Rosenhaupt, Heinrich. Dr. med. Arzt.
* 21.5.1877 Ffm., † 15.4.1944 Colorado Springs (USA).
Sohn eines jüdischen Großkaufmanns.
Besuch des Kaiser-Friedrichs-Gymnasiums. Von 1892 bis 1894 Banklehre, anschließend Tätigkeit als Bankangestellter. Medizinstudium in Erlangen, München, Berlin und Freiburg. 1902 Promotion. 1905 Niederlassung als Kinderarzt in Ffm. und Gründung der ersten Säuglingsberatungsstelle der Stadt. Vor dem Ersten Weltkrieg leitete R. die Auskunftsstelle des Ffter Verbands für Säuglingsvorsorge und Kleinkinderberatung. 1921 Stadtarzt am Ffter Gesundheitsamt. Ab 1922 Stadtarzt am neugegründeten Mainzer Gesundheitsamt. 1933 Amtsenthebung aufgrund seiner jüdischen Herkunft. Im März 1934 Rückkehr nach Ffm. und Eröffnung einer Praxis. Anfang 1939 kurzzeitige Inhaftierung im KZ Sachsenhausen. Daraufhin Emigration nach England, später in die USA.
Vorstandsmitglied im Ärztlichen Verein. Gesuchtes Mitglied in den Vorständen internationaler Vereinigungen für Säuglingsschutz.
Besuch des Kaiser-Friedrichs-Gymnasiums. Von 1892 bis 1894 Banklehre, anschließend Tätigkeit als Bankangestellter. Medizinstudium in Erlangen, München, Berlin und Freiburg. 1902 Promotion. 1905 Niederlassung als Kinderarzt in Ffm. und Gründung der ersten Säuglingsberatungsstelle der Stadt. Vor dem Ersten Weltkrieg leitete R. die Auskunftsstelle des Ffter Verbands für Säuglingsvorsorge und Kleinkinderberatung. 1921 Stadtarzt am Ffter Gesundheitsamt. Ab 1922 Stadtarzt am neugegründeten Mainzer Gesundheitsamt. 1933 Amtsenthebung aufgrund seiner jüdischen Herkunft. Im März 1934 Rückkehr nach Ffm. und Eröffnung einer Praxis. Anfang 1939 kurzzeitige Inhaftierung im KZ Sachsenhausen. Daraufhin Emigration nach England, später in die USA.
Vorstandsmitglied im Ärztlichen Verein. Gesuchtes Mitglied in den Vorständen internationaler Vereinigungen für Säuglingsschutz.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 212, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Kallmorgen, S. 388.
Literatur:
Thomann, Klaus-Dieter: Elf vergessene Jahre. Dr. Heinrich Rosenhaupt und das Mainzer Gesundheitswesen 1922-1933. (Aus fünf Jahrhunderten Mainzer Medizingeschichte, Folge 23.) In: Ärzteblatt Rheinland-Pfalz 46 (1993), S. 370-375.
Quellen:
ISG, S2/15. 495.
GND: 1055283692 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Rosenhaupt, Heinrich. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/935.
Stand des Artikels: 4.4.1995