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Bose, Louise Gräfin

Bose, Louise Wilhelmine Emilie Gräfin, geb. Gräfin von Reichenbach-Lessonitz. Stifterin und Wohltäterin. * 1.3.1813 Berlin, † 3.10.1883 Baden-Baden.
Tochter des Kurfürsten Wilhelm II. von Hessen-Kassel (1777-1847) und seiner Geliebten Emilie Ortlepp, der späteren Gräfin von Reichenbach-Lessonitz (1791-1843). Verheiratet (seit 1845) mit Karl August Graf B.
Besitzerin des Hofguts Goldstein, wo sie im Jahr ihrer Heirat (1845) einen Park, den heutigen Goldsteinpark, von Heinrich Siesmayer gestalten und anlegen ließ.
Zu ihren Lebzeiten machte B. hochherzige Schenkungen und Stiftungen an arme kurhessische Landgemeinden für soziale Zwecke (Armenpflege, Krankenhaus- und Schulhausbau). 1880 gründete sie eine Stiftung zur Errichtung von Schulhäusern in neun armen Landgemeinden des ehemaligen Kurfürstentums Hessen. Daneben Stiftungen an naturwissenschaftliche und medizinische Institute. Sie hinterließ der SNG 800.000 Mark und ihr Palais in der Neuen Mainzer Straße. Die SNG nutzte diese Stiftung, um ihre Museumsräume und Sammlungen am Eschenheimer Turm großzügig zu erweitern.
Ewiges Mitglied der SNG.
Marmorbüste (von Joseph von Kopf, 1880) im Kleinen Senatssaal der Universität Berlin.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 93, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Franz (Hg.): Haus Hessen 2012, S. 169f.
Franz, Eckhart G. (Hg.): Haus Hessen. Biografisches Lexikon. Darmstadt 2012. (Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission NF 34).
| Müller: Stiftungen 1958, S. 114.
Müller, Bruno: Stiftungen für Ffm. Ffm. 1958.
| Schrotzenberger, S. 29.
Schrotzenberger, Robert: Francofurtensia. Aufzeichnungen zur Geschichte von Ffm. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Ffm. 1884.
Literatur: Merk, Heidrun: Der Ffter Goldsteinpark und die Familie von Reichenbach-Lessonitz. In: AFGK 74 (2014): Ffter Parkgeschichten, S. 89-96, bes. S. 92-94.
Archiv für Fft.s Geschichte und Kunst. Bisher 78 Bde. Ffm. 1839-2019.
| Nachruf in: Bericht d. SNG 1883/84, S. 5f.
Bericht über die [seit 1896: der] SNG in Ffm. Ffm. 1850-1921.
| Kasper/Schubert: Nach Frauen benannt 2013, S. 25f.
Kasper, Birgit/Schubert, Steffi: Nach Frauen benannt. 127 Straßen in Ffm. Hg. v. Frauenreferat der Stadt Ffm. Ffm. 2013.
| Lemberg: Gräfin Bose 1998.
Lemberg, Margret: Gräfin Louise Bose und das Schicksal ihrer Stiftungen und Vermächtnisse. Marburg 1998. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 46,4; zugl. Senckenberg-Buch 73).
| Zibell: Hessinnen 2019, S. 290-296, 379.
Zibell, Stephanie: Hessinnen. 50 Lebenswege. Wiesbaden 2019.
Quellen: ISG, S2/11. 597.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
Internet: Hess. Biografie, 26.9.2022.
Hessische Biografie, Kooperationsprojekt des Instituts für Personengeschichte in Bensheim und des Hessischen Instituts für Landesgeschichte in Marburg zur Erstellung einer umfassenden personengeschichtlichen Dokumentation des Landes Hessen.
https://www.lagis-hessen.de/pnd/121088014

GND: 121088014 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Bose, Louise Gräfin. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1841.


Stand des Artikels: 24.4.1987

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Projektleitung: Sabine Hock
Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
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