Saint George, Johann Georg Konrad von. Bankier. Stifter.
* 23.9.1782 Speyer, † 24.6.1863 Ffm.
Verheiratet in erster Ehe (seit 1810) mit Margarethe (auch: Margaretha) Louise von S. G., geb. Bethmann-Hollweg (1793-1831), in zweiter Ehe (seit 1842) mit Auguste Amalie von S. G., geb. Müller, verw. Schelble, der Witwe des Ffter Musikdirektors Johann Nepomuk Schelble.
Seit 1798 Lehrling, später Angestellter, dann seit 1810 Prokurist und schließlich seit 1811 Teilhaber des Bankhauses Bethmann. Am 31.12.1832 zog sich S. G. aus dem Geschäftsleben zurück.
Seit 1811 Mitglied im Pflegamt des Hospitals zum heiligen Geist, der damals neu gebildeten Verwaltungskommission des Krankenhauses. 1845 stiftete S. G. 25.000 Gulden zur Behandlung und Verpflegung der armen Kranken aus den Ffter Landgemeinden im Heiliggeisthospital. Diese „St.-Georgen-Stiftung” stockte er später noch um 5.000 Gulden auf. Außerdem schenkte er dem Heiliggeistkrankenhaus für dessen Neubau die beiden Portalfiguren „Krankheit” und „Genesung”, geschaffen von Eduard Schmidt von der Launitz (1863), sowie für den Betsaal des Hospitals ein Ölbild der Heiligen Familie (1855). 1856 schied er nach jahrzehntelanger Vorstandstätigkeit aus dem Pflegamt aus.
Aus Leonhardi’schem Besitz ersteigerte S. G. 1840 ein Anwesen vor Oberrad. In den folgenden Jahren gestaltete S. G. das Landgut zu einem herrschaftlichen Sommersitz nach englischem Vorbild um: Er ließ dort ein klassizistisches Gartenhaus (von Friedrich Rumpf, 1843) errichten und einen Landschaftspark (von Sebastian Rinz, nach 1843) anlegen.
Nach S. G.s Tod erbte seine älteste Tochter Catharina Elisabeth, verh. Grunelius, das Anwesen, dem sie den Namen „Villa St. Georgen“ gab (seit 1926 Sitz der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen, Offenbacher Landstraße 224). Eine andere Tochter S. G.s aus erster Ehe, Susanna Elisabeth Ida von S. G. (1815-1896), hatte 1837 den Kaufmann Johann Georg (von) Heyder geheiratet.
St.-George-Straße in Bornheim.
Seit 1798 Lehrling, später Angestellter, dann seit 1810 Prokurist und schließlich seit 1811 Teilhaber des Bankhauses Bethmann. Am 31.12.1832 zog sich S. G. aus dem Geschäftsleben zurück.
Seit 1811 Mitglied im Pflegamt des Hospitals zum heiligen Geist, der damals neu gebildeten Verwaltungskommission des Krankenhauses. 1845 stiftete S. G. 25.000 Gulden zur Behandlung und Verpflegung der armen Kranken aus den Ffter Landgemeinden im Heiliggeisthospital. Diese „St.-Georgen-Stiftung” stockte er später noch um 5.000 Gulden auf. Außerdem schenkte er dem Heiliggeistkrankenhaus für dessen Neubau die beiden Portalfiguren „Krankheit” und „Genesung”, geschaffen von Eduard Schmidt von der Launitz (1863), sowie für den Betsaal des Hospitals ein Ölbild der Heiligen Familie (1855). 1856 schied er nach jahrzehntelanger Vorstandstätigkeit aus dem Pflegamt aus.
Aus Leonhardi’schem Besitz ersteigerte S. G. 1840 ein Anwesen vor Oberrad. In den folgenden Jahren gestaltete S. G. das Landgut zu einem herrschaftlichen Sommersitz nach englischem Vorbild um: Er ließ dort ein klassizistisches Gartenhaus (von Friedrich Rumpf, 1843) errichten und einen Landschaftspark (von Sebastian Rinz, nach 1843) anlegen.
Nach S. G.s Tod erbte seine älteste Tochter Catharina Elisabeth, verh. Grunelius, das Anwesen, dem sie den Namen „Villa St. Georgen“ gab (seit 1926 Sitz der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen, Offenbacher Landstraße 224). Eine andere Tochter S. G.s aus erster Ehe, Susanna Elisabeth Ida von S. G. (1815-1896), hatte 1837 den Kaufmann Johann Georg (von) Heyder geheiratet.
St.-George-Straße in Bornheim.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 233f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Müller: Stiftungen 1958, S. 60.
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Richel, S. 495.
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Schrotzenberger, S. 211.
Literatur:
Wolfgang Klötzer in: Bethmann (Hg.): Bankiers sind auch Menschen 1973, S. 168-172; vgl. auch S. 162.
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32er Ahnentafel von Frau Sus(anna) Elis(abeth) Ida v. Heyder[, geb. von St. George]. In: Ffter Bll. f. Familiengesch. 4 (1911), H. 12, S. 183.
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Stammbaum der Familie von Saint-George. In: Ffter Bll. f. Familiengesch. 2 (1909), H. 2, S. 24-26.
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Laudation zum 25. Amtsjubiläum als Pfleger des Hospitals zum heiligen Geist: Ffter Jahrbücher 7 (1836), Nr. 7, 1. 3. 1836, S. 29f.
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Hock/Vogt: Park von Sankt Georgen 2013.
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Lerner/Krämer/Lohne: Hospital zum Heiligen Geist 1989, S. 151, 159, 198.
Quellen:
ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbuch 20 (1809-15), S. 134, Eintrag vom 15. 1. 1810.
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ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbuch 28 (1839-42), S. 704, Eintrag vom 17. 8. 1842.
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ISG, Nachlassakten 1845/7. 340 (Schenkung an das Heiliggeisthospital).
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ISG, Nachlassakten 1863/166 (Nachlass).
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ISG, Ratssuppl. 1809, Bd. VI, Bl. 325-334 (Gesuch um Bürgerrecht auf Heirat mit Margarethe Louise Bethmann-Hollweg).
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ISG, Senatssuppl. 439/17 (u. a. Gesuch um auswärtige Trauung und um Aufnahme der Verlobten Amalie Schelble in das Ffter Bürgerrecht, 1842).
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ISG, Stiftungsabt.; dazu Rep. Neubauer.
GND: 1220240559 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Saint George, Georg von. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/981.
Stand des Artikels: 17.11.1994