Datzerat (auch: Datzerath, Dacerat, Datzerad, Tatzerath, Tazerad), Johann Michael. Bildhauer und Wachsbossierer.
* September (oder Oktober) 1705 (Kreuzau-)Winden bei Düren, ▭ 1.1.1783 Ffm.
Schüler von C. A. Donett. Seit 1729 ständig in Ffm. ansässig.
D. schuf zahlreiche Brunnen und Brunnenfiguren, darunter den Freiheitsbrunnen (auch: Freythoffsbrunnen) auf dem Hühnermarkt (1759; seit 1895 am Roseneck, nach 1945 bis ca. 1980 in der Rechneigrabenstraße, seit 1994/95 im Hofbereich zwischen Großer Fischerstraße und Weckmarkt an der Südostseite des Leinwandhauses), den figürlichen Schmuck des Brunnens auf dem Liebfrauenberg (1770) und die Figur des Atlas für den Kugelbrunnen am Großen Kornmarkt (errichtet 1778; Original seit 1908 in einem Garten nahe dem Günthersburgpark, dort verwittert; Kopie seit 1938/39 im Kirschgarten in der Altstadt, dort kriegszerstört; Rekonstruktion von Emil Hub seit 1954 in einem Innenhof am Weckmarkt nahe dem Dom). Außerdem gestaltete D. Grabdenkmäler und schuf Kleinplastiken und Altarfiguren, u. a. einen Altar für die Kapuzinerkirche (1730). Beteiligt an der neuen Ausgestaltung der Katharinenkirche (1778). Von D. stammen die populär gewordenen „Kanonesteppel“, die er auf einem Relief an der Alten Brücke abgebildet hat.
D. schuf zahlreiche Brunnen und Brunnenfiguren, darunter den Freiheitsbrunnen (auch: Freythoffsbrunnen) auf dem Hühnermarkt (1759; seit 1895 am Roseneck, nach 1945 bis ca. 1980 in der Rechneigrabenstraße, seit 1994/95 im Hofbereich zwischen Großer Fischerstraße und Weckmarkt an der Südostseite des Leinwandhauses), den figürlichen Schmuck des Brunnens auf dem Liebfrauenberg (1770) und die Figur des Atlas für den Kugelbrunnen am Großen Kornmarkt (errichtet 1778; Original seit 1908 in einem Garten nahe dem Günthersburgpark, dort verwittert; Kopie seit 1938/39 im Kirschgarten in der Altstadt, dort kriegszerstört; Rekonstruktion von Emil Hub seit 1954 in einem Innenhof am Weckmarkt nahe dem Dom). Außerdem gestaltete D. Grabdenkmäler und schuf Kleinplastiken und Altarfiguren, u. a. einen Altar für die Kapuzinerkirche (1730). Beteiligt an der neuen Ausgestaltung der Katharinenkirche (1778). Von D. stammen die populär gewordenen „Kanonesteppel“, die er auf einem Relief an der Alten Brücke abgebildet hat.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 145, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Gwinner, S. 293f.
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Thieme/Becker 8 (1912), S. 419f.
Literatur:
Über die Rekonstruktion des Atlasbrunnens von Emil Hub, 1954: Ffm. u. seine Kunstschätze 1956, S. 149.
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Schomann: Ffter Brunnen 1981, S. 46-53, 84f., 88-93.
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Datzerat, Johann Michael. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1983.
Stand des Artikels: 29.9.1987