Porträt einer jungen Frau, wohl ein Selbstbildnis, von Jenny Fleischhauer
Ölgemälde (1905).
© HENRY’s Auktionshaus AG, Mutterstadt.
Fleischhauer, Jenny. Malerin.
* 27.12.1879 Ffm., † 15.9.1932 Ffm.
Jüngstes von fünf Kindern des aus Kronberg stammenden Metzgers und Gastwirts Simon F. (1840-1891) und dessen Frau Regine, geb. Nussbaum.
F. absolvierte ihre erste künstlerische Ausbildung von 1898 bis 1901 bei der Malerin Ottilie W. Roederstein in Ffm. Damit gehörte sie zu dem Ffter Künstlerinnenkreis, der von Ottilie W. Roederstein gefördert und an deren Privatatelier am Städelschen Kunstinstitut unterrichtet wurde, wie etwa auch die Ffter Malerin Mathilde Battenberg, der F. zum weiteren Studium nach Paris folgte. Sie setzte dort ihre Ausbildung bis 1902 an der Académie Colarossi in Paris bei Raphael Collin und Gustave Courtois fort. Danach folgten Reisen durch Italien und ein Spanienaufenthalt (1903), bevor sich F. als freie Künstlerin in ihrer Geburtsstadt Ffm. niederließ.
F.s Werk umfasst neben Stillleben und Genrebildern vor allem Porträts, insbesondere Kinderporträts. Die Aufträge erhielt sie vorwiegend aus dem Ffter Bürgertum. Ihre Werke befinden sich in Privatbesitz.
F. wohnte in der Wolfsgangstraße 92 im Westend und hatte ihr Atelier in der Goethestraße 34 in zentraler Innenstadtlage. Ihre Urne wurde beigesetzt im Jüdischen Friedhof Rat-Beil-Straße (Block 34, Gruppe A).
Eine Gedenkausstellung für F. wurde kurz nach ihrem Tod 1932 von der „Gemeinschaft deutscher und österreichischer Künstlerinnen aller Kunstgattungen“ (Gedok) veranstaltet; die Rede zu diesem Anlass hielt die Ffter Malerin Else Luthmer.
F. absolvierte ihre erste künstlerische Ausbildung von 1898 bis 1901 bei der Malerin Ottilie W. Roederstein in Ffm. Damit gehörte sie zu dem Ffter Künstlerinnenkreis, der von Ottilie W. Roederstein gefördert und an deren Privatatelier am Städelschen Kunstinstitut unterrichtet wurde, wie etwa auch die Ffter Malerin Mathilde Battenberg, der F. zum weiteren Studium nach Paris folgte. Sie setzte dort ihre Ausbildung bis 1902 an der Académie Colarossi in Paris bei Raphael Collin und Gustave Courtois fort. Danach folgten Reisen durch Italien und ein Spanienaufenthalt (1903), bevor sich F. als freie Künstlerin in ihrer Geburtsstadt Ffm. niederließ.
F.s Werk umfasst neben Stillleben und Genrebildern vor allem Porträts, insbesondere Kinderporträts. Die Aufträge erhielt sie vorwiegend aus dem Ffter Bürgertum. Ihre Werke befinden sich in Privatbesitz.
F. wohnte in der Wolfsgangstraße 92 im Westend und hatte ihr Atelier in der Goethestraße 34 in zentraler Innenstadtlage. Ihre Urne wurde beigesetzt im Jüdischen Friedhof Rat-Beil-Straße (Block 34, Gruppe A).
Eine Gedenkausstellung für F. wurde kurz nach ihrem Tod 1932 von der „Gemeinschaft deutscher und österreichischer Künstlerinnen aller Kunstgattungen“ (Gedok) veranstaltet; die Rede zu diesem Anlass hielt die Ffter Malerin Else Luthmer.
Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Gudrun Jäger.
Lexika:
Dessoff, S. 39.
|
Vollmer 2 (1955), S. 120.
Literatur:
Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 117f.
|
Mentzel, Elisabeth/Scheuermann, Julia Virginia: Ffm. und seine Frauen. In: Frauen-Rundschau 8 (1907), H. 13, S. 389.
|
Rök: Ottilie W. Roederstein 1999, S. 255.
Quellen:
Gedenkartikel: FN, 28. 10. 1932.
|
FZ, Stadtblatt, 17. 9. 1932.
|
Meldekarte der Eltern in: ISG, Nullkartei.
|
Fft.: Gedächtnis-Ausstellung Jenny Fleischhauer. In: Israelit. Familienblatt 34 (1932), Nr. 46, 17. 11. 1932, S. 9.
|
Universitätsarchiv Ffm., vorm. Archiv Bibliographia Judaica, Sammlung Steininger.
GND: 1173664432 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Jäger, Gudrun: Fleischhauer, Jenny. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/8387.
Stand des Artikels: 7.3.2017
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 03.2017
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. März 2017.