Jugendfreund Goethes.
Riese, Johann Jakob. Amtsaktuar.
* 28.10.1746 Ffm., † 21.9.1827 Ffm.
Besuch des Ffter Gymnasiums. Ab 1765 Jurastudium in Marburg, das R. ohne akademischen Abschluss beendete. Nach Ffm. zurückgekehrt, fand er 1771 zunächst eine Anstellung als Aktuar beim Ffter Forstamt. 1773 wechselte er als Schreiber, später Amtsaktuar und zuletzt Commissarius an das Kastenamt (die Stiftungsverwaltung des Allgemeinen Almosenkastens). Bis zu seinem Tod blieb der unverheiratete R. dem Kastenamt verbunden.
Schon seit seiner Schulzeit war R. mit Goethe befreundet. Nach Goethes Rückkehr aus Straßburg 1771 gehörte er wiederum zu dessen engerem Freundeskreis. In dieser Zeit entstand auch eine Porträtzeichnung R.s von Goethes Hand. In „Dichtung und Wahrheit“ charakterisiert Goethe den Freund: „(...) mit Riese ward ich auch vertraut, der meinen Scharfsinn zu üben und zu prüfen nicht verfehlte, indem er, durch anhaltenden Widerspruch, einem dogmatischen Enthusiasmus, in welchen ich nur gar zu gern verfiel, Zweifel und Verneinung entgegensetzte.“ (III. Teil, 12. Buch.) R. war der letzte lebende Jugendfreund Goethes in Ffm. Der gegenseitige Kontakt blieb bis zu R.s Tod bestehen.
Von 1793 bis 1800 leitete R. zusammen mit seinem Bruder Friedrich Jakob R. (1753-1804) die „Eßlinger’sche Lesegesellschaft“.
Schon seit seiner Schulzeit war R. mit Goethe befreundet. Nach Goethes Rückkehr aus Straßburg 1771 gehörte er wiederum zu dessen engerem Freundeskreis. In dieser Zeit entstand auch eine Porträtzeichnung R.s von Goethes Hand. In „Dichtung und Wahrheit“ charakterisiert Goethe den Freund: „(...) mit Riese ward ich auch vertraut, der meinen Scharfsinn zu üben und zu prüfen nicht verfehlte, indem er, durch anhaltenden Widerspruch, einem dogmatischen Enthusiasmus, in welchen ich nur gar zu gern verfiel, Zweifel und Verneinung entgegensetzte.“ (III. Teil, 12. Buch.) R. war der letzte lebende Jugendfreund Goethes in Ffm. Der gegenseitige Kontakt blieb bis zu R.s Tod bestehen.
Von 1793 bis 1800 leitete R. zusammen mit seinem Bruder Friedrich Jakob R. (1753-1804) die „Eßlinger’sche Lesegesellschaft“.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 197, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Literatur:
Riese, Hans: Johann Jakob Riese, ein Jugendfreund Goethes. In: Genealogisches Jb. 21 (1981), S. 209-222.
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Goethe: DuW III, 12, S. 561.
GND: 116544864 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Riese, Johann Jakob. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/891.
Stand des Artikels: 28.2.1995