Stern, Sigismund. Dr. phil. Pädagoge. Schriftsteller.
* 2.7.1812 Karge/Provinz Posen, † 9.5.1867 Ffm.
Sohn eines jüdischen Kaufmanns.
Seit 1831 Studium der Philosophie und Pädagogik in Berlin. Durch Schleiermacher literarisch angeregt. 1834 Promotion mit einer Arbeit über das Thema „Vorläufige Grundlegung zu einer Sprachphilosophie“ (im Druck erschienen 1835). 1835 übernahm S. von Isaak Marcus Jost die Leitung der „Höheren Schul- und Pensionsanstalt für Knaben“ in Berlin. Außerdem war er an der Gründung der Reformierten jüdischen Gemeinde beteiligt und veröffentlichte eine Reihe sprachwissenschaftlicher Arbeiten, u. a. das „Lehrbuch der allgemeinen Grammatik“ (1840). 1845 nahm S. als Sprecher der Berliner jüdischen Gemeinde an der II. Rabbinerversammlung (Konferenz reformwilliger Rabbiner) in Ffm. teil. 1855 wurde S. als Nachfolger von Michael Isaac Hess Direktor des Philanthropins in Ffm. Über die Reorganisation des Schulbetriebs hinaus setzte sich S. vor allem für die pädagogische Schulreform ein. Er strebte eine Schule an, in der Lehrer und Schüler als „sittliche Gemeinschaft“ verstanden werden sollten. Die Schule sollte humane und patriotische Werte vermitteln sowie die Ausbildung des Pflichtbewusstseins fördern. Zwischen 1855 und 1867 stellte S. dieses Konzept in den „Programmheften“ des Philanthropins der Öffentlichkeit vor.
Seit 1831 Studium der Philosophie und Pädagogik in Berlin. Durch Schleiermacher literarisch angeregt. 1834 Promotion mit einer Arbeit über das Thema „Vorläufige Grundlegung zu einer Sprachphilosophie“ (im Druck erschienen 1835). 1835 übernahm S. von Isaak Marcus Jost die Leitung der „Höheren Schul- und Pensionsanstalt für Knaben“ in Berlin. Außerdem war er an der Gründung der Reformierten jüdischen Gemeinde beteiligt und veröffentlichte eine Reihe sprachwissenschaftlicher Arbeiten, u. a. das „Lehrbuch der allgemeinen Grammatik“ (1840). 1845 nahm S. als Sprecher der Berliner jüdischen Gemeinde an der II. Rabbinerversammlung (Konferenz reformwilliger Rabbiner) in Ffm. teil. 1855 wurde S. als Nachfolger von Michael Isaac Hess Direktor des Philanthropins in Ffm. Über die Reorganisation des Schulbetriebs hinaus setzte sich S. vor allem für die pädagogische Schulreform ein. Er strebte eine Schule an, in der Lehrer und Schüler als „sittliche Gemeinschaft“ verstanden werden sollten. Die Schule sollte humane und patriotische Werte vermitteln sowie die Ausbildung des Pflichtbewusstseins fördern. Zwischen 1855 und 1867 stellte S. dieses Konzept in den „Programmheften“ des Philanthropins der Öffentlichkeit vor.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 433, verfasst von: Christopher Henkel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Literatur:
Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 499.
GND: 117277622 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Henkel, Christopher: Stern, Sigismund. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1337.
Stand des Artikels: 2.6.1995