Direkt zum Inhalt
Zur Startseite
Startseite

Seitenmenü

Seitenmenü

  • Personensuche
  • Editorial
  • Neuerscheinungen
  • Aufnahmekriterien
  • Editionsprinzipien
  • Projektgeschichte
  • Technische Umsetzung
  • Autorinnen und Autoren
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Benutzeranmeldung

Pfadnavigation

  1. Startseite

Dielmann, Jakob Fürchtegott

Gründer der „Kronberger Malerkolonie“ (mit Anton Burger).

Dielmann, Jakob (eigentl.: Jacob) Fürchtegott. Maler und Lithograf. * 9.9.1809 Ffm., † 30.5.1885 Ffm.
Sohn eines Sachsenhäuser Weingärtners.
Von 1825 bis 1827 Unterricht bei Wendelstadt am Städel. Eintritt in die lithografische Anstalt „F. C. Vogel“; daneben weiterhin Schüler des Städelschen Kunstinstituts. Im Auftrag Vogels schuf D. gemeinsam mit seinem Freund Jakob Becker ein Panorama des Rheins von Mainz bis Koblenz (1833). Ein Stipendium des Städel ermöglichte ihm ab 1835 den Besuch der Düsseldorfer Akademie, wo er sich unter Johann Wilhelm Schirmer (1807-1863) vor allem in der Landschaftsmalerei ausbildete. Gemeinsam mit Becker, der ebenfalls an der Düsseldorfer Akademie gewesen war, kehrte D. 1842 nach Ffm. zurück. Er bezog ein Atelier im Haus des Städelschen Kunstinstituts, ohne dort jemals als Lehrer tätig zu sein. Mit Anton Burger verband D. eine enge Freundschaft. 1861 folgte er Burger nach Kronberg und begründete dort zusammen mit diesem die Kronberger Malerkolonie. In seinen letzten zehn Lebensjahren war er durch Krankheit am künstlerischen Schaffen gehindert, so dass bei seinen letzten Bildern häufig die Freunde aus der Malerkolonie, darunter auch Burger, helfend eingriffen.
D. malte vor allem Landschaften an Rhein und Lahn sowie in Westerwald und Taunus. Daneben war er der Maler der rheinischen und hessischen Dorfidylle. Zudem war D. ein hervorragender Zeichner. So illustrierte er das Lokalstück „Die Entführung oder Der alte Bürger-Capitain“ von Carl Malss, das in den Druckfassungen ab 1833/36 mit Lithografien nach D.s Zeichnungen erschien.
Im Städel befinden sich einige Ölbilder von D., u. a. „Tor in Münzenberg“ (1852), „Motiv aus Aßmannshausen am Rhein“ (1858), „Tor der Ruine Eppstein im Taunus“ (1858) und „Hessischer Dorfweg“ (um 1880), sowie ca. 200 Blätter (Zeichnungen und Aquarelle) aus seinem Nachlass. Im Druck wurden von D. veröffentlicht: „Malerische Ansichten der Bäder Wiesbaden, Schwalbach, Schlangenbad, Ems und ihrer Umgebungen“ (1834), „Album von Rheinansichten“ (1842), „Album der Taunusbäder“ (1844) und „Album von Ffm.“ (1845).
D.straße in Sachsenhausen.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 155, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Dessoff, S. 30f.
Dessoff, Albert: Kunst und Künstler in Ffm. im 19. Jahrhundert. 2. Bd.: Biographisches Lexikon der Ffter Künstler im 19. Jahrhundert. Ffm. 1909.
| NB 1985, S. 71, Nr. 418; 1992, S. 133, Nr. 740.
Renkhoff, Otto: Nassauische Biographie. Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten. Wiesbaden 1985, 2., überarb. Aufl. 1992. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau XXXIX).
| Schrotzenberger, S. 51.
Schrotzenberger, Robert: Francofurtensia. Aufzeichnungen zur Geschichte von Ffm. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Ffm. 1884.
| Thieme/Becker 9 (1913), S. 232f.
Thieme, Ulrich/Becker, Felix: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bde. Leipzig 1907-50.
Literatur: Kat. Romantik im Rhein-Main-Gebiet 2015, bes. S. 196f., 267f.
Museum Giersch der Goethe-Universität (Hg.): Romantik im Rhein-Main-Gebiet. Katalogredaktion: Mareike Hennig, Manfred Großkinsky, Birgit Sander, Susanne Wartenberg, Linda Baumgartner. Petersberg 2015.
| Malss: Ffter Mundartstücke 1988, S. 476.
Malss, Karl: Ffter Mundartstücke. Neue Gesamtausgabe mit Nachwort, Erläuterungen und Glossar von Volker Klotz, Erwin Th. Rosenthal, Rainer Schönhaar. Ffm. 1988.
| Städelkat. d. Gemälde d. 19. Jh. s 1972, Textband, S. 84-89.
Holzinger, Ernst (Hg.)/Ziemke, Hans-Joachim (Bearb.): Die Gemälde des 19. Jahrhunderts. Text- und Bildband. Ffm. 1972. (Kataloge der Gemälde im Städel’schen Kunstinstitut I).
| Wiederspahn/Bode: Kronberger Malerkolonie 1982, S. 347-349, 686f.
Wiederspahn, August/Bode, Helmut: Die Kronberger Malerkolonie. Ein Beitrag zur Ffter Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts. Mit dokumentarischen Beiträgen von Änne Rumpf-Demmer, Julius Neubronner und Philipp Franck. 3., erw. Aufl. Ffm. 1982.
Quellen: ISG, S2/3. 881.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 118702424 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Dielmann, Jakob Fürchtegott. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2012.


Stand des Artikels: 11.11.1987

  • Startseite
  • Impressum

Ein Projekt der Frankfurter Bürgerstiftung

Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Stiftung Niederländische Gemeinde Augsburger Confession

Kooperationspartner: Frankfurter Historische Kommission
Projektleitung: Sabine Hock
Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
Datenbankprogrammierung: Andreas Bombel
Gestaltung: Anja Müller-Ries

Bildnachweis für die Kopfleiste (v. l. n. r.): Hamman von Holzhausen (Hans Happ nach Conrad Faber von Creuznach/UB Ffm.), Arthur Schopenhauer (ISG), Friedrich Stoltze (ISG), Johann Wolfgang Goethe (Johann Heinrich Lips/FDH-FGM), Max Beckmann (ISG), Bertha Pappenheim (ISG), Eduard Rüppell (Pompeo Marchesi/Archiv der SGN als Dauerleihgabe im HMF/Foto: Sven Tränkner), Paul Ehrlich (ISG), Christian Egenolff (Johann Friedrich Schmidt nach dem Monogrammisten „M“/ISG), Karl der Große (Andreas Artur Hoferick nach Karl Eduard Wendelstadt/Foto: Wolfgang Faust), Franz Adickes (ISG), Liesel Christ (hr-Archiv/Foto: Kurt Bethke), Ernst May (ISG), Georg Philipp Telemann (Valentin Daniel Preisler nach Ludwig Michael Schneider/ISG).

© ab 2014 Frankfurter Bürgerstiftung und für die einzelnen Artikel bei den Autoren und/oder Institutionen.

Menü