Bordes, Maria Ludovika Katharina, gen. Lulu (auch: Luise), Freifrau des, geb. Brentano, gesch. Jordis. Psd.: Rozier des Bordes. Dichterin.
* 9.1.1787 Ffm., † 19.11.1854 Würzburg.
Tochter des Großkaufmanns Pietro Antonio, gen. Peter Anton, Brentano und dessen zweiter Ehefrau Maximiliane Euphrosine, geb. La Roche. Schwester von Clemens Brentano und Bettine von Arnim.
Lulu galt als dichterisch begabt und dem geselligen Leben zugewandt. 1805 heiratete sie den Bankier Carl Jordis (1781-1839), dem sie nach Kassel folgte. Dort versammelte ihr Mann einen heiter-geselligen, z. T. französischen Kreis um sich, in den sie ihre Geschwister und Wilhelm Grimm zu integrieren versuchte. Schrieb aus ihrer Erinnerung Märchen für die Sammlung der Brüder Grimm auf. Später lebte Lulu in Paris, wo sie nach ihrer Trennung von Jordis eine zweite Ehe schloss, die ihr zwar erneut gesellschaftliches Ansehen, aber weiterhin keine geistige Erfüllung brachte. Immer stärker suchte sie daher Zuflucht im katholischen Glauben, womit sie dem Vorbild ihrer Brüder folgte.
Werke: „Geistliche Lieder“ (1853), „Kinderlieder“ (1853).
Lulu galt als dichterisch begabt und dem geselligen Leben zugewandt. 1805 heiratete sie den Bankier Carl Jordis (1781-1839), dem sie nach Kassel folgte. Dort versammelte ihr Mann einen heiter-geselligen, z. T. französischen Kreis um sich, in den sie ihre Geschwister und Wilhelm Grimm zu integrieren versuchte. Schrieb aus ihrer Erinnerung Märchen für die Sammlung der Brüder Grimm auf. Später lebte Lulu in Paris, wo sie nach ihrer Trennung von Jordis eine zweite Ehe schloss, die ihr zwar erneut gesellschaftliches Ansehen, aber weiterhin keine geistige Erfüllung brachte. Immer stärker suchte sie daher Zuflucht im katholischen Glauben, womit sie dem Vorbild ihrer Brüder folgte.
Werke: „Geistliche Lieder“ (1853), „Kinderlieder“ (1853).
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 92, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Brümmer 1884, S. 52.
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Adalbert Elschenbroich in: NDB 2 (1955), S. 596.
Literatur:
Friedrichs: Schriftstellerinnen 1981, S. 58.
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Losch, Philipp: Jordis-Brentano. Aus der Geschichte Schönfelds. In: Hessenland 26 (1912), Nr. 22 (2. Novemberheft), S. 353-355 u. Nr. 23 (1. Dezemberheft), S. 365-367.
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Scharwies: Lulu Brentano 2021.
GND: 104139056 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Bordes, Lulu des. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1834.
Stand des Artikels: 8.4.1987