Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
die Welt zu vergessen – das wünschen sich viele in diesen Zeiten. Von der Welt vergessen zu werden – das will wohl niemand. Erinnerung hat einen hohen Wert. Gerade mit der Arbeit des Historikers ist der Auftrag des Erinnerns eng verbunden. Das gilt in besonderem Maße, wenn es um die Biographien von Menschen geht, deren Leben, Werk und Namen unter dem nationalsozialistischen Terrorregime für immer ausgelöscht werden sollten. Mit jeder einzelnen dieser Millionen Lebensgeschichten, die erforscht und erzählt wird, kehrt das Gedächtnis zurück. Auch die Frankfurter Künstlerin Amalie Seckbach, die in der NS-Zeit wegen ihrer jüdischen Religion verfemt und schließlich im Konzentrationslager Theresienstadt ums Leben gebracht wurde, wäre fast vergessen worden. Der diesmalige Artikel des Monats erinnert an sie.