Vorbild für das „Paulinchen” im „Struwwelpeter”.
Paulinchen in der „gar traurigen Geschichte mit dem Feuerzeug”
Illustration von Heinrich Hoffmann in seinem Kinderbuch „Der Struwwelpeter” (aus der 6. Aufl. 1848, Bl. 6 = S. 15; im Besitz der UB Ffm.).
© Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg Ffm. (URN: urn:nbn:de:hebis:30-1125792).
Schmidt, Catharina Auguste Pauline.
* 27.12.1840 Ffm., † 18.6.1856 Ffm.
Tochter des Arztes Johann Adolph Sch.(-Heyder). Schwester von Johann Friedrich Moritz Sch.(-Metzler).
Für Heinrich Hoffmann, einen Kollegen und Freund von Paulines Vater, wurde das Mädchen zum Vorbild für das „Paulinchen” in der „gar traurigen Geschichte mit dem Feuerzeug”, die in Hoffmanns berühmt gewordenem Kinderbuch „Der Struwwelpeter” seit der zweiten Ausgabe von 1846 enthalten ist. Möglicherweise hat der Autor, der das Buch eigentlich für seine eigenen Kinder zeichnete und schrieb, seiner Kunstfigur nur den Namen der Spielgefährtin seiner Kinder gegeben. Wahrscheinlich aber bezog er sich sogar auf eine wahre Begebenheit: Die allein zu Haus gebliebene vierjährige Pauline soll tatsächlich einmal mit Zündhölzern gespielt und dadurch einen Zimmerbrand verursacht haben, den sie aber – anders als in der Bilderbuchgeschichte – unbeschadet überstand. Pauline Sch. starb also nicht infolge einer selbst ausgelösten Brandkatastrophe; die Ursache für ihren frühen Tod war die Erkrankung an Lungenschwindsucht, Epilepsie und Darmgeschwüren.
Paulines Grab auf dem Ffter Hauptfriedhof (Gewann C 148) wird seit 1963 von der Stadt Ffm. gepflegt.
Für Heinrich Hoffmann, einen Kollegen und Freund von Paulines Vater, wurde das Mädchen zum Vorbild für das „Paulinchen” in der „gar traurigen Geschichte mit dem Feuerzeug”, die in Hoffmanns berühmt gewordenem Kinderbuch „Der Struwwelpeter” seit der zweiten Ausgabe von 1846 enthalten ist. Möglicherweise hat der Autor, der das Buch eigentlich für seine eigenen Kinder zeichnete und schrieb, seiner Kunstfigur nur den Namen der Spielgefährtin seiner Kinder gegeben. Wahrscheinlich aber bezog er sich sogar auf eine wahre Begebenheit: Die allein zu Haus gebliebene vierjährige Pauline soll tatsächlich einmal mit Zündhölzern gespielt und dadurch einen Zimmerbrand verursacht haben, den sie aber – anders als in der Bilderbuchgeschichte – unbeschadet überstand. Pauline Sch. starb also nicht infolge einer selbst ausgelösten Brandkatastrophe; die Ursache für ihren frühen Tod war die Erkrankung an Lungenschwindsucht, Epilepsie und Darmgeschwüren.
Paulines Grab auf dem Ffter Hauptfriedhof (Gewann C 148) wird seit 1963 von der Stadt Ffm. gepflegt.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 309, verfasst von: Sabine Hock (redigierte Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon).
Literatur:
Börchers: 101 Frauenorte 2016, S. 154f.
|
Grieser: Paulinchen 1992.
Quellen:
ISG, S2/5. 647.
GND: 1189341883 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Schmidt, Pauline. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1093.
Stand des Artikels: 25.7.2015
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 08.2015
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. August 2015.