Jugendfreund Goethes.
Crespel, Johann Bernhard. Hofrat. Archivar.
* 27.3.1747 Ffm., † 24.11.1813 Laubach/Hessen.
In einem zum Besitztum von Goethes Großeltern Textor gehörenden Haus geboren, war C. seit frühester Jugend mit den Geschwistern Goethe befreundet. Nach Ausbildung auf auswärtigen Jesuitenschulen (bis 1763) und Jurastudium in Paris (seit 1764), Würzburg (seit 1766), Wetzlar (seit 1768) und Göttingen (seit 1769) kehrte er ohne Promotion 1770 nach Ffm. zurück, um als Archivar in Thurn und Taxis’sche Dienste zu treten.
C. nahm am geselligen Leben im Goethekreis teil. Goethe beschreibt die von C. geleiteten Mariage-Spiele in „Dichtung und Wahrheit“ (II,6). Nach Goethes Abreise nach Straßburg (1770) wurde C. für Goethes Mutter „ihr lieber Sohn Bernhard“. Vertrauter von Sophie (von) La Roche. Befreundet mit Maximiliane La Roche, verh. Brentano. 1794 zog sich C., der ein kauziger Sonderling gewesen sein soll, mit seiner Familie nach Laubach zurück.
Goethe zeichnete um 1773 ein Porträt von C.
Als literarische Gestalt lebt „Rat C.“ fort: in der Novelle „Rat Krespel“ von E. Th. A. Hoffmann, zu der wohl Clemens Brentano das biographische Material lieferte, in Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“, in Goethes „Kapuzinerpredigten“ und als Bernardo in Goethes „Erwin und Elmire“.
C. nahm am geselligen Leben im Goethekreis teil. Goethe beschreibt die von C. geleiteten Mariage-Spiele in „Dichtung und Wahrheit“ (II,6). Nach Goethes Abreise nach Straßburg (1770) wurde C. für Goethes Mutter „ihr lieber Sohn Bernhard“. Vertrauter von Sophie (von) La Roche. Befreundet mit Maximiliane La Roche, verh. Brentano. 1794 zog sich C., der ein kauziger Sonderling gewesen sein soll, mit seiner Familie nach Laubach zurück.
Goethe zeichnete um 1773 ein Porträt von C.
Als literarische Gestalt lebt „Rat C.“ fort: in der Novelle „Rat Krespel“ von E. Th. A. Hoffmann, zu der wohl Clemens Brentano das biographische Material lieferte, in Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“, in Goethes „Kapuzinerpredigten“ und als Bernardo in Goethes „Erwin und Elmire“.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 141, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Adalbert Elschenbroich in: NDB 3 (1957), S. 410f.
Literatur:
Hertz: Bernhard Crespel 1914.
Quellen:
ISG, S2/11. 018.
GND: 116726059 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Crespel, Bernhard. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1971.
Stand des Artikels: 23.9.1987