hessen. Propagierte die Sozialisierung der Bauwirtschaft mit Hilfe der genossenschaftlichen Bauhüttenbetriebe. Verfechter der Idee von Verbrauchergenossenschaften. Von 1924 bis 1933 Stadtverordneter (SPD); vor allem tätig auf dem Gebiet des Wohnungsbaus. Seit 1924 Geschäftsführer der neu gegründeten Gemeinnützigen Wohnungsbau AG (Gewobag) in Hessen und Nassau. Seit 1926 Bezirksleiter des Verbands sozialer Baubetriebe. Da E. die Arbeit für die SPD auch nach deren Verbot durch die Nationalsozialisten am 22.6.1933 weiterführte, wurde er 1933 in Schutzhaft genommen und verlor seine Stellung bei der Gewobag. Wieder in Freiheit, setzte er seine Widerstandsarbeit gegen das NS-Regime fort. Beteiligt an illegalen Treffen der SPD im „Café Metz“. 1936 verhaftet und zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt. Nach Haftentlassung 1937 erneutes Engagement im Widerstand. Beteiligt an Zusammenkünften von KPD und SPD in der Gastwirtschaft Bender-Schuch in Praunheim, wo E. u. a. die Meldungen der ausländischen Sender referierte, wie ein eingeschleuster Spitzel der Gestapo berichtete. 1942 verhaftet und wegen „Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens in Tateinheit mit Verbrechen gegen die Rundfunkordnung“ zum Tode verurteilt. Am 23.1.1943 in Preungesheim durch das Fallbeil hingerichtet.
Das Grab seiner zweiten Ehefrau Anni E. auf dem Westhausener Friedhof ist zugleich Gedenkstätte für Albrecht E.
E.straße in Westhausen.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 172, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Bermejo: Ffter Stadtverordnete u. Magistratsmitglieder als Verfolgte d. NS-Staates 2006, S. 96-102.
Literatur:
Beier: Arbeiterbewegung 1984, S. 406.
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Keval: Widerstand 1988, S. 239.
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Maly: Stvv. II 1995.
Quellen:
Eintrag der Heirat mit Lina Sophie Rösch, geb. Mitterhauser, 21. 8. 1908 (unter Vermerk der Scheidung am 10. 8. 1923): ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbuch, Bestand STA 11/393: Standesamt Ffm. I, Heiratsurkunde 1908/I/737 (Bd. 3, Bl. 148).
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ISG, S2/2. 498.
GND: 1262020956 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Ege, Albrecht. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2064.
Stand des Artikels: 28.12.1987